Was ist Steampunk?

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„Steampunk Ball“ von Amalia Zeichnerin (2013)

Denken Sie einmal an die Geschichten von Jules Verne („Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer“) oder H.G. Wells („Die Zeitmaschine“) – das sind Inspirationen für den Steampunk, eine Mischung aus Science Fiction und dem späten 19. Jh./frühen 20. Jh. — technische Erfindungen, die es so nie gab. Dampfmaschinen, Luftschiffe, verrückte Wissenschaftler, Uhrwerksmenschen, Expeditionen in exotische, unerforschte Länder und so manches mehr. Steampunk ist seit etwa 20 Jahren eine internationale Subkultur, zu der wir uns auch seit einigen Jahren zählen. Der Begriff wurde übrigens in den 1980ern geprägt von dem amerikanischen Autor K. W. Jeter.

Steampunk Maker bauen einzigartige Maschinen oder gestalten („modden“) vorhandene elektronische und andere Geräte um, so dass sie aussehen, wie aus dem 19. Jahrhundert. Andere schneidern und/oder tragen historisch inspirierte Kleidung, gestalten Kunst oder Schmuck. Außerdem gibt auch international jede Menge Musik und Literatur dieses Genres. Dabei geht es vielen auch um Upcycling, bzw. die die Wertschätzung von gebrauchten oder alten Dingen – als Kontrast zur heutigen „Wegwerf-Gesellschaft“.

Beliebte Erkennungszeichen sind übrigens Zahnräder, Zylinder und Schweißerbrillen. Steampunk hat mittlerweile zahlreiche Subgenres, wie z.B. Dieselpunk (hier dienen die „Goldenen Zwanziger“, die 1930er und 1940er Jahre als Inspiration), Teslapunk oder Dreadpunk.

Grob gesagt, liegt der Fokus ca. auf den Epochen 1870 – 1940, allerdings geht es hier nicht um historisch/authentisch korrekte Darstellung wie im Re-enactment, da Steampunks den „Retro-Futurismus“ lieben, also eine Art rückblickende Science Fiction. Oft spielen auch Fantasy-Elemente eine wichtige Rolle.

Einen guten Überblick in die deutschsprachige Szene vermittelt das 2008 gegründete Steampunk Online Magazin Clockworker, für das ich seit 2015 auch gelegentlich Beiträge verfasse. Im angeschlossenen sozialen Netzwerk „Rauchersalon“ sind rund 2900 Steampunks aus Deutschland, Österreich und der Schweiz „an Bord“ – Tendenz steigend. Sie stellen eigene Werke vor, treffen sich zu Veranstaltungen, organisieren Treffen oder tauschen sich in höflicher, wertschätzender Weise aus.

Auch bei Facebook gibt es zahlreiche regionale und überregionale Steampunk-Gruppen.

 
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