Interview mit der Autorin Marie Gräff

Welches war dein erstes veröffentlichtes Buch? Erzähl uns gern ein bisschen darüber.

Mein erstes veröffentlichtes Buch ist tatsächlich das ‚Amulett des Trebeta‘. Ich schreibe zwar schon seit einer Ewigkeit, hatte aber lange Zeit massive Selbstzweifel und habe mich so sabotiert, dass ich nichts bis zur Veröffentlichung gebracht habe. Als ich aber den Trebeta entworfen habe, wusste ich irgendwie, das wird etwas Besonderes. Das gab mir den Mut, endlich eine meiner Geschichten zu veröffentlichen.

Der Trebeta, oder korrekt: ‚Das Amulett des Trebeta – oder wie Gott dem Schicksal ein Schnippchen schlägt‘ ist ein Buch, das in jeder Hinsicht ungewöhnlich ist und schwer einem bestimmten Genre zuzuordnen. Am ehsten gehört es zur Urban Fantasy / Historischen Fantasy oder in den Magischen Realismus. Die Geschichte dreht sich um den freien Willen und eine Wette mit Gott und wird von niemand anderem erzählt als Gott selbst. Elfen. Orks und andere klassische Vertreter der Fantasy gibt es bei mir nicht, dafür aber lebendige lokale Sagengestalten, Geister und einen verrückten Statuengeist, der sich ins Herz der Leser geschlichen hat.

Und woran arbeitest du aktuell?

Aktuell arbeite ich an einem richtigen Großprojekt, das mich schon seit einer Weile auf Trab hält: Ich überarbeite und veröffentliche das Buch, das ich mit ca. 12-14 Jahren geschrieben habe, das aber nie veröffentlicht wurde. Es handelt sich um eine sehr komplexe Trilogie im Bereich klassische Fantasy. Ich bin jetzt fast 20 Jahre lang um dieses Projekt herumgeschlichen, habe es beäugt, wieder verworfen und konnte dann doch nicht die Finger davon lassen. Es scheint irgendwie wichtig zu sein. 😉

Details kann ich zu dem Projekt noch nicht geben, aber auf meiner Facebook-Seite gibt es regelmäßig Einblicke in den Entstehungsprozess und auch Textschnipsel.

Was interessiert oder begeistert dich besonders am Phantastik-Genre?

Phantastik und Fantasy haben mich einfach schon immer begeistert. Ich liebe es, in andere Welten zu reisen oder mir vorzustellen, wie phantastische Elemente in unsere Welt einbrechen und sie zu einem magischen Ort werden lassen. Ich mag es, in jeder Hinsicht über die Grenzen des Möglichen hinauszudenken.

In „Das Amulett des Trebeta” lässt du Gott persönlich erzählen. Wie war es für dich, eine so ungewöhnliche Erzählperspektive zu schreiben?

Ehrlich gesagt hat sich das einfach so ergeben. 🙂 Das Ganze ist so entstanden: Eines Abends saß ich mit meinem Partner da und wir haben einen ziemlich schlechten Film mit Totenbeschwörung/Nekromantie oder so etwas geschaut. Ich erinnere mich nicht mehr daran, welcher Film es war, wohl aber, dass ich erbost darüber war, dass jemand einen so guten Stoff so schlecht umgesetzt hatte. Ich hatte das Gefühl, dringend etwas schreiben zu müssen, das besser ist. Also setzte ich mich hin und plötzlich war da diese Erzählstimme, die aufgeschrieben werden wollte. Dass da eine Art Gott spricht, hab ich erst viel später gemerkt.

Sorgen hat mir die Möglichkeit gemacht, damit in irgendeine religiöse Ecke gesteckt zu werden oder irgendjemandem gewaltig auf die Füße zu treten. Aber der Trebeta ist tatsächlich reine Fiktion und versteht sich nicht als eine tatsächlich von Gott erzählte Geschichte. Jedenfalls nicht mehr als jede andere Geschichte auch. 😉

Gibt es etwas, auf das du beim Schreiben nicht verzichten kannst? Und zu welcher Tageszeit schreibst du am Liebsten oder am Besten?

Ich bin ein überzeugter Morgenmuffel. 😉
Ansonsten habe ich keine festen Schreibzeiten, sondern ich baue das Schreiben in meinen Alltag ein, wo immer es passt. Das Allerwichtigste für mich ist, mich nicht unter Druck zu setzen und dem Kritiker in meinem Kopf keine Stimme zu geben. Ich schreibe, wenn ich mich danach fühle. Mein Schreibrythmus ist sehr unkonventionell. Mal schreibe ich 20 Seiten an einem Tag, dann wiederum passiert wochenlang kaum etwas. Früher hat mich das schrecklich nervös gemacht, mittlerweile habe ich aber einfach verstanden, dass ich eben so ticke und das Buch genau so am schnellsten geschrieben wird.

Wenn du eine berühmte Persönlichkeit (lebend oder tot) treffen könntest, wer wäre es und was würdest du sie/ihn gern fragen?

Verdammt, jetzt sitze ich hier mit dieser Frage und mir fällt niemand ein. 😉
Es gibt sehr viele Menschen, die ich gerne treffen würde. Mit J. K. Rowling würde ich gerne mal übers Schreiben quatschen und sehr gerne würde ich die bereits verstorbene Maya Angelou treffen und an ihrer Lebensweisheit teilhaben.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe gefühlt schon mein ganzes Leben. Schon als kleines Kind war ich verrückt nach Geschichten und meine Eltern mussten mir ständig vorlesen. Sobald ich lesen konnte, verschlang ich den Inhalt der örtlichen Bibliothek in beängstigendem Tempo und sobald ich schreiben konnte, begann ich auch damit, selbst Geschichten zu entwerfen. Sie wurden selten fertig und waren meist sehr kurz, weil ich schon damals starke Zweifel an meinen Fähigkeiten hatte, aber ich habe nie wirklich aufgegeben. Ich konnte einfach nicht. Denn wenn ich über längere Zeit hinweg nicht schreibe, ist das sehr unangenehm für meine Mitmenschen. 😉

Kann man dich in diesem Jahr auf Veranstaltungen antreffen?

Ich werde auf der Buchregio Trier am 3. und 4. Mai 2019 einen Stand haben und auch mit einer Lesung aus dem Trebeta vertreten sein. Details dazu gibt es auf meiner Facebook-Seite.

Vielen Dank für das Interview!

Maries Webseite und Facebookseite:
https://schwellentroll.de/
https://www.facebook.com/MarieGraeff.Autorin/

Über die Repräsentation von Bisexualität in Medien der Fiktion

Der Blog „Alpakawolken“ hat zu einer kooperativen Beitragsreihe zum Thema Repräsentation aufgerufen: https://alpakawolken.de/writing-about-us/

In diesem Beitrag schreibe ich über das Thema Bisexualität, da ich mich selbst damit identifiziere, und wie diese in Medien wie Büchern, Filmen, Serien dargestellt wird.

Zunächst ein paar persönliche Worte: Ich selbst habe erst mit Mitte Dreißig herausgefunden, dass ich bisexuell bin, weil ich bis dahin populären Irrtümer über die sexuelle Orientierung geglaubt habe, z.B. die folgenden:
„Das ist nur eine Phase. Früher oder später wird einem klar, dass man eigentlich hetero- oder homosexuell ist”
„Man muss sich zu gleichen Teilen zu Männern und Frauen hingezogen fühlen, um als bisexuell zu gelten.”
„Man muss mindestens einmal eine Beziehung/und/oder Sex zu einem Mann und einer Frau gehabt haben, um sich als bisexuell identifizieren zu können.”
Erst ein Artikel der amerikanischen Organisation GLAAD hat mir diesbezüglich die Augen geöffnet: https://www.glaad.org/blog/celebrate-bisexuality-glaad-dispels-common-myths-and-stereotypes

Nun ist es so, dass auch heute noch immer mal wieder Vorurteile über Bisexuelle in Medien verbreitet werden, was früher noch ausgeprägter war. Zum Beispiel gab es lange Zeit den Trope des „depraved bisexual”, in dem entsprechende Charaktere oft mit Stereotypen dargestellt werden, z.B. als hypersexuell, promiskuitiv, manipulativ oder, um des Dramas willen, sogar als gefährlich oder mörderisch.

