Top 5 der Woche 6

Topfive-lila

Sehen
„Rita“ und „Hjördis“ – zwei dänische Netflix-Serien, wobei letztere ein Spin-Off der ersten ist. Ich sehe mir die beiden gern in besten Soap-Opera Manier an bei der Küchenarbeit, auf dem Tablet-PC, den mir meine bessere Hälfte gelegentlich ausleiht.
Rita ist Lehrerin, hat drei erwachsene Kinder und ein ziemlich verkorkstes Beziehungsleben. Das klingt nach einer Seifenoper, ist aber wesentlich ernster, außerdem ist Rita mit all ihren Stärken und Schwächen eine sympathische Antiheldin.

Ihre Kollegin Hjördis dagegen ist eher weltfremd und naiv, zugleich aber liebenswert und ein wenig nerdig. Diese jugendfreie Spinoff-Serie wendet sich eher an ein jüngeres Publikum, da hier der Fokus mehr auf Hjördis‘ Schülerinnen und Schülern liegt.

Hören
Adrian von Ziegler komponiert atmosphärische, soundtrackmäßige Musik zu verschiedenen Genres. Ich höre mir seine Kompositionen gern an, während ich meinen zweiten Roman schreibe. http://adrianvonziegler.bandcamp.com/


Lesen
Diese Woche: Das Gegenprogramm für diejenigen, die schnulzige Vampirromane à la „Twilight“ eher…be#!*“%*en finden. Geht mir jedenfalls so.

Es geht um den Roman „Vampirromane sind zum Kotzen“ von Isabell Schmitt-Egner.
Ja, der heißt wirklich so. Worum gehts?  Die beiden Vampire Mike und Berchtold leben und arbeiten in Berlin. Unter dem strengen Regiment ihrer Geschäftsführerin Rita schreiben sie unerträglich schmalzige Vampirromane für das einschlägige Publikum. Während Berchtold sein Leben akzeptiert hat, aber vom Schreiben eher angenervt ist, haut Mike ein Buch nach dem anderen raus und hadert dabei mit seinem Schicksal. Die Fans lieben es, die Vampire hassen es. Und niemand, nicht mal Rita, weiß, dass die beiden als egozentrisch geltenden Schriftsteller echte Vampire sind!

Eines Tages lernt Mike in der Buchhandlung eine junge Frau kennen und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Problem: Phoebe findet Vampirromane zum Kotzen! Sie liebt richtige Thriller, spannende Bücher, alles Mögliche, aber keine Vampirromane, die auf irgendeinem Blackstone Castle in den Highlands spielen!
Schöner Mist, denn Mike muss jetzt alles tun, damit Phoebe nicht rausfindet, dass er der Urheber von Titeln wie „Leyla in den Fängen des dunklen Prinzen“ ist. Hilfe! Was wird sie von ihm denken, wenn das rauskommt?

Aus dieser schönen Idee ist ein unterhaltsamer, völlig unkitschiger Liebesroman mit einigen humoristischen Einlagen entstanden, der auch einen augenzwinkernden Blick hinter die Kulissen des Autorendaseins wirft.


Essen und Trinken
Dieses Rezept von „Proper Tasty“ habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber ich würde sagen, dass ist nicht nur Backen, das ist Kunst:
https://www.facebook.com/buzzfeedpropertasty/videos/1756551917890814/


Gebrauchen

Nach der Bookcrossing-Philosophie wollen Bücher gelesen werden – immer wieder, von ganz vielen Leuten – und nicht im Regal verstauben. Die Idee stammt aus Amerika und ist sehr einfach: Lies ein Buch – und gib es weiter, wenn du sicher weisst, dass du es nicht noch einmal lesen wirst – selbst wenn es dir gefallen hat. Gib es an Freunde, Bekannte oder Verwandte weiter oder lass es irgendwo „frei“. Das heißt, du lässt es irgendwo liegen, wo andere potentielle LeserInnen es finden können. Aus dieser einfachen Idee hat sich im Laufe der Zeit eine große weltweite freie „Bibliothek“ bzw. ein Buchclub entwickelt, ganz ohne kommerzielle Absichten.

Auf der Website http://www.bookcrossing.com kann man Bücher kostenlos registrieren. Die Bücher erhalten dann automatisch eine Nummer zugeteilt. Diese Nummer und einen erläuternden Text auf einem Etikett klebt man in das Buch, welches auf „Reisen“ gehen soll. Die Person, welche das Buch findet, gibt (hoffentlich) die Nummer ein auf der Website – das ist auch anonym möglich ohne Anmeldung auf der Website. Der Finder kann außerdem einen Journal-Eintrag machen: Wo er das Buch gefunden hat, ob es ihm gefallen hat und wie er es weitergibt. Das ganze ist wie gesagt völlig unkommerziell, weil kostenfrei.

Außerdem treffen sich Bookcrosser gern zu regionalen und überregionalen Treffen, um Bücher zu tauschen oder in sogenann-ten Releases gemeinsam freizulassen. Jedes Bookcrossing Mitglied hat ein virtuelles Bücherregal mit einer mehr oder weniger hohen Fluktuation an Büchern und eine Bücher-Wunschliste, so dass man auch leicht untereinander tauschen kann per Büchersendung oder persönlichem Treffen.

bookcrossing
Widmung meines ersten Romans an die Bookcrosser

Übrigens, wenn man ein Buch zwar gern verleihen, es aber am Ende doch wieder im eigenen Regal haben möchte, ist auch das möglich mit dem sogenannten Book-Ring, bei dem man das Buch an einen Interessenten schickt, der es weitersendet an den nächsten. Der letzte im Ring schickt es zurück an den Besitzer.

Außerdem gibt es mittlerweile auch zahlreiche “Offizielle Bookcrossing Zonen”, das sind meistens speziell gekennzeichnete Bücherregale für Bookcrossing Bücher in Cafés, Kneipen, Hotels oder sogar öffentlichen Bibliotheken. Genauere Informationen finden sich auf der deutschen Seite http://www.bookcrossers.de

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