Interview mit Saskia Dreßler

Im Interview zeige ich auch Bücher von Saskia, die they veröffentlicht bzw. mit herausgegeben hat.
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Hallo Saskia, danke, dass du dir die Zeit nimmst für ein Interview.

Du bist als Autor*in und Herausgeber*in tätig und bietest auch Workshops an. Außerdem machst du die wöchentliche Mitmachaktion #Queergelesen (auf Instagram und im Fediverse) zu verschiedenen Themen rund um Queerness in der Literatur. Was gefällt dir an diesen Tätigkeiten besonders?

Ich glaube, das sind zwei Aspekte, die mir bei allen Tätigkeiten besonders gefallen:
Der erste Aspekt ist der Kontakt mit Menschen – sei es live oder online. Ich mag es mich mit anderen über Themen auszutauschen, die mir wichtig sind. Sei es, dass ich bei Workshops mein Wissen weitergeben kann und auch etwas dazu lerne. Oder sei es, dass ich neue Texte durch das Herausgeben von Anthologien kennenlerne und Erfahrungen bei #Queergelesen teilen kann. Auch im Schreiben haben wir Kontakt mit Menschen auf verschiedenen Ebenen, den ich nicht missen möchte.
Der zweite Aspekt ist für mich eher ein ideeller. Ich finde es wichtig Geschichten zu schreiben oder aufzuklären über Marginalisierungen, die mich betreffen. Natürlich finde ich es auch wichtig, dass wir Figuren in Geschichten haben, die nicht alle unsere Marginalisierungen teilen – aber der Umgang mit einem Sensitivity Reading ist etwas anderes. Beim Schreiben meiner Marginalisierung geht es mir vor allem darum auch unterhaltend Aspekte meiner Marginalisierung der lesenden Person näher zu bringen. Hier können sich betroffene Personen wiederfinden, während alle anderen eine neue Sichtweise kennenlernen können – und damit sind wir wieder beim Kontakt und der Kreis zwischen den Aspekten, die mir bei allen verschiedenen Tätigkeiten gefallen.

Erzähl uns bitte etwas über dein neues Buch. Wann und wo erscheint es, und wie bist du auf die Idee dazu gekommen?

Mein neuestes Buch »Geisterfall« ist Band 1 einer vierbänden Yokai-Punkreihe (Fußnote 1). Das Buch erscheint Mitte/Ende Mai beim Weltenruder Verlag und die Geschichte spielt in den 1920ern in Tokyo. Es ist eine Geschichte, die sich zu großen Teilen an der realen Geschichte und realen Gegebenheiten der Zeit orientiert – aber eben nur zum Teil. Es gibt eine enge Verflechtung mit der japanischen Mythologie und einen etwas veränderten Technikstand.
Die Idee der Geschichte begleitet mich seit 2021. Witzigerweise kam mir zuerst die Idee für das Prequel, was 1870 spielen sollte – aber an die Geschichte habe ich mich nicht getraut. Stattdessen habe ich gedacht, dass es leichter wäre 4 Bände zu schreiben. Kleiner Spoiler: Ist es natürlich nicht.
Am Anfang der Idee standen für mich drei Dinge: Erstens meine Faszination für die japanische Geisterwelt und den spannenden Hintergründen dazu und zweitens ein Gesellschaftskonzept, was ich gerne erzählen wollte. Und drittens hatte ich die letzte Szene zuerst bildlich im Kopf – bevor ich meine Figuren oder irgendwas wirklich kannte. Von dieser Szene und meinen theoretischen Ausgangsgedanken zum Gesellschaftskonzept, bin ich dann weitergegangen und alles hat sich entwickelt.

Klappentext:
Vor Jahren hat ein Pakt das Verhältnis der japanischen mythologischen Wesen Yōkai und Yūrei zu den Menschen neu geregelt – aber nicht alle halten sich daran.
Der berühmte Schriftsteller Nakahara-san wird von der jungen Sai tot aufgefunden. Noch bevor sie den Fund melden kann, wird sie von einer Gruppe Yōkai und Yūrei entführt.
Deren Detektivbüro Himitsu glaubt an eine übernatürliche Einmischung und möchte den Fall aufklären – kann dabei aber keine menschliche Einmischung gebrauchen. Doch ein mächtiger Kami hat andere Pläne. Er trägt Sai auf, als Vermittlerin zwischen Himitsu und den Menschen zu dienen. Das ist auch notwendig, denn der totgeglaubte Schriftsteller ist wieder sehr lebendig.
Spannende Urban Fantasy in einem technisch alternativen Tōkyo der 1920er – mit einem sprechenden Kater.
Das Buch erscheint am 28. Mai 2026 im Weltenruder Verlag.


Welche Figur im Roman, abgesehen von deinen Hauptfiguren, magst du besonders, und warum?

Ich möchte vier Nebenfiguren euch mitgeben, die ich besonders gerne mag und ich zähle sie mal in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Buch auf: Da haben wir die Vermieterin von Sais Schlafplatz (Sai ist dabei unsere menschliche Hauptfigur) Frau Yamada. Diese ist für mich so nahbar. Sie lästert gerne und hat ein bisschen eine konservative Lebensauffassung, aber genau das macht sie als Figur mich so lebendig.
Und dann möchte ich noch meinen zweiköpfigen Tanuki Makoto hervorheben. Dey wäre gerne ein Tanuki, der große Erfindungen machen würde – doch leider schlägt das immer … ein bisschen fehl.
Außerdem habe ich Keiko als Figur (hier bleibe ich mit Absicht ein bisschen vage) so ins Herz geschlossen, dass sie in anderen Teilen definitiv wieder vorkommen wird. Keiko ist als Figur einfach wunderbar direkt und kämpft für ihren eigenen Platz im Leben und in der Gesellschaft. Außerdem ist sie eine der Figuren, die Sai in Tokyo relativ offen aufnimmt – wo es sonst eher Probleme gibt.

Was steht als nächstes für dich an? Auf Instagram und auf deiner Webseite hast du eine ganze Reihe an Buchprojekten vorgestellt, an denen du arbeitest – schreibst du an mehreren parallel, oder eines nach dem anderen, wenn du das verraten magst?