Ein weiteres negatives Trope ist „Bury your gays” , von dem nicht selten auch bisexuelle Charaktere betroffen sind. An dieser Stelle möchte ich gern den „Lexa Pledge” erwähnen, der sich seit 2016 im englischsprachigen Raum für eine bessere Repräsentation von lesbischen und bisexuellen Frauen einsetzt. Diese Initiative geht zurück auf den Tod des Charakters Lexa aus „The 100” zurückgeht. Dieser wiederum steht in der traurigen Tradition des oben genannten Tropes. Das bedeutet, dass queere Charaktere in Filmen, Serien und anderen Medien häufig gewaltsam sterben, in erster Linie, um Drama zu erzeugen. Oftmals wird dieses Handlungsmuster auch verwendet, um die Charakterentwicklung des (heterosexuellen) Protagonisten voranzutreiben. Dieser Trope ist besonders dann schädlich, wenn in einer Geschichte ausschließlich einer oder mehrere queere Charakter sterben, während die heterosexuellen Charaktere überleben. Denn wer selbst queer ist, kann angesichts solcher Geschichten fast den Eindruck bekommen, dass queere Menschen meistens ein besonders schweres Schicksal haben, das selten gut endet.

Bisexuelle müssen sich von Heterosexuellen oft anhören, sie seien zu queer. Von Homosexuellen wiederum kommt häufig der Vorwurf, sie seien zu feige, um sich als homosexuell zu outen. Letzteres basiert auf den Vorurteilen, dass Bisexualität eigentlich gar nicht existiere oder lediglich eine Phase sei. Ein weiteres Problem, mit dem Bisexuelle oft zu kämpfen haben, ist ihre relative Unsichtbarkeit: Eine Person in einer gegengeschlechtlichen Beziehung wird als heterosexuell gelesen. Eine Person, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ist, wird von ihrem Umfeld als homosexuell gesehen. Wer also von sich aus nicht erklärt, er sei bisexuell, wird so u. U. gar nicht als solcher wahrgenommen.

Diese Form von Unsichtbarkeit ist auch in vielen Medien zu finden und wird im englischsprachigen Raum auch als „Bisexual erasure” bezeichnet: Also ein Ausradieren der eigentlichen sexuellen Orientierung.
Ein Beispiel hierfür: Willow aus „Buffy – Im Bann der Dämonen” ist zunächst mit einem Mann (Oz) zusammen, später mit einer Frau (Tara). Das Wort Bisexualität wird in diesem Zusammenhang nie erwähnt, Willow äußert auch nie entsprechende Gedanken gegenüber anderen. Stattdessen beschreibt sie sich selbst als lesbisch. Nun gibt es durchaus Menschen, die sich zunächst unsicher sind, was ihre Sexualität betrifft, aber in Willows Fall würde das quasi bedeuten, dass die längerfristige Romanze mit Oz nicht echt war, wenn sie sich eigentlich als lesbisch sieht.

Weitere Filme, in denen Charaktere nie auch nur ansatzweise über Bisexualität sprechen, obwohl es dazu einige Gründe gebe, sind z.B. „The kids are alright”, „Freier Fall” und „Chasing Amy”. Und noch ein Beispiel: Der Comic-Charakter Constantine ist in den Comics offen bisexuell, jedoch nicht in der Verfilmung von 2005 und auch nicht in der Adaption von NBC aus dem Jahr 2014. In beiden wird er als heterosexuell dargestellt. Ähnliches gilt für den Comic-Charakter Deadpool (der in den Comics offiziell pansexuell ist). Einige englischsprachige Artikel zum Thema Bisexual erasure sind am Ende des Artikels verlinkt.

Gelegentlich wird Bisexual erasure auch für Queerbaiting ausgenutzt, so zum Beispiel in der Serie „Supernatural”. Dean Winchester ist auf der einen Seite mehr oder weniger ein Womanizer, auf der anderen Seite hat er eine so innige Freundschaft mit dem Engel Castiel, dass diese schon als deutlich mehr erscheint. Zumindest wird entsprechendes immer wieder angedeutet und sei es nur über den Subtext. Aber dabei bleibt es, aus ihrer Beziehung wird nie eine richtige Romanze und keiner von ihnen outet sich.

An der Frage, ob Dean bi ist, scheiden sich die Geister im entsprechenden Fandom und das Shipping „Destiel” ist so beliebt, dass es nicht nur unzählige Fanfictions zu diesem Thema gibt, sondern 2016 sogar eine Destiel-Convention.

Im Artikel „Supernatural’s Scariest Monster: Bi Erasure” schreibt der Verfasser: „In gewisser Weise zieht die Serie Vorteile aus dem bi erasure und benutzt es als Brennstoff für ihr Queerbaiting-Feuer”.

Und wie sieht es in der Literatur aus?
Bei einer Suche nach Büchern, in denen Bisexuelle vorkommen, stieß ich als erstes auf Erotik-Literatur, die häufig Dreiecksbeziehungen oder -Affären abbildet, wie schon auf den Covern zu sehen ist. Also ein weiteres Klischee über Bisexuelle – dass sie nur in einer Dreiecksbeziehung mit beiden Geschlechtern glücklich sein könnten.

In der Belletristik fand ich den Begriff „bisexuell” fast nie direkt im Klappentext, obwohl das eigentlich hilfreich wäre oder zumindest Andeutungen in dieser Richtung.

Im Bereich der deutschsprachigen Lesbian und Gay Romance Bücher tauchen hin und wieder offen bisexuelle Charaktere auf, aber im Vergleich mit lesbischen oder schwulen Charakteren sind sie eher selten. Wie es im englischsprachigen Raum aussieht, kann ich nicht beurteilen.

Wie kann denn nun eine gute Repräsentation von Bisexualität aussehen?
Eine gute Repräsentation würde meiner Meinung nach damit anfangen, dass entsprechende Charaktere offen bisexuell sind und auch darüber mit anderen sprechen. Oder sich – für den Anfang – zumindest schon mal darüber Gedanken machen, was ja auch in Form innerer Monologe geschehen kann. Ebenso wäre ein Verzicht auf Vorurteile und eine klischeefreie Darstellung wünschenswert. Oder aber, dass bisexuelle Charakter auf Vorurteile, mit denen sie konfrontiert werden, adäquat reagieren.
Außerdem sollten sie nicht allein über ihre Sexualität definiert werden und, wie andere Charaktere auch, über einzigartige Eigenschaften, Stärken, Schwächen, Macken etc. verfügen, so dass es keine blassen Figuren sind, sondern lebensechte Menschen.
In dem Zusammenhang finde ich auch diesen Artikel des Blogs „Stürmische Seiten“ lesenswert.

