Was ist Steampunk?

 

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Illustration: Pixabay

Denken Sie einmal an Geschichten von Jules Verne („Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer“) oder H.G. Wells („Die Zeitmaschine“) – das sind Inspirationen für Steampunk, eine Mischung aus Science Fiction und dem späten 19. Jh./frühen 20. Jh. Man könnte auch von einer Art „Retro-Futurismus“ sprechen. Im Steampunk-Genre gibt es technische Erfindungen, die es so nie gab, Dampfmaschinen, Luftschiffe oder U-Boote wie Kapitän Nemos „Nautilus“, verrückt-geniale Wissenschaftler, Uhrwerksmenschen, Expeditionen in exotische, unerforschte Länder und so manches mehr. Steampunk kam in den 1980er zunächst als Literaturgenre auf  – geprägt wurde der Begriff von dem amerikanischen Autor K.W. Jeter, wobei „Steam“ („Dampf“) für die dampfkraftbetriebenen Maschinen des ausgehenden 19. Jahrhunderts steht.

Seit etwa 20 Jahren ist Steampunk auch eine internationale Subkultur. Steampunk Maker bauen einzigartige Maschinen oder bauen vorhandene Gerätschaften so um, dass sie aussehen wie aus dem 19. Jahrhundert. Andere Steampunks schneidern und/oder tragen historisch inspirierte Kleidung, gestalten Kunst oder Schmuck und es gibt auch jede Menge Musik und Literatur dieses Genres. Mit den Punks der 1980er hat Steampunk hier und da auch Gemeinsamkeiten, was sich teilweise z.B. in der Musik zeigt.

Beliebte Erkennungszeichen sind übrigens Zahnräder, Zylinder und Schweißerbrillen. Generell gesagt, kann als Inspiration die Zeit von ca. 1870 bis 1940 dienen, also auch z.B. die „Goldenen Zwanziger Jahre“. Die Zeit von ca. 1920 – 1940 steht Pate für das Subgenre „Dieselpunk“ – benannt nach dem neuen Treibstoff jener Zeit, dem Diesel. In Deutschland führt der Steampunk eher ein Nischendasein, während er in UK, USA und einigen anderen Ländern bereits deutlich bekannter ist und eine große Fangemeinde hat.

Wer mehr über Steampunk erfahren möchte, findet zum Beispiel bei Wikipedia einen ausführlichen Artikel.


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