Das ist eine gute Frage! Ich habe ja bei Schreibprojekten immer das Problem mit der Motivation. Das hängt sehr eng mit meiner Neurodivergenz bzw. den Neurodivergenzen zusammen. Bei Kurzgeschichten ist das nicht so ein großes Problem, aber je länger ein Projekt dauert, desto mehr muss ich mir Strategien überlegen, um am Projekt zu bleiben. Parallel arbeiten funktioniert bei mir nur bedingt. Eine Kurzgeschichte dazwischen zu schieben, ist immer möglich – bei längeren Projekten müssen die in unterschiedlichen Zuständen sein. Beispielsweise schreibe ich an einem die Rohfassung und versuche beim anderen einen Teil zu überarbeiten.
Im Moment gerade warte ich noch auf eine Verlagsrückmeldung für ein Projekt. Für dieses gebe ich einfach das Stichwort »Pirat*innen«. Sonst habe ich am Anfang des Jahres eine Abstimmung auf Patreon gemacht. Diese war für alle zugänglich und es konnte entschieden werden, welches meiner Projekte gerade am interessantesten ist. Hier hat – mit weitem Abstand – mein Arcanepunk-Gerichtsdrama gewonnen. Hier muss ich noch ein bisschen etwas am Weltenbau arbeiten, aber es freut mich schon sehr ein Gerichtsdrama zu schreiben. So was habe ich in der Phantastik noch nicht so oft gelesen.

Du gibst auch manchmal Workshops für Autor*innen. Was für Erfahrungen hast du damit gemacht? Schreibe auch gern, wo man deine Workshops finden kann.

Mit den Schreibworkshops habe ich im letzten Jahr begonnen. Meine kleine Premiere hatte ich auf der Leipziger Autor*innenrunde, bei der ich über die Darstellung von neurodivergenten Figuren und Mental Health in Geschichten gesprochen habe. Daraus hat sich mein erster Workshop »Neurodivergenz & Schreiben« entwickelt.
Mir hat die Erfahrung super viel Spaß gemacht. Ich kenne Lehre bisher vor allem im Studiumsumfeld und es ist schon ein kleiner Unterschied, ob ich vor Studierenden einen Lehrinhalt halte oder vor Autor*innen. Ich war echt überrascht, dass es doch einige Personen gab, die sich für meinen Themenbereich interessieren.

In diesem Jahr gibt es bei mir drei neue Workshops zu den Themen »Mental Health Repräsentation«, »Let’s get Punk – Ein Überblick über Punkgenre« und »Anime und Manga: Was können wir von ihnen vom Schreiben lernen?«, und dazu kommt die Wiederholung des Workshops »Neurodivergenz & Schreiben«. Die Workshops sind alle etwas unterschiedlich aufgebaut und für mehr Informationen würde ich meine Webseite (siehe unten) empfehlen. Die Terminabstimmung für die Workshops beginnt im April, und wer sich davor bei mir per E-Mail auf die Interessent*innenliste gesetzt hat, kann beim Termin mitbestimmen. Der offizielle Anmeldungsstart ist im Mai – und ich freue mich natürlich über alle, die sich für die Themen interessieren!

Sprechen wir kurz über progressive Phantastik und Diversität. Was hat sich aus deiner Sicht in den vergangenen paar Jahren diesbezüglich auf dem Buchmarkt verändert? Ist die Phantastik zumindest teilweise progressiver geworden oder war mehr Diversität in der Literatur nur eine Art kurzer Trend?

Ich glaube, dass gleichzeitig viel Gutes und viel Negatives passiert. Ich sehe positive Trends in Bezug auf Awareness und das Aufkommen von diversen Figuren und Plots in der Kleinverlagsebene und bei Selfpublishenden. Auf der anderen Seite sind Großverlage, meiner Meinung nach, noch sehr hinterher. Da ist der englische Buchmarkt uns meilenweit voraus. Unsere Wirtschaftslage und unser Konsumverhalten zieht das Problem mit sich nach, dass die Gruppen, die progressiver sind (eben die Kleinverlage und Selfpublishenden) sehr große Probleme haben zu überleben. Viele müssen irgendwann aufgeben, weil die Kapazität (sowohl finanziell wie auch mental) nicht mehr reicht. Diese Entwicklung sehe ich sehr kritisch – und hier habe ich noch gar nicht begonnen über die Verwendung von KI in der Buchbranche zu reden.

Was die verschiedenen Facetten von Diversität betrifft, habe ich das Gefühl, dass es bestimmte Facetten gibt, die akzeptierter sind als andere. Allein im queeren Spektrum sehen wir dieses Phänomen: So sind Geschichten mit schwulen Protagonisten (jetzt mal die Darstellung davon herausgenommen) relativ weitverbreitet. Schwieriger wird es da schon mit Geschichten mit lesbischen Figuren und von weiteren Aspekten des queeren Spektrums will ich da gar nicht anfangen. Ähnliches lässt sich auch auf andere Arten von Diversität übertragen. Ich glaube, dass wir auf einen guten Weg sind, aber insgesamt gibt es doch noch einiges zu tun.

Wenn du zwei Wünsche frei hättest, was würdest du dir von Leser*innen und dem deutschsprachigen Buchmarkt wünschen?

Ich glaube, mein erster Wunsch ist »Offenheit« und das auf verschiedenen Ebenen. Ich wünsche mir die Offenheit von Lesenden sich auf Geschichten einzulassen, die vielleicht diverser oder jenseits von Erzählkonventionen sind, die wir kennen. Außerdem wünsche ich mir die Offenheit von Verlagen, dass sie Autor*innen und Literatur, die divers sind, fördern. Wagt doch etwas, denn nur so kann sich langfristig die Literaturlandschaft ändern.

Und mein zweiter Wunsch ist speziell an Lesende gerichtet: »Euer Konsumverhalten bestimmt den Markt mit«. Ich glaube nämlich, dass das ein Punkt ist, der sehr vergessen wird. Wir sind nicht einfach den Verlagen ausgeliefert. Mit unserem Kaufverhalten, den Trends, auf die wir aufspringen, oder die Bücher und Verlage, die wir supporten, werden gesehen, und Verlage passen sich daran an. Feiert doch einfach mal diverse Geschichten und zeigt, dass wir so etwas lesen wollen!

Gibt es noch etwas, was du gern ansprechen möchtest?