Leider kenne ich selbst nur wenige Beispiele, bei denen diese Repräsentation gut gelungen ist. Das ist zum Beispiel der Fall in der in der Serie „Crazy Ex-Girlfriend”, in dem ein bisexueller Charakter (Darryl Whitefeather) sogar ein Lied über seine Orientierung singt und dabei auch gleich mit einigen Vorurteilen aufräumt: https://www.youtube.com/watch?v=5e7844P77Is

Selbst in Serien, in denen es mehrere queere Charaktere gibt, sind offen bisexuelle eher selten zu finden. Da mir selbst so wenige positive Beispiele eingefallen sind, habe ich bei Twitter eine Umfrage gemacht nach offen bisexuellen Charakteren, die möglichst klischeefrei dargestellt werden.

Diese hier wurden mir genannt – eine Liste, die natürlich nicht vollständig sein kann:

Jack Harkness aus „Doctor Who” und „Torchwood”
Stella Gibson in „The Fall“
Kelly in „Black Mirror: San Junipero“
Edie und Russell aus „Six Feet Under“
Sadie im gleichnamigen Thriller von Courtney Summers
Leliana und Zevran Arainai aus „Dragon Age: Origins“
In „Dragon Age 2“: alle vier Companions (Anders, Fenris, Isabela und Merrill)
In „Dragon Age: Inquisition“: Iron Bull (bzw. eigentlich pansexuell) und Josephine Montilyet
Kyra Hare aus „Der Schleier der Welt” von R.A. Prum und S.C. Kreuer mehrere Charaktere im geschriebenen Webserien-Projekt „Mosaik”, ebenfalls von R.A. Prum und S.C. Kreuer
Toni Topaz aus der Serie „Riverdale”
Korra und Asami aus „Legend of Korra”
Amalia in der Sookie Stackhouse-Reihe, sowie Pam in der TV-Adaption „True Blood”
H.G. Wells in der Serie „Warehouse 13”
Bo aus „Lost Girl”
Magnus Bane aus „Shadowhunters”
Zeyn aus der „Sternenbrand”-Dilogie von Annette Juretzki
Askar und die Rote Dame aus „Opfermond” von Elea Brandt.
Rosa aus der Serie „Brooklyn 99”
Myoujin Araya aus dem Manga „Act-Age”
Mitsuri Kanroji aus „Kimetsu No Yaiba“
Sara Lance aus „Arrow“/ „Legends Of Tomorrow“
Waverly Earp aus „Wynonna Earp“
Henry Marley aus dem Manga „Java Bonds“ von Nana Yaa Kyere
Stephen Stills aus den „Scott Pilgrim“-Comics
Leah aus „Leah on the Offbeat“
Viola Davis in „How to get away with murder“
Amy aus „Faking it“
Zakia aus „Sense8“
Außerdem wurde das Spiel „Mass Effect” in diesem Zusammenhang erwähnt.

In meinen eigenen Büchern gibt es ebenfalls mehrere bisexuelle Charaktere.

Gerade in den letzten Jahren ist das Thema Bisexualität deutlich präsenter geworden und das lässt hoffen, in der Zukunft mehr bisexuelle Charaktere in Filmen, Serien, Büchern etc. vertreten zu finden, die ohne die gängigen Klischees und Stereotypen dargestellt werden.
Übrigens: In den USA gibt es mittlerweile einen jährlichen Preis für die Repräsentation von bisexuellen Menschen in der Literatur, den „Bisexual Book Award” (siehe: http://www.biwriters.org/)

So etwas wäre auch im deutschsprachigen Raum wünschenswert, nicht nur für bisexuelle, sondern generell für queere Charaktere in der Literatur.

Wie sieht es in Sachmedien aus?
Mittlerweile gibt es zahlreiche Artikel, die mit Vorurteilen und Klischees über Bisexualität aufräumen. Ein Own Voices Medium ist das Magazin Bijou. Blogger und Youtuber befassen sich ebenfalls mit dem Thema.
Vor wenigen Jahren noch konnte man stattdessen hier und da den Eindruck gewinnen, Bisexualität sei ein neuer „Trend“. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass sich eine Reihe an Prominenten als bisexuell geoutet haben und damit diese sexuelle Orientierung öffentlicher gemacht haben.

Einige Links:

deutschsprachig:
https://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2012-12/leserartikel-bisexualitaet-comingout

https://www.zeitjung.de/bisexualitaet-liebe-menschen-vorurteile-bisexualitaet/

https://gleichheitunddifferenz.wordpress.com/2015/10/28/bisexuelle-sind-das-nicht-die-die-alles-vogeln/

https://sexualitaetundmedien.wordpress.com/2018/06/15/das-ist-nur-eine-phase-%c2%ad-bisexual-erasure-in-orange-is-the-new-black/

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/bi-visibility-day-warum-bisexuelle-auch-von-homos-diskriminiert-werden/12352558-2.html

Englischsprachig:

https://www.theodysseyonline.com/bisexual-erasure-in-media-needs-to-stop

https://www.gaystarnews.com/article/9-worst-offenders-bisexual-erasure-tv-film-and-books220914/

https://bisexual.org/supernaturals-scariest-monster-bi-erasure/


Starke Frauencharaktere – zum Weltfrauentag

Heute ist Weltfrauentag.
Und aus diesem Anlass habe ich mal geschaut (auch durch eine Anregung aus einer Büchergruppe auf Facebook), in welchen meiner Bücher es starke Frauencharaktere gibt. Diese stelle ich nun kurz vor.

„Der Stern des Seth“
Die einzige Frau in der Expeditionsgesellschaft, Gemma Hawthorne, ist eine Journalistin, die unabhängig sein möchte und ihren Beruf sehr mag. Heiraten und Kinder kriegen? Das kann sie sich nicht vorstellen, denn es würde wohl bedeuten, dass sie ihren Beruf aufgeben müsste.

„Die mysteriösen Fälle der Miss Murray“
Miss Josephine Murray ist eine etwas ungewöhnliche Frau, die im viktorianischen London als Groschenromanautorin arbeitet und sich gelegentlich als Amateurdetektivin versucht.

„Berlingtons Geisterjäger“
Die irische Hexe Fiona O’Reilly und die Künstlerin Veronica „Nica“ Chester werden schon bald ein Paar. Fiona hat zu Beginn der viktorianischen Urban Fantasy Buchreihe mit so manchen Unsicherheiten zu kämpfen, obwohl sie einiges an Fähigkeiten hat. Nica ist selbstbewusster und ähnlich wie Gemma Hawthorne liebt sie ihren Beruf, die Kunstmalerei.

„Orangen und Schokolade“
Sarah ist Plus-Size Trägerin, backt für ihr Leben gern und bloggt darüber, außerdem ist sie Genießerin aus Überzeugung. Letzteres ist gar nicht so einfach heutzutage, denn Gesundheit ist für manche fast schon zur Religion geworden. Anstatt wie viele Frauen permanent mit ihrem Gewicht zu hadern, ist sie eine Verfechterin von Body Positivity.

Ein Interview bei den Nordlichtphantasten

Bei den Nordlichtphantasten hatte ich heute die Gelegenheit, mich als Autorin vorzustellen.

1.) Welche/s Subgenre/s der Phantastik schreibst du? Und was interessiert oder begeistert dich daran besonders?

Urban Fantasy, Steampunk und High Fantasy. Ich hatte schon als Jugendliche eine Schwäche für alle möglichen phantastischen Genres und für Geschichte. Die viktorianische Ära hat es mir besonders angetan, und so bin ich auch zum Steampunk gekommen.
Bei der Urban Fantasy gefällt mir besonders, dass hier ganz Reales mit frei Erfundenem gemischt werden kann, also z.B. bestimmte Städte als Schauplätze dann mit übernatürlichen Wesen bevölkert werden.
Und bei der High Fantasy kann man ja alles erfinden, auch die Welt, in der die Handlung spielt. Das finde ich stark, weil die Möglichkeit fast unbegrenzt sind. Ich habe für meinen neuen High Fantasy Roman auch eine eigene Landkarte gezeichnet, das hat mir viel Spaß gemacht.

