[Interview] Im Gespräch mit Felix Mertikat (Tsukuyumi, Crowdfunding)

And now for something completely different: Hier geht es um ein spannendes Brettspiel, dessen Crowdfunding-Kampagne ich bald unterstützen möchte. Felix Mertikat im Interview mit dem „Würfelheld“:

Felix Mertikat dürfte vielen Phantasten durch sein Rollenspiel „Opus Anima“ oder seiner Comic-Reihe „Steam Noir“ ein Begriff sein. Seit einiger Zeit tüftelt Felix nun an einem Spiel, welches im Rahmen eines Crowdfundings realisiert, welches Ende September startet, werden soll, herum. Somit war es an der Zeit mal ein paar Fragen zu stellen. Und ein Besonderheit hat dieses Interview auch, es ist das erste in dem mir Gegenfragen gestellt wurden. Ich hoffe ich habe es kenntlich genug dargestellt.

Ich wünsche viel Spaß und hoffe das Tsukuyumi was für euch ist

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Hallo Felix,
danke für deine Zeit. Würdest du dich bitte kurz vorstellen.
Hallo André, hallo liebe Leser. Sich selbst vorzustellen ist ja seit der Stuhlkreise in der Schule immer eine Herausforderung. Wie soll man sich beschreiben, dass man möglichst locker, witzig und eloquent rüberkommt, dabei aber nicht affektiert. Ich kann auf jeden Fall einmal bei meinen Schwächen anfangen: ich kann…

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Die Rechtschreib-Polizei

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Foto: Alexas_Fotos, Pixabay.com

Neulich las ich einen Beitrag in einer Facebook-Gruppe für AutorInnen. Die Verfasserin regte sich darüber auf, wieviele Leute Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler in ihren Gruppenbeiträgen hätten. Man hätte doch eine Verantwortung als Autor, fehlerfrei zu schreiben. Immer und überall.

Ich habe schon öfter Beiträge dieser Art (auch in anderen Gruppen) gelesen und muss ganz ehrlich sagen, so etwas verleidet mir die Zugehörigkeit zu eben solchen Gruppen. Heute bin ich deshalb aus einer ausgetreten, nachdem ich schon längere Zeit mit dem Gedanken gespielt habe. Weil dort für meinen Geschmack zu viele Trolle unterwegs sind.

Mein erster Gedanke war es, die folgenden Zeilen als Kommentar zum Beitrag zu posten. Allerdings hatte ich keine Lust auf einen Shitstorm.

Hier ein paar Argumente meinerseits:

1. Manche Leute posten Beiträge oder Kommentare über ihr Smartphone, Tablet oder ähnliche Geräte, die eine Autokorrektur verwenden. Und wir alle wissen, was für skurrile Fehler mitunter bei der Autokorrektur geschehen oder mit Apps, die einem Worte vorschlagen (ich habe keine Ahnung, wie das entsprechende Fachwort dafür heißt).

2. Manche Menschen, darunter auch AutorInnen, leiden an einer Rechtschreibschwäche. Ihre Fehler sind also keineswegs auf Schludrigkeit oder Faulheit zurückzuführen.

3. Beiträge und -Kommentare in sozialen Netzwerken sind keine druckfertigen Bücher oder wissenschaftliche Arbeiten. Sie werden oftmals in Umgangssprache verfasst und weder vor noch nach dem Posten lektoriert. Außerdem werden keine Noten, Bewertungen oder Rezensionen dafür vergeben. Soziale Netzwerke sind übrigens auch kein Deutschunterricht.

Nebenbei bemerkt: Auch in mündlichen Gesprächen unterlaufen den meisten Menschen kleine „Fehler“, da sie nicht druckreif sprechen und anders als Schauspieler keine Texte auswendiglernen, ehe sie diese wiedergeben.

4. Kommentare werden häufig mit hoher Geschwindigkeit geschrieben, vor allem, wenn man sich in einer Diskussion befindet, an der sich mehrere Leute beteiligen. Und je schneller man schreibt, desto höher natürlich die Fehlerrate.

Insofern finde ich es ein bisschen anmaßend, von den Beiträgen anderer zu erwarten, dass sie fehlerfrei sind. Nicht, dass wir uns falsch verstehen – natürlich ist es wünschenswert, möglichst fehlerfrei zu schreiben, auch in sozialen Netzwerken. Fehlerfreie Texte lesen sich nun mal angenehmer. Aber aus meiner Sicht ist das kein Grund, sich über Fehler aufzuregen. Denn: Nobody is perfect.

Das ist so etwas typisch Deutsches: Andere ungefragt auf deren Fehler hinzuweisen und darüber zu meckern. Anstatt erst mal bei sich selbst anzufangen.

Last but not least: Wer Rechtschreibfehler in diesem Text findet, darf sie behalten.

Neuer Buchtrailer

Demnächst veröffentliche ich wieder eine historische Gay Romance Novelle. Diese wird in sich abgeschlossen sein und ist in der Shakespeare-Zeit angesiedelt.
Heute präsentiere ich erst einmal das Cover und den Buchtrailer (auf Youtube, 1:15 min).