Tatsächlich möchte ich allgemein erwähnen: Wenn ihr diverse Literatur sucht, dann schaut euch die Kleinverlagslandschaft und Selfpublishende an. Gebt den Büchern eine Chance und unterstützt diesen Personenkreis. Da reicht es schon, wenn ihr einen Social Media-Beitrag teilt oder kommentiert. Ich glaube, wer sich da ein bisschen rein wagt, kann da ziemlich gute Bücher entdecken!

Wo kann man dich online finden?

Hier meine kleine Auflistung:
Webseite: https://saskiadressler.com/
Mastodon: @seitenweiser.literatur.social
Bluesky: @ seitenweiser.bsky.social
Instagram: @dresslersaskia
Twitch: https://www.twitch.tv/saskiadressler

Kann man dich in diesem Jahr irgendwo auf Lesungen, Messen, Conventions treffen?

Es ist zwar noch ein bisschen in der Bewegung, aber auf folgenden Veranstaltungen könnt ihr mich treffen:

16.05. & 17.05.: FaRK
29.05. – 31.05.: DoKomi (hier aber wahrscheinlich nur Samstag und Sonntag)
31.10. & 01.11.: Buch Berlin

Sonst ist noch in der Planung:
01.08. & 02.08.: Krähenfee
22.08 & 23.08.: Contaku Magdeburg

Alles weitere – auch was Lesungen betrifft – wird sich wohl noch ergeben. Da findet ihr in meinem Newsletter oder auf Social Media dann die aktuellen Informationen.

Fußnote:
(1) Yokai: Yōkai (japanisch 妖怪) sind Figuren des japanischen Volksglaubens, die mit unerklärlichen Geschehnissen und Phänomenen assoziiert werden. Sie sind mit Dämonen, Kobolden, Gestaltwandlern, Gespenstern und Geistern im deutschen Volksglauben vergleichbar. Heutzutage ist Yōkai ein Oberbegriff für übernatürliche Wesen.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Y%C5%8Dkai)

Bestellaktion

Foto: Thought Catalogue, Unsplash

Ich bin auch in diesem Jahr nicht auf Messen oder Cons mit einem Stand. Ich lebe mit Existenzminimum und kann mir es nicht leisten, auf gut Glück Bücher für eine Veranstaltung drucken zu lassen, ohne zu wissen, ob sie alle verkauft werden. Darüber hinaus bin ich Risikopatient*in, was Covid betrifft und vermeide Großveranstaltungen.

Deshalb freue ich mich um so mehr, wenn Leute bei mir Taschenbücher bestellen, die ich gern signiere und dazu gibt es dann auch einige Goodies.

Also mache ich nun eine allgemeine Bestellaktion:
Sucht euch bei Interesse ein Buch von mir (oder auch mehrere) aus.
Meine Veröffentlichungen gibt es hier, nach Genres sortiert und mit
Leseproben: https://amalia-zeichnerin.net/veroeffentlichungen/
Viel Spaß beim Stöbern.

Das gewünschte Buch bestelle ich dann für euch, signiere es auf Wunsch und obendrauf gibt es wie gesagt noch einige Goodies, z.B. Sticker und Tee. Ihr bekommt das Buch als Warensendung per Post, mit einer Rechnung. Bitte erst nach Erhalt der Sendung zahlen, das ist mit Paypal oder Banküberweisung möglich.

Versandkosten:
Bei einem einzelnen Buch kostet der Versand 2,70 € (Porto für eine Warensendung),
bei mehreren Bücher versende ich ein DHL-Päckchen oder Paket (Preis für die Versandkosten auf Nachfrage).

Bitte schreibt mir eine E-Mail an amaliazeichnerin(at)gmx.de mit dem gewünschten
Buch, eurer Postadresse für den Versand und einer Angabe, ob ihr eine Signierung
haben möchtet oder nicht (und falls ja, mit welchem Namen von euch oder einer anderen Person, falls ihr das Buch verschenken möchtet).
Alternativ könnt ihr mir auch eine Nachricht in Social Media schreiben, hier im Linktree sind meine Profile zu finden.

Gute Buch-Alternativen zu „Harry Potter“ und der „Wizarding World“

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Inhaltswarnung: Transfeindlichkeit, anti-trans Aktivismus (erwähnt)

Kürzlich wurde bekannt: Die erste Staffel der HBO-Serienverfilmung von „Harry Potter“ soll ab Weihnachten 2026 gezeigt werden. Und ich rufe hiermit dazu auf, sie sich nicht anzuschauen. Es sei denn, ihr wollt eine Milliardärin finanziell unterstützen, die sich seit mehreren Jahren aktiv gegen trans Rechte einsetzt, auch massiv mit ihrem Geld – und dieser anti-trans Aktivismus, auch von anderen Akteuren, hat in UK unter anderem zu transfeindlichen Gesetzesänderungen geführt. Wenn ihr dies nachlesen wollt, weil es so unglaublich klingt, befragt bitte eine Suchmaschine eures Vertrauens oder schaut z. B. hier (Fußnote 1). Besagte Milliardärin wird auch an dieser neuen Serienverfilmung mitverdienen. Zu diesem Thema kann ich auch einen Instagrambeitrag von Cosplaytearoom empfehlen (Fußnote 2).

Ich weiß, dass viele Leute mit „Harry Potter“ angenehme Kindheits- oder Jugenderinnerungen verbinden, sei es mit den Büchern, den Filmen, Games oder dem Gemeinschaftsgefühl im Fandom, oder noch aus anderen Gründen. Wenn ihr euch von all dem nicht trennen könnt, was ihr im Laufe der Zeit gekauft habt, behaltet es. Schreibt weiter Fanfictions oder kreiert Fanart, wenn ihr dieses Fandom nicht loslassen könnt.

Aber kauft bitte keinen neuen Merch, keine neuen „Harry Potter“ oder „Wizarding World“-Produkte. Denn auch damit unterstützt ihr die Milliardärin, deren Name ich hier nicht nenne.

Und wenn ihr meine Ansichten in dieser Angelegenheit zu radikal oder übertrieben findet, dann entfolgt mir bitte in Social Media oder blockiert mich. Trans Rights are Human Rights. Und ich kann die Kunst nicht von den Kunstschaffenden trennen, wie ich hier in diesem Blogbeitrag geschrieben habe.