2.) Hast du literarische Vorbilder?

Nein. Es gibt eine ganze Reihe an SchriftstellerInnen, die ich sehr mag oder bewundere, aber ein direktes Vorbild habe ich nicht.

3.) Was machst du gern in deiner Freizeit?

Ich war eine Zeitlang sehr in der Steampunk-Szene aktiv, z.B. habe ich in Hamburg häufiger Treffen organisiert und auch ein jährliches Steampunkpicknick, ebenfalls in Hamburg, das es auch 2019 wieder geben wird. Ich spiele sehr gern Fantasy-LARP (Liverollenspiel) und früher hab ich auch viel Pen & Paper Rollenspiel gespielt. Beides hat auch mein Schreiben teilweise inspiriert. Gelegentlich zeichne und male ich gern.

4.) Gibt es etwas auf das du beim Schreiben nicht verzichten kannst? Und zu welcher Tageszeit schreibst du am Liebsten oder am Besten?

Ich höre sehr gern instrumentale Musik beim Schreiben, am besten solche, die von der Atmosphäre her zu dem passt, was ich schreibe. Sehr oft werde ich z.B. bei Erdenstern fündig, denn sie befassen sich mit ganz verschiedenen Phantastik-Genres.
Ich bin auf keine bestimmte Tageszeit festgelegt beim Schreiben, mal vormittags, mal nachmittags oder auch abends. Nur mitten in der Nacht, das funktioniert für mich eher nicht, weil ich keine „Nachteule“ bin.

5.) Hast du dich mal auf lustige Weise verschrieben? Oder andere kuriose Fehler in einem Manuskript gehabt?

Ich verschreibe mich öfter und dabei kommen manchmal seltsame Dinge heraus. Neulich hatte ich Magier, die etwas reklamieren wollten (statt zu deklamieren). Einer meiner Protagonisten hatte keine Lust, einem Versprecher nachzujagen (eigentlich ging es um einen Verbrecher).
Und zwei Charaktere hatten neulich diese Unterhaltung:
„Beziehungsweise, was hältst du davon, wenn wir eine Runde jobben?”
„Dir fehlt dein tägliches Kaufen, oder?“
(eigentlich ging es um Joggen und Laufen)

6.) Welche Phantastik-Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Den Steampunk Abenteuer Roman „Der Stern des Seth“
Die viktorianischen Urban Fantasy Trilogie „Berlingtons Geisterjäger“
Teil 1: „Anderswelt“
Teil 2: „Mördernächte“
Teil 3: „Die Türme von London“
Und vor kurzem den High Fantasy Roman „Vanfarin – von Untoten und Totems“, der in sich abgeschlossen ist, sowie weitere Romane und Novellen aus anderen Genres

7.) Woran arbeitest du aktuell?

Am vierten Band zur Reihe „Berlingtons Geisterjäger“, der in sich abgeschlossen sein wird.

8.) Auf welchen Veranstaltungen kann man dich in diesem Jahr antreffen?

Wenn alles klappt, auf diesen:
Unicon (Kiel)
Nordcon (Hamburg)
Buchmesse BuchBerlin (Berlin)
und eventuell noch auf ein, zwei Lesungen in Hamburg

Ich trage auf Veranstaltungen übrigens immer eine schwarze Baskenmütze mit Buttons (die auch auf dem Foto zu sehen ist), das ist mein Erkennungszeichen als Autorin. 😉

Amalias Facebookseite:
https://www.facebook.com/amaliazeichnerin/

Was für ein Held oder eine Heldin bist du?

Ein Quiz just for fun: Mit welchem Charakter aus meinem High Fantasy Roman „Vanfarin – von Untoten und Totems“ hast du am meisten gemeinsam?

Bitte zähle zusammen, wie oft du jeweils A, B,C,D oder E angekreuzt hast.

1. Deine Freunde und du werdet von einer Horde Untoten angegriffen.
Wie verteidigst du dich?

A) Gar nicht. Ich verdrücke mich an den Rand des Gemetzels.
Aber sicherlich werden später meine Heilkünste vonnöten sein.

B) Ich werfe mit Feuerbällen. Brennt, ihr scheußlichen lebenden Leichen!

C) Mit allem, was ich zur Hand habe – am liebsten mit meinem Anderthalbhänder.Aber ich nehme zur Not auch Äxte, Dolche oder Stangenwaffen.

D) Kämpfen, ich? Ich nutze lieber meinen guten Orientierungssinn, um mich zu verstecken.

E) Was soll die Frage? Ich bin gerüstet und gut bewaffnet, und meistens nicht nur auf dem Schlachtfeld.

2. Deine Meinung zu den Untoten, die das Land Vanfarin seit vielen Monaten plagen? Bzw. generell zu Untoten?

B) Ich habe Angst, dass sie nicht nur den Menschen und anderen Wesen schaden, sondern auch der Natur.

E) Gräßlich! Die möchte ich alle einen Kopf kürzer machen!

D) Woher kommen sie? Sind sie wirklich dem Tode nahe? Wie kann es dann sein, dass sie so schnell sind? Ach, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte, um mich gründlich mit diesem Phänomen zu befassen!

C) Wehe, wenn die in mein Heimatdorf kommen!

A) Ob die wohl an einer Krankheit leiden, oder steckt etwas anderes dahinter?

3. Wenn du die freie Wahl hättest, wo würdest du gern wohnen?

D) In einer großen Stadt mit viel Kultur und interessanten Möglichkeiten, sich zu weiterzubilden.
E) Mir egal, ich bin da zu Hause, wo mein Bett steht.
A) Als Nomade, mal hier, mal dort, wo es mich halt hinzieht.
B) In einer Hütte im Wald. Ich liebe Wälder.
C) In einem kleinen Dorf am Rande eines Gebirges

4. Welches dieser Tiere gefällt dir am besten?

B) Libellen oder Schmetterlinge
E) Bär
D) Fuchs
A) Adler, oder ein anderer Greifvogel
C) Wolf

5. Was darf bei dir nicht fehlen, wenn du auf Reisen gehst?

D) Ein gutes Buch
E) ich bin da ganz flexibel, auf jeden Fall praktische, wetterfeste Kleidung
B) Mein Lieblingstee, den ich selbst aus Kräutern hergestellt habe
C) Eine Flasche Met oder anderer Alkohol (oder ich kaufe ihn unterwegs)
A) eine Decke, auf die ich mich zum Meditieren setzen kann oder die ich
als Unterlage für schamanische Reisen verwende

6. Freunde sind für dich…

C) sehr wichtig, ich halte zu ihnen, was immer auch passiert
D) Ich bin ein Eigenbrötler und habe nicht viele Freunde.
B) Wir sind füreinander da, auch in schwierigen Lebenslagen
A) Freunde und Familie sind mir sehr wichtig, auch wenn ich sie in letzter Zeit nicht oft sehe
E) Wenn ich mich auf meine Freunde nicht verlassen kann, sind es keine Freunde.

7. Du hast einen Tag oder Abend nur für dich. Was machst du am liebsten?

E) Ich mache ein Workout, bei dem ich so richtig schön ins Schwitzen gerate.
A) Ich genieße die Ruhe, meditiere oder mache andere Versenkungs- oder Achtsamkeitsübungen.
C) Ich besorge ein, zwei Flaschen Met oder anderen Alkohol und lade ein paar Freunde ein.
D) Ich lese ein gutes Sachbuch, um mich weiterzubilden oder experimentiere mit meinem Chemie-Baukasten.
B) Ich mache einen ausgiebigen Waldspaziergang (oder anderswo im Freien), um den Kopf freizukriegen.