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Jetzt auch Romanzen

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Am 1. April diesen Jahres habe ich auf meiner Facebookseite einen Scherzpost verfasst, dass ich ab sofort nur noch kitschige Liebesschnulzen schreibe….
Das stimmt zwar so nicht ganz, aber ich verfasse inzwischen nicht nur Phantastik – wozu ich auch Steampunk zähle – sondern auch historische Gay Romance-Novellen und noch unveröffentliche Contemporary (Hetero-)Romanzen.

Ich habe lange überlegt, ob ich für die Romance-Geschichten ein anderes Pseudonym wählen sollte. Was konsequenterweise bedeuten würde: Eine weitere FB-Autorenseite, Webseite und E-Mail-Adresse. Von allen diesen habe ich aber schon mehr als eine, wegen anderen Projekten.

Meiner Facebookseite folgen mittlerweile über 450 Menschen, worüber ich mich sehr freue. An dieser Stelle ein herzliches Willkommen an diejenigen, die über meine erste Novelle auf mich aufmerksam geworden sind und meine Webseite besucht haben.

An die anderen, die bisher von mir Phantastik gewohnt sind: Seid bitte gnädig mit mir, wenn ich hier nun auch über meine Romance-Bücher berichte. Ich verspreche auch, so wenig Kitsch wie möglich zu verbreiten. Das liegt mir nämlich nicht so.

Von Stürmen, Stränden und ungeahnten Gefahren…

Heute ist meine historische Gay Romance Novelle „Gestrandet und gefunden“ erschienen. Dazu gibt es ab 1. September auch eine Leserunde bei Lovelybooks.
Außerdem vergebe ich mehrere kostenlose Rezensionsexemplare, als E-Book im Epub oder Mobi-Format. Bei Interesse gern an amaliazeichnerin(at)gmx.de schreiben.

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© Amalia Zeichnerin 2017

Ist das Kunst, oder kann das weg?

 

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Abbildung: rawpixel, Pixabay

Gestern gab es wieder mal eine Diskussion in einer Autorengruppe bei Facebook.
Die Diskussion begann mit dieser These, die Lennart Cole formulierte:

Wenn ein Künstler an etwas arbeitet, dann drückt er sein INNERSTES aus. Genauso ist es auch mit Autoren.
Ein Buch zu schreiben schließt aus, vorher zu fragen, wie es ankommt, wie oft es gekauft wird.
Ich habe als Autor eine Entscheidung zu treffen. Schreibe ich, aus meinem innersten, oder schreibe ich etwas, was nach -Marktanalyse- evtl. Käufer findet.
Letzteres hat mit meinem Innersten und mit Kunst, wenig zu tun. Unsere Welt ist nicht bunt, weil wir nach der Farbe fragen, die gerade mal HIP ist. Wenn jemand Geld mit festgelegten verdienen will, sollte sich Auftragsarbeiten besorgen.

Ich sehe das ein wenig anders…
Denn es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum Menschen sich hinsetzen und ganze Bücher schreiben (und damit meine ich keine Tagebücher). Für den einen mag das ein hohes künstlerisches Anliegen sein, vielleicht auch ein sozialkritisches oder ein politisches oder noch etwas anderes. Für andere geht es einfach darum, Geschichten zu erzählen, die andere Menschen unterhalten – ob nun mit einer Moral, einer tieferen Botschaft dahinter oder nicht. Ich finde, insofern kann man nicht alle AutorInnen über einen Leisten scheren.

Und die Unterscheidung von „hoher Kunst“ und „für den Markt schreiben“ ist in meinen Augen ähnlich überflüssig wie die Unterscheidung in E-Musik (ernste) und U-Musik (unterhaltende). Es ist beides Musik, und beides hat großartige Musiker ebenso hervorgebracht wie Mittelmaß oder auch zweifelhafte Qualität. Und so ist es auch in der Literatur. Auch in den Genres, die nie in den Feuilletons besprochen werden – Phantastik, Science-Fiction, Horror u.a. – gibt es Werke ganz unterschiedlicher Qualität bis hin zu echten Meistern.

Wenn ich mir darüber hinaus einmal überlege, wie lange es dauern kann, z.B. einen Roman fertigzustellen, von der Rohfassung bis zur finalen Fassung – aus meiner Sicht lohnt sich diese Mühe nicht, wenn mein Text anschließend vielleicht nur von einer Handvoll Leute gelesen wird.

Und das motiviert mich, etwas zu schreiben, womit ich nicht nur mein Innerstes ausdrücke, sondern mit dem andere auch etwas anfangen können. Das heißt dann aber keineswegs, dass ich mich für meine Leserschaft „verbiegen“ muss. Es kann halt nur sein, dass mein Werk (ganz ohne Zugeständnisse an den Markt bzw. die Leser) nicht massentauglich wird, sondern z.B. „nur“ ein Nischenpublikum findet.