Und nun etwas Positives: Es gibt inklusive Fantasy-Literatur von diversen Autor*innen, die sich mit Magie, Hexen, Zauberern, Hexen- oder Zauberschulen befassen (oder Ähnlichem) und die diverser sind als „Harry Potter“ und die „Wizarding World“. Von mir gibt es außerdem die Reihe „Hexen in Hamburg“ (keine Jugendbücher, sondern für junge und ältere Erwachsene).

Hier einige Bücher und Buchreihen, die mir empfohlen wurden:

Aiden Thomas: „SOL. Die Rache der Obsidians“ Starke Freundschaften und queere Rivals to Lovers | Fantasywelt voller Götter und Monster | Für Leserinnen und Leser ab 12

Aiden Thomas „Yadriel und Julian. Cemetery Boys“ Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2023 | New York Times Bestseller Autor | Urban Fantasy mit queerer Romance #OwnVoices

Und die Fortsetzung. Aiden Thomas: „Espíritu. Cemetery Boys“ Geister, Dämonen und queere Romance | Urban Fantasy mit einfühlsamer LGBTQ+-Representation | Band 1 nominiert für den Jugendliteraturpreis

Theresa Bells Reihe „Sepia“ – Band 1: „Sepia und das Erwachen der Tintenmagie“

Rick Riordan: „Percy Jackson 1: Diebe im Olymp“ Moderne Teenager, griechische Götter und nachtragende Monster – die Fantasy-Bestsellerserie ab 12 Jahren

Rick Riordan: „Magnus Chase 1: Das Schwert des Sommers“ – Ein Loser soll Ragnarök aufhalten? Lustiges Fantasy-Abenteuer ab 12 Jahren über nordische Mythen und einen (fast) normalen Typen

Rick Riordan hat mehrere Jugendbuchreihen geschrieben, hier eine Übersicht über sein gesamtes Werk auf Deutsch:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rick_Riordan#Werke

Noah Stoffers: „A Midsummer’s Nightmare“ Dark Academia – Schottland – Shakespeare – queere Own-Voice-Fantasy an einem Elite-College

Zu einem Aufruf von mir für Buchtipps schrieb Desiderius Rainbow:
„Ich schmeiße mal meine Magier aus meiner Mânil-Reihe in die Runde! Contemporary-Fantasy zum Wohlfühlen: ein intensiver, skurriler und magischer Mix aus cozy Happyplace und düster-bösem Psychochaos mit Tiefgang, Casual Queerness, Neurodivergenz, own voice und viel Subtext. „Mânil – Einfach nur der Anfang“, „Mânil 2 – Keine Leinenpflicht in Katurath’ka“ und am 30.4. erscheint „Mânil 3 – Irgendwas mit neuen Jacken“, ist auch schon vorbestellbar. Ich bin Selfpublisher und zusätzlich zu meiner Geschichte stammen auch die Cover und sämtliches Design aus meiner Feder.“ Diese Buchreihe ist für Erwachsene.

Wolf September: „Grisper Castle: Eine Gay-Romantasy“ (Grisper Castle – Ein Schloss in Schottland – Cosy-Mystery 1) Vierteilige Buchreihe

Wolf schreibt: „[Meine Buchreihe] spielt in einem alten Schloss in Schottland, mit Magie, Geistern, alten Geheimnissen und einer Gruppe Figuren, die gemeinsam Rätsel lösen. Also eher Mystery/Cozy mit magischen Elementen. Ich würde die ersten beiden Bände ab 16 empfehlen, das es dort spicy Szenen gibt, ab Band 3 ab 12“

Jamie Enderlein: Die sechsteilige Buchreihe „Abra Kandelabra“
Band 1: „Hexenhut und Hokuspokus“

Fußnoten

(1) Inhaltswarnung zum englischsprachigen Artikel: sehr viel Transfeindlichkeit, Ace-Spektrum-Feindlichkeit.
„A Complete Breakdown of the J.K. Rowling Transgender-Comments Controversy“ https://www.glamour.com/story/a-complete-breakdown-of-the-jk-rowling-transgender-comments-controversy

(2) Der Instagrambeitrag von Cosplaytearoom:
„“This is why, in 2026, you should stop to cosume any Harry Potter related content – if you care at all about trans people.“
https://www.instagram.com/p/DWWPxiVisS9/

Tipp für Autor*innen: Lest keine 1-Sterne-Rezensionen über eure Bücher

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Um meinen Tipp zu erklären, muss ich ein bisschen weiter ausholen. Ich gehe davon aus, dass ihr eure Bücher nicht mit gen. KI geschrieben habt und dass sie vor der Veröffentlichung bereits durch mehrere Hände gegangen sind: Testlesende (bzw. Betalesende), Lektorat, Korrekturlesung… und von all diesen Leuten habt ihr Feedback erhalten und eure Bücher entsprechend bearbeitet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung habt ihr also euer Bestes gegeben. Und dann habt ihr das Buch losgelassen, es sozusagen hinaus in die Welt getragen.

Und nun kommt ein großes Aber: Ihr habt keinen Einfluss darauf, ob Leser*innen, die euer Buch kaufen oder ausleihen, es mögen oder nicht. Es wird Menschen geben, die eure Bücher ganz schlecht finden oder sogar hassen. Und auch wenn es unglaublich klingt: Das ist okay, akzeptiert das. Nach meiner Erfahrung kann man es einfach nie allen Lesenden recht machen. Das ist ja auch kein Wunder, denn alle Bookies haben unterschiedliche Vorlieben, bisherige Leseerfahrungen, verschiedene Erwartungen an Bücher und das kann sich auch im Laufe der Zeit verändern. Ich habe schon mehrfach Bücher abgebrochen, und das geschah nur selten, weil ich sie ganz schlecht fand. Sie trafen einfach meinen persönlichen Geschmack nicht oder ich hatte etwas anderes erwartet.

Kommen wir zu den 1-Sterne-Rezensionen und warum ich dazu rate, sie nicht zu beachten. Negative Erfahrungen werden im Gehirn viel stärker abgespeichert als positive Erfahrungen, was auch evolutionäre Gründe hat, aber ich möchte jetzt hier keine Biologie 101-Stunde starten. Entsprechend werden euch negative Rezensionen viel mehr zusetzen, als positive euch erfreuen, um es mal überspitzt zu formulieren.