Auflösung

A) Du hast ein Interesse an Wellness und Gesundheitsthemen, meditierst gern oder machst vergleichbare Übungen. Möglicherweise gehst du einem heilenden Beruf nach und bist schon öfter umgezogen, weil es dich mal hierhin und mal dorthin ziehst. Du ähnelst damit dem Schamanen und Heiler Talahko, der aus einem Nomadenvolk stammt.

B) Du bist naturverbunden, Umweltschutz liegt dir am Herzen und du verbringst gern viel Zeit im Freien. Möglicherweise isst du lieber Gemüse als Fleisch und bist besonders gern im Wald. Damit ähnelst du der Elfenmagierin Gheal.

C) Du bist deinen Freunden gegenüber loyal und kämpfst nötigenfalls für dein eigenes und ihr Wohlergehen, ähnlich wie ein Wolf für sein Rudel eintreten würde. Du bist furchtlos und mutig, außerdem bist du ein geselliger Typ. Du ähnelst dem Krieger Brynjar aus dem Norden Vanfarins.

D) Sportliche Betätigung ist eher nicht so dein Ding und du bist lieber allein als unter vielen Menschen. Du hast vielleicht nur wenige, aber gute Freunde. Möglicherweise bist du stark an Naturwissenschaften oder einem anderen Wissenschaftszweig interessiert, auf jeden Fall gehst du den Dingen gern auf den Grund. Du ähnelst dem Gelehrten und Alchemisten Hadaschi.

E) Du bist ein sportlicher, ehrgeiziger Typ und gelegentlich von aufbrausendem Temperament. Außerdem bist du in vielen Lebenslagen flexibel. Mut und innere (oder auch äußere) Stärke sind ebenfalls Eigenschaften, die man mit dir in Verbindung bringt. Von deinen Freunden erwartest du, dass du dich auf sie verlassen kannst. Du ähnelst der Ogrra-Kriegerin Gorsic.

Mein erstes Crowdfunding

Ich starte ein kleines Crowdfunding in eigener Sache, um meine Teilnahme an der Buchmesse BuchBerlin im November 2019 zu finanzieren.Ihr könnt mich kostenlos unterstützen, indem ihr auf „Fan werden“ klickt (dazu ist eine Registrierung bei Startnext erforderlich).
Wer in Erwägung zieht, demnächst ein Taschenbuch oder ein E-Book von mir zu kaufen, den bitte ich, dies über das Crowdfunding zu tun. Bei entsprechender Verfügbarkeit ist eine Lieferung auch schon früher möglich als im angegebenen Zeitraum.
Ihr habt auch die Möglichkeit, meine drei neuen Bücher dort auszuwählen („Vanfarin – Von Untoten und Totems“, „An seiner Seite“ und „Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Mörderische Ostern“)

Ihr könnt mich kostenlos unterstützen, indem ihr auf „Fan werden“ klickt (dazu ist eine Registrierung bei Startnext erforderlich).
Wer in Erwägung zieht, demnächst ein Taschenbuch oder ein E-Book von mir zu kaufen, den bitte ich, dies über das Crowdfunding zu tun. Bei entsprechender Verfügbarkeit ist eine Lieferung auch schon früher möglich als im angegebenen Zeitraum.
Ihr habt auch die Möglichkeit, meine drei neuen Bücher dort auszuwählen („Vanfarin – Von Untoten und Totems“, „An seiner Seite“ und „Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Mörderische Ostern“)

Der Link zum Crowdfunding:

https://www.startnext.com/teilnahme-buchberlin-2019

Jahresrückblick – mit Ausblick auf 2019

2018 war für mich in schriftstellerischer Hinsicht ein sehr produktives Jahr. Sieben Bücher sind erschienen: Der historische Gay Romance Sammelband „Frei und doch verbunden“ und das Spinoff „Ein Mann namens Flora“ sowie die Novelle „Maskiert“ (alle hier zu finden).
Außerdem zwei Fälle meiner viktorianischen Gelegenheitsdetektivin Miss Murray,
Berlingtons Geisterjäger 3 – Die Türme von London“ und meine erste Gegenwarts-Gay-Romance „Die Rolle seines Lebens
Desweiteren habe ich eine Neuauflage meines Steampunk-Abenteuer-Romans „Der Stern des Seth“ veröffentlicht.

Lesungen und Veranstaltungen
Anfang des Jahres habe ich zusammen mit Asmodina Tear eine Lesung in der Parallelwelt Kulturbar gemacht, die gut besucht war. Weitere Lesungen folgten auf der Keks-Con in Hannover, der Unicon in Kiel und der Nordcon in Hamburg, sowie auf der Book Oldesloe in Bad Oldesloe.

Im Sommer gab es das von mir organisierte 6. Hamburger Steampunk Picknick, für mich eine schöne Gelegenheit, viele Bekannte wiederzusehen und das bei wunderbar sommerlichem Wetter.

Zusammen mit meinen Autorenkollegen Jan Gießmann habe ich Ende November die Buchmesse Buch Berlin „unsicher“ gemacht, dort haben wir uns einen Stand geteilt. Es war für mich wieder sehr schön, alte und neue Gesichter zu sehen, interessante Gespräche zu führen und einfach die angenehme Atmosphäre zu genießen. Ich hätte mit einigen auch gern länger gesprochen, aber das war im allgemeinen Trubel nicht so gut möglich. Was die Buchverkäufe betrifft, hat es sich nicht nur für mich rundum gelohnt, auch von mehreren anderen AutorInnen und VerlegerInnen habe ich in dieser Hinsicht viel Positives gehört.

Im November habe ich auch zum ersten Mal am NaNoWriMo teilgenommen und einen persönlichen Rekord aufgestellt: Innerhalb von nur zwei Wochen habe ich die Rohfassung zu Miss Murrays drittem Kriminalfall geschrieben.

Ausblick auf 2019

Mein nächstes Buch steht bereits in den Startlöchern: „Orangen und Schokolade“ erscheint am 17. Januar 2019 und hiermit begebe ich mich auf Neuland in dreifacher Hinsicht – es ist meine erste Hetero-Romanze, ich verwende hier abwechselnd für die beiden Hauptfiguren die Ich-Perspektive und das Buch spielt in meiner Wahlheimat Hamburg.

Für das Frühjahr habe ich die Veröffentlichung von Miss Murrays dritten Kriminalfall geplant, der gerade bei Testleserinnen ist.

Außerdem wird 2019 mein erster High Fantasy Roman erscheinen, der zur Zeit
ebenfalls noch bei Testleserinnen ist.

Zur Zeit schreibe ich auch an einer Fortsetzung für „Die Rolle seines Lebens“.

Außerdem wird es auch einen vierten, in sich abgeschlossenen Band zu „Berlingtons Geisterjäger“ geben, eventuell Ende 2019 oder Anfang 2020.

Die Buchcover und Titel für diese vier neuen Bücher sind bereits fertig, aber die sind noch streng geheim. 😉

Wenn alles klappt, könnt ihr euch euch also 2019 auf mindestens vier oder fünf neue Bücher von mir freuen und ich werde wahrscheinlich auch wieder auf mehreren Veranstaltungen anzutreffen sein.

Und sonst?
Da bei mir immer wieder Plotbunnys vorbeihoppeln – diese kleinen oder auch größeren Ideen, die sich vielen AutorInnen aufdrängen, während sie gerade an einem ganz anderen Text schreiben – plane und schreibe ich bereits an mehreren weiteren Projekten, über die ich jetzt aber noch nicht mehr verraten möchte.

Kommt gut ins Neue Jahr, feiert schön und bleibt gesund!

