Ein Protagonisteninterview von Amalia Zeichnerin und Ester D. Jones

… mit den Protagonisten aus „Frei und doch verbunden“ sowie „Das verbotene Verlangen des Earls / Die verlorene Liebe des Earls“

»Danke, dass du dir Zeit genommen hast, mich zu besuchen.« Bettina Kiraly (alias Ester D. Jones) lässt ihre Kollegin Amalia Zeichnerin eintreten, die in der Dunkelheit vor der Tür steht. »Du hast einen weiten Weg nach Niederösterreich auf dich genommen, um mit mir über Historic Gay Romance zu plaudern.«

Bettina bittet Amalia ins Wohnzimmer. »Darf ich dir etwas anbieten? Eine Tasse Kaffee vielleicht? Oder trinkst du lieber Tee?«

Amalia: »Danke, ich trinke beides gern. Was ist dir denn lieber?«

Bettina: »Ich vertrage Kaffee nicht so gut. Darum trinke ich lieber Tee. Ich habe da auch eine ganz besondere Sorte mit dem Namen „Love“. Passender geht es nicht.«

Bettina: »Können wir gleich zum eigentlichen Thema kommen? Ich will dich nicht zu lange aufhalten. Kannst du mir erzählen, wie du das mit der Recherche für deine Bücher machst? Gay Romance in historischen Romanen richtig darzustellen, ist aus meiner Sicht sehr schwierig.«

Amalia: »Ich habe schon für frühere Bücher viel recherchiert, vor allem über das 19. Jahrhundert. Auch, was Themen wie Homosexualität in dieser Zeit angeht. Es ist ja so, dass es schon seit dem 18. Jahrhundert und auch schon davor in den größeren europäischen Städten bereits Vorläufer queerer Communities gab, die aber im Verborgenen bleiben mussten, weil (männliche) Homosexualität verboten war. Natürlich ist vieles verloren gegangen, weil es ein Tabuthema war, aber einiges davon konnte doch überliefert werden. Meine Bücher spielen fast alle in England und für mich ist es ein Segen, dass ich auf Englisch recherchieren kann. Ich habe auch schon englische Bibliotheken oder Archive mit Recherchefragen angeschrieben und dort hilfreiche Antworten erhalten. Und wie machst du es mit der Recherche?«

Bettina: »Ich habe als Ester mit historischen Liebesromanen begonnen. Mein Grundwissen stammt also aus Dutzenden von Regencyromanen. Als ich selbst in diesem Genre zu schreiben begonnen habe, war das Internet meine Hauptinformationsquelle. Ich versuche, historisch möglichst genau zu sein. Aber klar ist, dass sich die Ladys zur damaligen Zeit lange nicht so selbstbewusst, selbstbestimmt oder gar rebellisch verhalten haben. Um eine überzeugende Handlung zu schreiben, die heutige Leser anspricht, muss man als Autor die damalige Realität ein wenig zurechtbiegen. Ich habe bei meiner zweiteiligen Romanreihe gemerkt, dass es Spaß macht, gleich für zwei Helden zu schwärmen. Ich liebe das historische Ambiente. Geht es dir genauso? Was macht für dich den besonderen Reiz aus, diese Art von Büchern zu schreiben?«

Amalia: »Ich hatte schon als Jugendliche ein Interesse an Geschichte und auch an historischen Settings. Ich schätze, da kommt bei mir so eine nostalgische Ader durch. Ich bin auch ein bisschen im Steampunk-Bereich unterwegs, der ja auch viel von Historischem inspiriert ist. Es erfordert eine andere Art zu schreiben, als ein Gegenwartsroman. Man muss ein bisschen altmodisch klingen, aber auch nicht zu sehr.«

Bettina: »Genau. Die Sprache liebe ich auch sehr. So ein bisschen verschnörkelt ist schon toll. Deine Geschichte um Jacob und Nicholas hat mir übrigens sehr gut gefallen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie verwirrend es für einen Mann in der damaligen Zeit gewesen sein muss, das erste Mal mit seiner Sehnsucht nach einem anderen Mann konfrontiert zu werden. Diese Überlegung hat mich auf die Idee zu meiner Geschichte gebracht. Was hat bei dir den Ausschlag gegeben?«