Ich habe früher oft die 1-Sterne-Rezensionen zu meinen Büchern gelesen. Bis ich festgestellt habe, wie unglaublich mich das herunterzieht. Es hat mich demotiviert und teilweise richtig fertiggemacht. Ich kam mindestens zwei Mal an einen Punkt, an dem ich alles hinwerfen und nie wieder ein Buch veröffentlichen wollte. Und das nur, weil einige Person sich an meinem Buch abgearbeitet hatten und in der Rezension lange Rants darüber verfasst hatten, wie schrecklich es doch sei. Während andere Lesende genau dieses Buch gern gelesen hatten oder es sogar sehr gut fanden.

Häufig zeigen negative Rezensionen vor allem eines: Dass der persönliche Geschmack der lesenden Person nicht getroffen wurde. Klar, es gibt auch negative Rezensionen mit konstruktiver Kritik, die einen als Autor*in weiterbringen könnte. Aber solche Rezensionen sind zumindest nach meiner Erfahrung eher selten. Bitte bedenkt auch: In erster Linie werden Rezensionen von Leser*innen für andere Leser*innen geschrieben – fragt Buchblogger*innen, wenn ihr mir nicht glaubt. Und nicht selten sind negative Rezensionen auch sehr kurz und wenig aussagekräftig. Oder auf einen Rezensionstext wird ganz verzichtet und stattdessen gibt es nur eine 1-Stern-Bewertung. Und dann gibt es leider auch noch die Fälle, in denen sehr negative Rezensionen häufig mit einem anonymen Nickname geschrieben werden, um bestimmten Autor*innen gezielt zu schaden. Ja, das gibt es leider wirklich, ich habe schon mehrfach von entsprechenden Fällen gehört.

Ihr müsst euch übrigens auch nicht mit jeder Meinung zu eurem Buch beschäftigen. Ihr seid kein Kummerkasten, in dem frustrierte Lesende ihren Frust über ein aus ihrer Sicht misslungenes Buch abladen können.

Und wenn ihr trotz allem wissen wollt, was in den negativen Rezensionen zu euren Büchern steht – fragt vielleicht eine befreundete Person, die etwas Abstand zum Thema hat, ob sie diese an eurer Stelle liest – ist konstruktive Kritik dabei, könnte eure befreundete Person sie euch mitteilen und über den Rest schweigen, um damit eure Nerven zu schonen.

Ich möchte diesen Beitrag mit einem Zitat beschließen, das ich immer wieder gern hervorhole: „Was sie rezensieren, ist nicht das, was ich geschrieben habe. Was sie rezensieren, ist ihre Erfahrung mit dem, was ich geschrieben habe.“
(Misha Magdalene)

Bookies, wir müssen reden

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Ich blogge ungefähr seit 2020 über Diversität, Repräsentation in der Literatur, Inklusion und Queerfeminismus. Aber ich habe nur eine kleine Plattform mit geringer Reichweite. Und selbst wenn ich Leute erreiche, hat natürlich nicht jede Person Zeit und Lust, meine Blogbeiträge zu lesen.

Kürzlich las ich einen Beitrag von Levi Elliott, den ich sehr empfehlen kann, hier zu finden:
https://www.instagram.com/p/DV01ihPE8kd

Und ich selbst habe auch schon an anderer Stelle von diesen Anspruchshaltungen mancher Leser*innen gehört: Leute, die sich Bi_PoC Figuren als weiß vorstellen, weil das für sie bequemer sei. Neopronomen in einem Buch seien zu anstrengend und genderneutrale Sprache (oder Gendersternchen und vergleichbare Sonderzeichen) ebenso.

Da frage ich mich: Wenn solche Leser*innen schon mit entsprechenden fiktiven Figuren nicht zurechtkommen, wie gehen sie dann eigentlich im Alltag mit ihren marginalisierten Mitmenschen um?

Oder sind manche Leute mittlerweile von ChatGPT und Co. so sehr eine „Yes, man“-Haltung gewohnt, also eine ständige positive Bestätigung ihres Daseins, dass sie sich nicht mehr empathisch auf Lebenserfahrungen einlassen können oder wollen, die ihrer eigenen nicht entspricht?

Und dann der Anspruch, der Book Space solle doch bitte unpolitisch sein. Ich möchte euch gern etwas dazu sagen, das ich schon öfter angesprochen habe: Wer eine Community, einen Space, eine Subkultur oder eine andere Gruppierung „unpolitisch“ haben möchte, lädt damit praktisch rechtskonservative und rechtsextreme Leute ein. Und damit nicht genug, diese Leute bringen ihren rechtskonservativen und rechtsextreme Freundeskreis mit, während marginalisierte Leute erst an den Rand gedrängt werden und letztendlich aus der entsprechenden Community vertrieben werden, weil sie sich darin nicht (mehr) sicher fühlen können. Und das kann nicht in eurem Sinne sein, oder?

Ich lade euch ein, euch weiterzubilden. Das geht auch kostenlos. Hier gibt es von mir eine „Literaturliste rund um Diversität“, mit Artikel, Büchern, Podcasts und mehr. Viele, nicht alle, beziehen sich auf Literatur und richten sich an Autor*innen, aber es sind auch mehrere dabei, die allgemein auf die betreffenden Themen eingehen.

Auch in meinem Blog gibt es zahlreiche Artikel, alle ebenfalls kostenlos.
Bitte ins Suchfeld beim Blog Stichworte nach Wunsch eingeben, z.B. „Diversität“, „Repräsentation“, „Inklusion“, „Feminismus“, „Patriarchat“, „Ableismus“, „Rassismus“, „queer“, „Queerfeindlichkeit“ oder andere, die zu diesem Themenbereich passen.

Wo bekommt ihr meine Bücher?

Grundsätzlich gilt: Taschenbücher könnt ihr jederzeit direkt bei mir bestellen, einfach eine
E-Mail an amaliazeichnerin(at)gmx.de mit dem gewünschten Buch senden.
Ich signiere sie gern und lege Goodies mit bei. Ihr bekommt von mir eine Warensendung mit einer Rechnung. Diese bitte erst nach dem Erhalt zahlen.

E-Books:
Alle meine im Selfpublishing veröffentlichten E-Books sind erhältlich via Tolino Media, d.h. in allen online Buchhandlungen, außer Amazon und Kindle Unlimited. Die in Verlagen erschienenen E-Books gibt es zusätzlich wie bisher auf Amazon.