Ein Protagonisteninterview von Amalia Zeichnerin und Ester D. Jones

… mit den Protagonisten aus „Frei und doch verbunden“ sowie „Das verbotene Verlangen des Earls / Die verlorene Liebe des Earls“

»Danke, dass du dir Zeit genommen hast, mich zu besuchen.« Bettina Kiraly (alias Ester D. Jones) lässt ihre Kollegin Amalia Zeichnerin eintreten, die in der Dunkelheit vor der Tür steht. »Du hast einen weiten Weg nach Niederösterreich auf dich genommen, um mit mir über Historic Gay Romance zu plaudern.«

Bettina bittet Amalia ins Wohnzimmer. »Darf ich dir etwas anbieten? Eine Tasse Kaffee vielleicht? Oder trinkst du lieber Tee?«

Amalia: »Danke, ich trinke beides gern. Was ist dir denn lieber?«

Bettina: »Ich vertrage Kaffee nicht so gut. Darum trinke ich lieber Tee. Ich habe da auch eine ganz besondere Sorte mit dem Namen „Love“. Passender geht es nicht.«

Bettina: »Können wir gleich zum eigentlichen Thema kommen? Ich will dich nicht zu lange aufhalten. Kannst du mir erzählen, wie du das mit der Recherche für deine Bücher machst? Gay Romance in historischen Romanen richtig darzustellen, ist aus meiner Sicht sehr schwierig.«

Amalia: »Ich habe schon für frühere Bücher viel recherchiert, vor allem über das 19. Jahrhundert. Auch, was Themen wie Homosexualität in dieser Zeit angeht. Es ist ja so, dass es schon seit dem 18. Jahrhundert und auch schon davor in den größeren europäischen Städten bereits Vorläufer queerer Communities gab, die aber im Verborgenen bleiben mussten, weil (männliche) Homosexualität verboten war. Natürlich ist vieles verloren gegangen, weil es ein Tabuthema war, aber einiges davon konnte doch überliefert werden. Meine Bücher spielen fast alle in England und für mich ist es ein Segen, dass ich auf Englisch recherchieren kann. Ich habe auch schon englische Bibliotheken oder Archive mit Recherchefragen angeschrieben und dort hilfreiche Antworten erhalten. Und wie machst du es mit der Recherche?«

Bettina: »Ich habe als Ester mit historischen Liebesromanen begonnen. Mein Grundwissen stammt also aus Dutzenden von Regencyromanen. Als ich selbst in diesem Genre zu schreiben begonnen habe, war das Internet meine Hauptinformationsquelle. Ich versuche, historisch möglichst genau zu sein. Aber klar ist, dass sich die Ladys zur damaligen Zeit lange nicht so selbstbewusst, selbstbestimmt oder gar rebellisch verhalten haben. Um eine überzeugende Handlung zu schreiben, die heutige Leser anspricht, muss man als Autor die damalige Realität ein wenig zurechtbiegen. Ich habe bei meiner zweiteiligen Romanreihe gemerkt, dass es Spaß macht, gleich für zwei Helden zu schwärmen. Ich liebe das historische Ambiente. Geht es dir genauso? Was macht für dich den besonderen Reiz aus, diese Art von Büchern zu schreiben?«

Amalia: »Ich hatte schon als Jugendliche ein Interesse an Geschichte und auch an historischen Settings. Ich schätze, da kommt bei mir so eine nostalgische Ader durch. Ich bin auch ein bisschen im Steampunk-Bereich unterwegs, der ja auch viel von Historischem inspiriert ist. Es erfordert eine andere Art zu schreiben, als ein Gegenwartsroman. Man muss ein bisschen altmodisch klingen, aber auch nicht zu sehr.«

Bettina: »Genau. Die Sprache liebe ich auch sehr. So ein bisschen verschnörkelt ist schon toll. Deine Geschichte um Jacob und Nicholas hat mir übrigens sehr gut gefallen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie verwirrend es für einen Mann in der damaligen Zeit gewesen sein muss, das erste Mal mit seiner Sehnsucht nach einem anderen Mann konfrontiert zu werden. Diese Überlegung hat mich auf die Idee zu meiner Geschichte gebracht. Was hat bei dir den Ausschlag gegeben?«

Amalia: „Das weiß ich heute gar nicht mehr so genau. Die Idee zur Geschichte von Jay und Nicholas ist mir schon vor etwa drei Jahren gekommen. Ich glaube, damals kam das zustande als eine Art Variante zu der klassischen Robinson-Crusoe-Geschichte. Ich hab mich damals gefragt, was könnte mit zwei Männern passieren, die auf einer einsamen Insel stranden?“

Link zu den historischen Gay Romance Novellen von Amalia Zeichnerin:
http://amalia-zeichnerin.net/historische-gay-romance/

Die beiden schwärmen den restlichen Abend von ihren Protagonisten und den Geschichten, die nur darauf warten, noch geschrieben zu werden. Die beiden Autorinnen vergessen über ihrer Fachsimpelei die Zeit. Und irgendwann schlafen sie einfach ein.

Ein Geräusch weckt Amalia ein paar Stunden später. Abrupt schreckt sie hoch. Sie kann nicht sagen, was genau sie gehört hat. Aber sie will Ester nicht wecken und schleicht sich in die Küche, um sich etwas zu trinken zu holen.

Als sie ins Wohnzimmer zurückkommt, hat sich Ester aufgesetzt. »Ich wusste nicht, dass du weitere Gäste eingeladen hast.«

Amalia runzelte die Stirn. »Welche Gäste?«

Ester zeigt in die Ecke, in der vier Männer in historischen Kostümen stehen. Mit einem Kopfschütteln versucht Amalia, den Nebel in ihren Gedanken loszuwerden. Vermutlich spielt ihr ihre Fantasie einen Streich.

Dann kneift sie die Augen zusammen. Nanu? Der junge Mann dort sieht doch genau aus wie … aber natürlich! Bei dem Mann handelt es sich um Sebastian, den Earl of Broomfield aus dem Roman »Das verbotene Verlangen des Earls«. Der Mann Anfang zwanzig mit den blonden Haaren und den grünen Augen ist unverkennbar. Der Mann daneben scheint Mitte dreißig zu sein und hat schwarzes Haar und blaue Augen. Das muss Lucian, der Earl of Westminster, sein.

»Darf ich bekannt machen?«, ergreift dieser das Wort und deutet auf den jüngeren Mann neben ihm. »Dies ist Sebastian, Earl of Broomfield.«

Amalia deutet einen Knicks an und stellt sich vor.

Ester streckt die Hand aus, zieht sich dann aber zurück und verbeugt sich stattdessen. »Wie aufregend. Ich bin ganz aus dem Häuschen, euch … ähm … Sie zu sehen.«

»Es freut mich, Sie kennenzulernen«, sagt ein ebenfalls etwas älterer Mann, der nun aus dem Schatten heraustritt. Er hat dunkles Haar und scharfgeschnittene Gesichtszüge. »Mein Name ist Nicholas Aldersmith. Darf ich vorstellen, mein Freund Jacob Ealing.« Er deutet auf einen braungebrannten Mann mit zerzaustem Haar, der eine Verbeugung andeutet.

»Was ist denn jetzt mit dem Interview?«, drängelt Sebastian. »Wir haben nicht ewig Zeit.«

»Interview?« Amalia schaut verdutzt.

