Warum ich mich nicht (mehr) mit Kurzgeschichten für Anthologien bewerbe

Anthologien sind an sich eine feine Sache, da hier mehrere unterschiedliche Geschichten zu einem Konzept oder Thema zu finden sind. Aus Lesersicht ist das spannend, wenn einen das Thema begeistert.
Für AutorInnen bietet Anthologien die Möglichkeit, den eigenen Bekanntsheitsgrad zu steigern und mit viel Glück auch, sich um Literaturpreise bewerben zu können.
Auch sind Kurzgeschichten ein perfektes Format für AutorInnen, die keine Zeit oder Lust haben, ganze Romane zu verfassen.

Doch es gibt auch Nachteile:

Auf eine Ausschreibung bewerben sich oft Dutzende, wenn nicht hunderte AutorInnen. Da muss die eigene Geschichte schon herausragen, um vom Verlag überhaupt in die engere Auswahl genommen zu werden. Es kann immer sein, selbst wenn man gut schreibt und eine originelle Idee hat, dass die eigene Geschichte abgelehnt wird. Nicht, weil sie schlecht ist, sondern zum Beispiel weil andere AutorInnen eine ähnliche Idee hatten, die aus Sicht des Herausgebers besser umgesetzt wurde.

Wer sich auf Anthologie-Ausschreibungen bewirbt, der muss einen gewissen Sportsgeist besitzen und sich damit arrangieren, dass es sich letztendlich um einen schriftstellerischen Wettbewerb handelt.

Mit den Tantiemen aus Anthologien verdient man als AutorIn deutlich weniger als mit einem Roman, denn man teilt sich den Kuchen ja mit anderen KollegInnen (und meistens auch mit einem Verlag).
 

 

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