Taschenbücher:
Die folgenden Taschenbücher (Romane und Novellen) gibt es nur bei Amazon, sie können aber auch direkt bei mir bestellt werden:

Der Stern des Seth
Berlingtons Geisterjäger 1 – Anderswelt
Berlingtons Geisterjäger 2 – Mördernächte
Berlingtons Geisterjäger 3 – Die Türme von London
Berlingtons Geisterjäger 4 – Untotentanz
Vanfarin – Von Untoten und Totems
Frei und doch verbunden
Sein wahres Selbst
Ein Mann namens Flora
Maskiert
Die Rolle seines Lebens
An seiner Seite

Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Cleveland Street
Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Theatergeist
Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Mörderische Ostern
Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Kunstraub in Kensington
Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Manege frei für einen Mord
Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Adel vernichtet

Die folgenden Taschenbücher (Romane, Novellen, Kurzgeschichtenband, Essayband) sind überall im Buchhandel bestellbar und es gibt sie auch auf Amazon:

Das Herz eines Rebellen
Orangen und Schokolade
Ein göttliches Paar
Diversity in der Literatur
Love & Crime 101
Post Mortem
In Vino Veritas
Memento Mori
Queer durch die Märchenwelt: Der Prinz, der mich liebte
Regency Park
Hexen in Hamburg: Verflucht
Hexen in Hamburg: Verliebt
Hexen in Hamburg: Verbrannt
Die vielen Farben der Liebe
Geisterhaft
Liebeswirren und Sommerwind
Unser Vorstadtidyll
Nox and the Shadows
Blutige Flügel
Francis und das Gasthaus der Geister
Ein Konzert für einen guten Zweck mit den Demonettes
Mikaels Entscheidung

Diese Bücher könnt ihr auch direkt beim Verlag bestellen, als Taschenbuch oder
E-Book:

Francis und das Gasthaus der Geister (Link zur Seite des Buches im Dead Soft Verlag)

Post Mortem (Link zur Seite des Buches im Dryas Verlag)
In Vino Veritas (Link zur Seite des Buches im Dryas Verlag)
Memento Mori (Link zur Seite des Buches im Dryas Verlag)

Einen Überblick über all meine Veröffentlichungen gibt es wie immer hier,
nach Genres sortiert und mit Leseproben bei den Büchern.

Meine Pläne für 2026

(Lesezeit: 2 Minuten)
Update am 18.12. 2025 wegen einer Änderung
Ich stehe 2026 für Lektorate und/oder Sensitivity Readings zur Verfügung, aber bitte bei Interesse anfragen, ob ich im gewünschten Zeitraum Kapazitäten habe. So viel kann ich schon einschätzen: Im ersten Quartal des Jahres lege ich teilweise eine Pause ein, damit ich meine eigenen Buchprojekte weiter bearbeiten kann. Aber einzelne Kurzgeschichten kann ich in diesem Zeitraum für ein Lektorat und/oder Sensitivity Reading unterbringen.

Das unkommerzielle Buchprojekt „Stimmen aus der schwarzen Szene: Interviews mit Goths“ ist fertig und es war mir ein Fest!

Ich möchte Band 4 von „Hexen in Hamburg“ bearbeiten und veröffentlichen (anvisiert ist der 20. Juni, also kurz vor der Sommersonnenwende – die Geschichte beginnt mit einer Sommersonnenwendfeier.)

Außerdem möchte ich Band 5 der „Hexen in Hamburg“ schreiben (oder zumindest damit anfangen), die Veröffentlichung habe ich geplant für Oktober 2027, denn in der Geschichte sind Samhain und Halloween wichtig. Das ist der finale Band der Reihe. Er schließt auch gewissermaßen den paganen/Hexen-Jahreskreis, denn in Band 1 spielt die Wintersonnenwende eine Rolle.

2026 möchte ich auch meinen Fantasyroman weiter bearbeiten, der von einer Sekte handelt. Angesiedelt ist er übrigens in meiner Fantasywelt Vanfarin, die Handlung spielt einige Jahre nach „Vanfarin – Von Untoten und Totems“. Es handelt sich jedoch nicht um eine Fortsetzung und es geht auch um ganz andere Figuren.

Das sind übrigens die letzten eigenen Buchprojekte, die ich noch umsetzen möchte. Danach ist Schluss, stattdessen konzentriere ich mich auf Lektorate und Sensitivity Readings für andere Autor*innen. Außerdem werde ich wie bisher hobbymäßig Fanfictions und kostenlose Blogbeiträge schreiben, letzteres auch ein bisschen für aktivistische Themen, wie für den Diversity Dienstag – zumindest ist das mein Plan. Aber: meine bisher veröffentlichten Bücher werden weiterhin erhältlich sein, als E-Books und Prints (Mit einer Ausnahme: E-Books nicht mehr auf Amazon, die Gründe dafür habe ich vor kurzem hier beschrieben.)

Bestellaktion mit Goodies

Bei mir gibt es Phantastik (z.B. Low, High und Urban Fantasy), viktorianische Krimis und Queer Romance, bzw. auch Gay Romance-Romane.

Auch in diesem Jahr bin ich nicht auf Messen oder Cons mit einem Stand. Ich lebe seit mehreren Jahren mit Existenzminimum und kann mir es nicht (mehr) leisten, auf gut Glück Bücher für einen Stand auf einer Veranstaltung drucken zu lassen, ohne zu wissen, ob sie alle verkauft werden. Darüber hinaus bin ich Risikopatienty, was Covid betrifft und meide Großveranstaltungen. Deshalb freue ich mich um so mehr, wenn Leute bei mir Taschenbücher bestellen, die ich gern signiere. Dazu gibt es auch einige Goodies.

Die Einzelheiten zur Bestellaktion:
Sucht euch bei Interesse bis Sonntag, 31. August 2025, ein Buch von mir (oder auch mehrere) aus. Meine Veröffentlichungen gibt es hier, nach Genres sortiert und mit Leseproben:
https://amalia-zeichnerin.net/veroeffentlichungen/
Viel Spaß beim Stöbern.