»Sie haben uns doch herbestellt, weil Sie uns einige Recherchefragen stellen wollten«, erklärt Sebastian. »Wir haben uns extra hierherbemüht.«

»Äh… ja, selbstverständlich. Natürlich«, stottert Amalia und versteht kein Wort. »Das Interview.«

Sie bittet ihre Gäste, sich zu setzen. Dann räuspert sie sich. »Ähm, habe ich Ihnen vorab genaue Informationen gegeben, worüber ich mich mit Ihnen unterhalten will?«

»Über unser … nun, ja … außergewöhnliches Privatleben. Können Sie sich nicht mehr daran erinnern? Fühlen Sie sich vielleicht nicht wohl?«

»Nein, nein. Alles gut.« Amalia bemüht sich um ein Lächeln. » Ester, magst du vielleicht mit den Fragen beginnen, während ich uns Tee aufsetze?«

»Eine großartige Idee«, meint der Earl of Westminster. »Mein Mund ist ganz trocken.«

Ester nickt. »Dann lege ich gleich mal los. Earl of Westminster, sind Sie auf der Suche nach der Dame fürs Leben? Oder sind Sie gar schon verlobt?«

Der Earl of Westminster errötet. »Dieses Thema breite ich eigentlich nicht in der Öffentlichkeit aus. In Wahrheit habe ich meine Gedanken dazu erst einem Menschen anvertraut. Aber ich verstehe, dass Ihr die Information für Eure Recherche benötigt. Darum vertraue ich Euch an, ich habe das Thema Heirat für mich abgeschlossen. Offen gesagt ist mir bewusst, einer Ehefrau nicht die Verbundenheit bieten zu können, die sie verdient hat. Ich glaube nicht, dass Liebe in einer Ehe unbedingt eine Rolle spielen muss. Doch meine dunklen Gelüste … In Eurer Zeit ist so etwas tatsächlich nicht verboten? Es fällt mir dennoch schwer, es zu gestehen. Ich fühle mich zu Männern hingezogen. Ich wäre nicht in der Lage, mit einer Frau zusammenzusein. Im biblischen Sinne. Ich könnte keinen Nachfahren zeugen. Warum sollte ich also eine Frau an mich binden und sie damit unglücklich machen?«

Amalia kommt mit dem Tee zurück und stellt ihn auf dem Tisch ab. Bevor sie vier Tassen vollschenkt und weiterreicht. »Earl of Broomfield, ich hörte, Sie haben eine Schwäche für Kunst. Mögen Sie etwas darüber erzählen?«

Earl of Broomfield: »Ich liebe die Arbeiten Devonos, genauso wie der Earl of Westminster, wenn ich Euch darauf hinweisen darf. Wir haben gemeinsam eine Ausstellung dieses außergewöhnlichen Künstlers besucht. Seine Werke … Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Sie berühren mein Herz, wärmen mich bis in die Fingerspitzen. Ich male selbst, müsst Ihr wissen. Mir fehlt es an Talent, um mich mit Devonos zu vergleichen. Ich bemühe mich um größtmöglichen Realismus. Dennoch fürchte ich, dass meine Kunst nicht ausreicht, um andere Menschen dadurch zu erreichen.«

Der Earl of Westminster legt dem Earl of Broomfield eine Hand auf die Schulter. Wärme leuchtet in seinem Blick. Ein sanftes Lächeln liegt auf seinem Gesicht. »Deine Gemälde strahlen eine unglaubliche Kraft aus. Die Bilder, die du von mir gemalt hast … ich habe mich niemals so lebensfroh, so weich, so perfekt gesehen wie auf deinen Kunstwerken. Du schaffst damit etwas Besonderes. Zweifle niemals an dir.«

Earl of Broomfield: »Dein Vertrauen in mich macht mich zu einem besseren Künstler. Aber ich glaube, so genau wollte die junge Lady das gar nicht hören.«

Link zu Bettina Kiralys Veröffentlichungen:
http://bettina-kiraly.at/veroeffentlichungen/

Amalia: »In unserer Zeit dürfen Homosexuelle ihre Orientierung frei ausleben. Wenn man als Gentleman solche Tendenzen bei sich selbst entdeckt, muss das wohl ein wahrer Schock sein. Wie habt Ihr herausgefunden, wonach es Euch verlangt? Könnt Ihr Eure Bedürfnisse auf irgendeine Art und Weise ausleben?«

Nicholas Aldersmith nimmt einen Schluck vom Tee: »Nun, einen Schock würde ich es nicht nennen. Ich meine, man wacht schließlich nicht eines Tages auf und stellt fest, dass man sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt, nicht wahr? Es war für mich eine längere Entwicklung, Beobachtungen meiner Gefühle über Wochen und Monate hinweg – reichlich Gefühlsverwirrungen in meiner Jugendzeit. Irgendwann wurde mir schließlich klar, dass ich anders bin als andere Männer. Ich bin ein rationaler, praktisch veranlagter Mensch. Ich sah für mich zwei Möglichkeiten. Entweder konnte ich mich nun mein Leben lang dafür martern, dass ich nicht wie andere Männer bin. Oder das Beste daraus machen. Ich habe mich für Letzteres entschieden.  Und ich habe bald festgestellt, dass ich nicht allein bin mit solchen Gefühlen und auch zu meiner Zeit gibt es bereits Wege, diese etwas andere Sexualität auszuleben, wenn auch im Verborgenen. In meinem Fall war das zum Beispiel ein Molly House

Jacob Ealing: »Nennen Sie mich gern Jay, wenn Sie möchten. In meinem Fall ist es noch komplizierter. Ich habe erst durch meine Begegnung mit Nicholas begriffen, dass ich mich nicht nur zu Frauen, sondern auch zu Männern hingezogen fühlen. Bis wir uns kennenlernten, war das nie ein Thema für mich. Ich meine, natürlich gab es Männer, die ich mochte, z.B. andere Matrosen auf den Schiffen, auf denen ich zur See gefahren bin. Aber ich habe das immer für rein freundschaftliche Gefühle gehalten. Oder vielleicht habe ich auch verdrängt, dass vielleicht mehr dahinterstecken könnte. Ich war sehr naiv, fürchte ich. Aber dass zwei Männer einander lieben können, das ist zu unserer Zeit etwas, über das nicht gesprochen wird. ich hatte also niemanden, mit dem ich jemals über meine verwirrten Gefühle sprechen konnte. Bis ich Nicholas getroffen habe.«

Earl of Westminster: »Für mich hat es einen echten Schock dargestellt, als ich gemerkt habe, dass ich mich in meinen jungen Jahren in meinen besten Freund verliebt habe. Ich habe es erst nicht verstanden, habe dagegen angekämpft und mich für diese Verwirrung gehasst. Es war von Anfang an klar, dass dieser andere Mann nicht das Gleiche für mich empfindet. Doch später habe ich jemanden gefunden, der mir erklärt hat, wie und wo ich meine Gelüste ausleben kann. Es existieren Häuser, in denen sich Männer für Geld dafür zur Verfügung stellen. Erst in letzter Zeit ist mir klargeworden, dass das nicht ansatzweise mit der Nähe zu einem Menschen zu vergleichen ist, der einem etwas bedeutet.«

Earl of Broomfield: »Ich dachte, ich hätte mich in Lady Rose verliebt. Ich bin davon ausgegangen, eine Ehefrau an meiner Seite wäre mir vorbestimmt. Aber dann habe ich den Earl of Westminster näher kennengelernt. Wir haben Zeit miteinander verbracht, weil ich von ihm die Erlaubnis wollte, um seine Schwester zu werben. Sobald Lucian, also der Earl of Westminster, sich mir gegenüber nicht mehr ablehnend verhalten hat, haben wir festgestellt, wie viel wir gemeinsam haben. Ich habe begonnen, ihn zu mögen. Und schließlich wurde aus unserer Zuneigung noch etwas Größeres. Ich kann mich unendlich glücklich schätzen, diese Erfahrung mit ihm teilen zu dürfen.«

Ester: »Vielen Dank, meine Herren, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben.«

Amalia springt auf. »Müssen Sie schon gehen? Wie schade! Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich mit Ihnen zu unterhalten. Vielleicht können Sie noch ein wenig bleiben?«

Nicholas Aldersmith: »Es ist an der Zeit. Auch wenn wir Ihre Gastfreundschaft sehr genossen haben.«

Earl of Westminster: »Sie beide sind sehr interessante Damen. Natürlich dürfte ich so etwas in der Vergangenheit nicht aussprechen. Aber wenn ich nach Ihren enthusiastischen, lebhaften Charakteren gehe, ist das in Ihrer Zeit anders.«

Ein Poltern lässt Amalia herumfahren. Vor dem Haus scheint ein Unwetter zu toben. Warum hat sie das Toben des Sturms zuvor noch nicht wahrgenommen? »Ich hätte noch so viele Fragen. Haben Sie vielleicht noch ein paar Augenblicke, damit ich mich nach Ihren Zukunftsplänen erkundigen kann?«

Der Earl of Broomfield schüttelte den Kopf. Er wirkt nervös. »Es ist Zeit für unseren Aufbruch. Ich wünschte tatsächlich, wir können in dieser Zeit der unendlichen Möglichkeiten für Männer wie uns noch ein wenig bleiben. Doch das können wir leider nicht in die Realität umsetzen.«

Jacob Ealing: »Möglicherweise gelingt es uns, Ihnen den Fortgang unserer Geschichte irgendwie zu übermitteln. Auch wenn unser Besuch nur kurz gedauert hat, so hat er dennoch bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Vielen Dank für die Hoffnung, die Sie uns für die Zukunft gemacht haben.«

Amalia will sich bei den Männern noch für ihre Offenheit bedanken, doch das Unwetter wird stärker. Das Heulen des Windes ist nun so laut, dass sie nichts anderes als das Klopfen ihres Herzens hören kann. Die vier Männer nickten sich zu und gehen Richtung Ausgang. Sie öffnen die Tür und lassen einen kalten Luftstoß ins Haus.

Während einer nach dem anderen nach draußen tritt, kneift Amalia die Augen zum Schutz vor dem Sturm zusammen. Plötzlich wird sie von einem Lichtstrahl von draußen geblendet. Er ist viel zu hell, um von einer Straßenlaterne zu stammen. Sie dreht den Kopf weg.

»Tut mir leid«, hört sie Bettinas Stimme sagen. »Ich wollte dich nicht wecken. Leider habe ich den falschen Lichtschalter erwischt.«

Amalia blinzelt gegen das Licht. Plötzlich sitzt sie wieder auf der Couch und entdeckt Bettina an der Wohnzimmertür. Der Autorenkollegin ist das schlechte Gewissen deutlich anzusehen. »Kein Problem. Ich hatte gerade einen seltsamen Traum.«

»Hoffentlich habe ich dich nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt geweckt.«

»Wie man es nimmt.« Amalia lächelt. »Unsere Helden haben mich besucht. Ich konnte mich mit deinen Earls und mit Jacob und Nicholas unterhalten. Gerne hätte ich noch länger mit ihnen über ihr Leben geplaudert. Aber ich glaube, ich darf von Glück sagen, sie überhaupt persönlich getroffen zu haben.«

»Jetzt bin ich tatsächlich etwas neidisch.« Bettina dimmt das Licht und kommt wieder zur Couch. »Eigentlich sollten wir ja schlafen gehen. Es ist kurz vor vier. Vermutlich kann ich jedoch kein Auge zutun. Erzählst du mir von deiner Begegnung?«

»Sehr gerne. In meinem Traum warst du bei dem Gespräch anwesend. Schade, dass du dich nicht mehr daran erinnern kannst.«

»Stimmt. Aber du bist eine tolle Geschichtenerzählerin. Ich bin mir sicher, in wenigen Minuten habe ich das Gefühl, tatsächlich dabei gewesen zu sein.«

——–

Zur Zeit gibt es übrigens bei Lovelybooks eine Verlosung mit Taschenbüchern zu „Frei und doch verbunden“.

Gewinnspiel zur Neuveröffentlichung „Die Rolle seines Lebens“

Mein neuer Roman „Die Rolle seines Lebens“ erscheint am 28. September.

Esteban, ein amerikanischer Schauspieler mit mexikanischen Wurzeln, zieht zu seinem Freund nach London. Dieser trennt sich allerdings von ihm, da er mit Estebans Depressionen nicht zurechtkommt. Esteban hat erst mal die Nase voll von Beziehungen, doch dann lernt er den englischen Schauspieler Oliver kennen…

Eine Leseprobe gibt es hier, als herunterladbares PDF:
http://amalia-zeichnerin.net/wp-content/uploads/2018/09/Die-Rolle-seines-Lebens-Leseprobe.pdf

Gewinnspiel mit Buchstabenrätsel
Unter allen richtigen Einsendungen verlose ich 4 E-Books im Wunschformat (epub oder mobi).
Um teilzunehmen, löse bitte das folgende Buchstabenrätsel und sende mir eine E-Mail mit der Lösung an: amaliazeichnerin(at)gmx.de
oder schreibe mir eine Nachricht mit der Lösung an meine Facebook-Autorenseite: https://www.facebook.com/pg/amaliazeichnerin/

Einsendeschluss: Samstag, 13.10.2018, Mitternacht.
Teilnahme ab 18. Deine E-Mail-Adresse wird von mir ausschließlich für dieses Gewinnspiel verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.


Buchstabenrätsel

Unterstreiche oder notiere dir die jeweiligen Buchstaben, die vor den richtigen Lösungen stehen. Bei jeder Frage gibt es nur eine richtige Lösung. Aus allen so erhaltenen Buchstaben kannst du das Lösungswort bilden, wenn du die Buchstaben dafür in die richtige Reihenfolge bringt.

1. Was ist der oder die Emmy?

B – eine Abkürzung für Emmentaler Käse
O – ein amerikanischer Preis für Fernsehserien
G – der Spitzname von Emma Watson
H – die Abkürzung für English Music Media Youth (Award)

2. Welcher dieser Stadtteile ist nicht in Los Angeles?

C – Hollywood
D – Granada Hills
P – Staten Island
I – Westwood

3. Was gibt es immer bei Filmpremieren?

F – ein Spalier, durch das die Gäste hindurchgehen
M – einen Sektempfang
N – zu Beginn wird die Landeshymne gesungen
E – einen roten Teppich

4. Welcher dieser Schauspieler hat sich als schwul geoutet?

N – Jake Gyllenhaal
A – Richard Dean Anderson
E – Neil Patrick Harris
Y – Ethan Hawke

5. In welchem Londoner Stadtteil steht der Turm Big Ben?

S – Westminster
C – Chelsea
V – Southwark
A – Kensington

6. Was gibt es im Hyde Park? (nur eines ist richtig)

N – Madison Square Garden
F – Speaker‘s Corner
S – eine Seilbahn
B – einen Friedhof

7. Welches der folgenden Gerichte ist nicht mexikanisch/spanisch?

C – Tortillas
R – Lasagne
K – Quesadillas
E – Burritos

8. Welcher dieser Begriffe stammt nicht aus dem Schauspielbereich?

V – Method acting
L – Improvisation
P – Komparse
N – NSC

9. Welcher dieser Titel gehört nicht zu einem Musical?

I – Breakfast at Tiffany‘s
V – Into the woods
M – My fair Lady
O – Rent

10. Welcher dieser Filme oder Serien hat schwerpunktmäßig ein queeres Thema?

M – Call the midwife
W – Margin Call
D – The Call
E – Call me by your name