Das gewünschte Buch bestelle ich für euch, signiere es auf Wunsch und obendrauf gibt es, wie gesagt, noch einige Goodies, z.B. schicke Bleistifte, Sticker und Tee.
Ihr bekommt das Buch als Warensendung per Post, mit einer Rechnung.
Versandkosten: 2,55 € für ein einzelnes Buch, bei mehreren Büchern versende ich diese mit einem DHL-Paket (entsprechend sind die Versandkosten etwas höher). Bitte erst nach Erhalt der Sendung zahlen, das ist möglich mit Paypal oder Banküberweisung.

Bitte schreibt mir eine E-Mail (siehe Kontakt) mit dem gewünschten Buch, eurer Postadresse für den Versand und einer Angabe, ob ihr eine Signierung
haben möchtet oder nicht (und falls ja, mit welchem Namen von euch oder einer anderen Person, falls ihr das Buch verschenken möchtet).

Lieber im Buchhandel bestellen?
Einen Großteil meiner Bücher könnt ihr das ganze Jahr und überall im Buchhandel bestellen. Einige der älteren Taschenbücher gibt es allerdings nur bei Amazon, fragt im Zweifel gern bei mir nach. Alle E-Books gibt es überall zu kaufen, wo es E-Books gibt.

Autorenportrait im Bild: © Marco Ansing

Interview mit Simon Rhys Beck vom Dead Soft Verlag

(ca. 4 Minuten Lesezeit)
Der Dead Soft Verlag ist spezialisiert auf Gay Bücher (aka schwule Literatur, m/m, achillean) und feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wollte ich gern ein Interview mit dem Verleger, Simon Rhys Beck machen.

Wie bist du vor 25 Jahren auf den Namen Dead Soft gekommen und warum die Giraffe?

Vor 25 Jahren war der Name noch ein anderer, Alter Ego, den musste ich leider ändern. Aber „dead soft“ stand dann relativ schnell fest. Ich hatte den Ausdruck, als Steigerung von „soft“ in einem Interview in der Attitude gelesen und habe sofort gedacht, dass dieser Ausdruck perfekt zu den Büchern passt, die ich veröffentlichen möchte. Die Giraffe ist auch „dead soft“, außerdem gibt es unter den Giraffen häufiger mal queere Verpaarungen – und Giraffen sind schon echt cool.

Hat sich aus deiner Sicht viel verändert in der Buchbranche, seit du den Verlag gegründest hast? Und sind Gay Bücher immer noch (oder wieder) eher ein Nischenthema? Wie schätzt du das ein?

Ja, es hat sich unheimlich viel geändert in der Branche; abgesehen von den technischen Möglichkeiten. In der Anfangsphase von dead soft gab es weder Digitaldruck noch Social Media. Erst war „gay“ ein Nischenthema, dann gab es auf einmal eine riesige, positive Welle mit viel Beachtung. Dieses Hoch wurde dann von Amazon wieder „eingedampft“ durch die Einführung von Kindle Unlimited mit einer unüberschaubaren Anzahl von Neuveröffentlichungen. Und nun haben wir eine Verlagskrise, die sowohl große als auch kleine Verlage betrifft. Ein Nischenthema ist Gay Unterhaltungsliteratur allerdings immer noch. Da ist noch Luft nach oben.

In diesem Jahr gebt ihr eine Jubiläums- und Benefizanthologie mit winterlichen und weihnachtlichen Kurzgeschichten heraus. Worauf kann sich eure Leserschaft freuen und an welches Tierschutzprojekt spendet ihr die Einnahmen?

Die Jubiläumsanthologie „Raue Nächte & (be-) sinnliche Zeit“ enthält 13 winterliche oder weihnachtliche Kurzgeschichten mit bereits bekannten und beliebten Protagonist*innen. Es sind Geschichten mit Figuren, von denen die Leser*innen gern mal wieder etwas lesen wollten. Allerdings ist es auch durchaus möglich, die Geschichten zu lesen, ohne die Vorgeschichten zu kennen. Vielleicht wird der ein oder die andere auch neugierig auf die entsprechenden Romane.

Wir haben noch nicht entschieden, an welchen Verein gespendet wird (es stehen 2-3 zur Auswahl). Auf jeden Fall haben alle Autor*innen auf ihre Tantiemen verzichtet zugunsten des Tierschutzes, was mich sehr freut.

Ihr seid genremäßig sehr vielfältig aufgestellt: Contemporary Romance, Erotik / BDSM / Kink, Fantasy (z.B. Urban, Low und High Fantasy), Krimis/Thriller, New Adult, Dystopie … kürzlich ist außerdem das Jugendbuch „Das Geheimnis des siebten Hundes“ von Bianca Nias bei euch erschienen, das ab 12 Jahren empfohlen wird. Gibt es denn bei euch bei all diesen Genres einen Schwerpunkt auf ein bestimmtes, oder verteilt sich das ungefähr gleich? Und wird es eventuell weitere queere Jugendbücher bei euch geben?

Nein, es gibt keinen speziellen Schwerpunkt. Ich versuche, das Programm so weit gefächert wie möglich zu halten. „Das Geheimnis des siebten Hundes“ ist auch nicht das einzige Jugendbuch, das wir im Programm haben. Es gibt auch noch meinen Roman „Ares Geheimnis“. Ich persönlich würde es begrüßen, weitere Titel in diesem Bereich zu veröffentlichen. Außerdem haben wir eine Kategorie für New Adult Romane, also mit jüngeren Protagonisten, da geht es oft auch um Coming of Age und Coming Out. Was mir allerdings wichtig ist bei der Auswahl, dass es sich um Unterhaltungsliteratur mit einem Happy End handelt.

Welche Bücher erscheinen demnächst bei euch, wenn du schon etwas darüber verraten kannst?

Ich plane das Programm immer recht flexibel, im Gegensatz zu anderen Verlagen wahrscheinlich, bei denen das 2025er Programm schon steht. Als Nächstes erscheinen auf jeden Fall der High Fantasy Roman „Anhaga“ von Lisa Henry, Band 6 der Nothing Special Reihe von A.E. Via, Band 3 der Snow & Winter Reihe von C.S. Poe, Band 3 der Starfig Investigations von Megan Maslow und Bitten by Her von Annabella Jacobs.

Gibt es in der nächsten Zeit Lesungen mit Büchern aus eurem Verlag, und falls ja, wo?

Es gibt immer mal wieder Lesungen, aber ich habe da im Moment keine konkreten Termine vorliegen. Am besten informiert ist man, wenn man uns auf Social Media (Instagram und Facebook) folgt.

Wo kann man eure Bücher kaufen, bzw. wie kann eure Leserschaft euch als Kleinverlag am besten unterstützen?

Am besten unterstützt man uns durch den Kauf über unsere Website www.deadsoft.de – ansonsten kann man alle Bücher über den Buchhandel bestellen, oder natürlich im Online-Buchhandel. Eine große Hilfe sind natürlich immer Rezensionen und Erwähnungen auf Social Media.

Gibt es noch etwas, das du gern ansprechen möchtest?

Ich möchte mich gern bei Dir für die Interviewanfrage bedanken und bei allen Leser*innen, die uns schon so lange begleiten und uns immer wieder so wertschätzende Rückmeldungen geben. Bleibt achtsam im Umgang mit anderen, Menschen wie Tieren. Wir leben hier alle miteinander und sollten versuchen, kein Lebewesen auszunutzen.

Vielen Dank für das Interview.

Der Verlag auf Instagram und auf Facebook.

Der Dead Soft Verlag ist auch auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, in Halle 1.2. am Stand G48 und ihr könnt dort auch mehrere der Autor*innen dort treffen.

Die zertrampelte Blume oder: Lasst Leuten ihre Freude an Dingen

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Stellen wir uns Folgendes vor: Eine Person schreibt in Social Media einen Beitrag über etwas aus der Popkultur, das ihr sehr gut gefallen hat. Ein Game, ein Film, eine Serie, ein Buch, eine Graphic Novel o.ä … vielleicht ist diese Person auch aktiv im entsprechenden Fandom, falls es eines gibt oder kennt bereits mehrere andere Werke der kunstschaffenden Leute, die an dem Werk beteiligt waren.

Ich habe früher auch öfter mal in Social Media von etwas aus der Popkultur geschwärmt. Meine Erfahrung mit solchen Beiträgen: Es dauert oft nur wenige Minuten oder Stunden, bis die erste Person kommentiert: „Ich mochte Film X überhaupt nicht.“
Oder:
„Die Serie Z fand ich total scheiße, weil …“
„Ich habe dieses Buch abgebrochen, was für ein Müll!“
„Dies, das und jenes hat mir gar nicht gefallen.“

Oder ähnliches. Sicherlich habt ihr schon solche Kommentare gelesen, oder vielleicht auch selbst geschrieben. Aus so unterschiedlichen Meinungen können sich theoretisch interessante Gespräche ergeben. Aber oftmals auch nicht, weil die Meinungen bereit feststehen. Oft basieren sie auf unterschiedlichen Geschmäckern, und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, wie das Sprichwort sagt.

Und ich möchte noch etwas zu bedenken geben: Es ist nicht immer auf den ersten Blick klar, wie viel ein Buch, ein Film, eine Serie etc. einer Person bedeuten oder auch nicht. Ein persönliches Beispiel und da muss ich bisschen ausholen: Ich habe gesundheitlich bedingt viele Schwierigkeiten in meinem Leben und lebe dauerhaft mit Existenzminimum. Ich kann vieles nicht machen, was für andere, privilegiertere Menschen überhaupt kein Problem ist, z.B. Urlaubsreisen oder größere Anschaffungen. Ich kann seit der Pandemie noch weniger als früher machen, weil ich zu den vulnerablen Gruppen, den Risikopatient*innen, gehöre. Ich musste zum Beispiel mein Hobby Fantasy-LARP an den Nagel hängen.

Wenn ich Filme oder Serien sehe oder Bücher lese, die mir richtig gut gefallen, sind diese für mich ein kleiner oder auch größerer Lichtblick zwischen all diesen Schwierigkeiten. Entsprechend bedeuten sie mir viel und ich persönlich möchte mir diese Lichtblicke nicht durch Kommentare kaputt machen lassen, die diese Filme, Serien, Bücher etc. miesmachen.

Ich versuche es mal mit einem Vergleich: Stellt euch vor, ihr habt eine seltene und wunderschöne Blume gefunden und mit nach Hause gebracht. Eurem Partner oder eurem Kind oder einer Freundin gefällt diese Blume aber überhaupt nicht. Anstatt sie euch zu lassen, trampeln sie darauf herum, bis die schöne Blume ganz zerknickt ist. Kein schönes Gefühl, oder? So ungefähr fühle ich mich, wenn ungefragt Dinge miesgemacht werden, die mir gefallen.

Und ich denke, wir alle brauchen Lichtblicke in diesen schweren Zeiten, angesichts all der Krisen in unserer Welt. Und das sieht eben für jeden unterschiedlich aus: Person A hat ein erfüllendes Hobby, Person B liest gern dieses oder jenes Genre, Person C geht gern ins Kino, Person D engagiert sich ehrenamtlich und so weiter und so fort. Mit anderen Worten und da wiederhole ich mich: Ihr wisst vielleicht gar nicht, was einer Person Freude macht oder ihr wichtig ist.

Deshalb, wie wäre denn Folgendes: Wenn ihr Beiträge seht, in denen Leute von einer Sache schwärmen und euch hat diese überhaupt nicht gefallen – scrollt einfach weiter. Das ist nicht schwer und ihr spart euch auch die Zeit, einen Kommentar zu verfassen. Oder fragt erst mal im Sinne von Konsens, ob die Person, die von dieser Sache so schwärmt, eine andere Meinung zu diesem Werk hören möchte oder lieber nicht.

Eine weitere gute Möglichkeit, die ich selbst auch nutze: Wenn ihr eure Meinung oder Kritik über diese Sache (Film, Buch, Serie etc.) kundtun wollt, kommentiert nicht ungefragt bei anderen, sondern schreibt einen eigenen Beitrag, in dem ihr dann auch erzählen könnt, was genau euch daran nicht gefallen hat. Ihr könnt auch dazu schreiben, ob ihr für eine Diskussion bzw. einen Meinungsaustausch offen seid oder nicht. Natürlich könnt ihr auch Rezensionen oder Bewertungen in entsprechenden Portalen, im eigenen Blog, o.ä. schreiben.

Den folgenden englischsprachigen Blogbeitrag habe ich schon öfter empfohlen und er passt auch hier wieder:

»On Spoilers, Critisism and Consent« von Xeledons Spiegel