Amalia: „Das weiß ich heute gar nicht mehr so genau. Die Idee zur Geschichte von Jay und Nicholas ist mir schon vor etwa drei Jahren gekommen. Ich glaube, damals kam das zustande als eine Art Variante zu der klassischen Robinson-Crusoe-Geschichte. Ich hab mich damals gefragt, was könnte mit zwei Männern passieren, die auf einer einsamen Insel stranden?“

Link zu den historischen Gay Romance Novellen von Amalia Zeichnerin:
http://amalia-zeichnerin.net/historische-gay-romance/

Die beiden schwärmen den restlichen Abend von ihren Protagonisten und den Geschichten, die nur darauf warten, noch geschrieben zu werden. Die beiden Autorinnen vergessen über ihrer Fachsimpelei die Zeit. Und irgendwann schlafen sie einfach ein.

Ein Geräusch weckt Amalia ein paar Stunden später. Abrupt schreckt sie hoch. Sie kann nicht sagen, was genau sie gehört hat. Aber sie will Ester nicht wecken und schleicht sich in die Küche, um sich etwas zu trinken zu holen.

Als sie ins Wohnzimmer zurückkommt, hat sich Ester aufgesetzt. »Ich wusste nicht, dass du weitere Gäste eingeladen hast.«

Amalia runzelte die Stirn. »Welche Gäste?«

Ester zeigt in die Ecke, in der vier Männer in historischen Kostümen stehen. Mit einem Kopfschütteln versucht Amalia, den Nebel in ihren Gedanken loszuwerden. Vermutlich spielt ihr ihre Fantasie einen Streich.

Dann kneift sie die Augen zusammen. Nanu? Der junge Mann dort sieht doch genau aus wie … aber natürlich! Bei dem Mann handelt es sich um Sebastian, den Earl of Broomfield aus dem Roman »Das verbotene Verlangen des Earls«. Der Mann Anfang zwanzig mit den blonden Haaren und den grünen Augen ist unverkennbar. Der Mann daneben scheint Mitte dreißig zu sein und hat schwarzes Haar und blaue Augen. Das muss Lucian, der Earl of Westminster, sein.

»Darf ich bekannt machen?«, ergreift dieser das Wort und deutet auf den jüngeren Mann neben ihm. »Dies ist Sebastian, Earl of Broomfield.«

Amalia deutet einen Knicks an und stellt sich vor.

Ester streckt die Hand aus, zieht sich dann aber zurück und verbeugt sich stattdessen. »Wie aufregend. Ich bin ganz aus dem Häuschen, euch … ähm … Sie zu sehen.«

»Es freut mich, Sie kennenzulernen«, sagt ein ebenfalls etwas älterer Mann, der nun aus dem Schatten heraustritt. Er hat dunkles Haar und scharfgeschnittene Gesichtszüge. »Mein Name ist Nicholas Aldersmith. Darf ich vorstellen, mein Freund Jacob Ealing.« Er deutet auf einen braungebrannten Mann mit zerzaustem Haar, der eine Verbeugung andeutet.

»Was ist denn jetzt mit dem Interview?«, drängelt Sebastian. »Wir haben nicht ewig Zeit.«

»Interview?« Amalia schaut verdutzt.

»Sie haben uns doch herbestellt, weil Sie uns einige Recherchefragen stellen wollten«, erklärt Sebastian. »Wir haben uns extra hierherbemüht.«

»Äh… ja, selbstverständlich. Natürlich«, stottert Amalia und versteht kein Wort. »Das Interview.«

Sie bittet ihre Gäste, sich zu setzen. Dann räuspert sie sich. »Ähm, habe ich Ihnen vorab genaue Informationen gegeben, worüber ich mich mit Ihnen unterhalten will?«

»Über unser … nun, ja … außergewöhnliches Privatleben. Können Sie sich nicht mehr daran erinnern? Fühlen Sie sich vielleicht nicht wohl?«

»Nein, nein. Alles gut.« Amalia bemüht sich um ein Lächeln. » Ester, magst du vielleicht mit den Fragen beginnen, während ich uns Tee aufsetze?«

»Eine großartige Idee«, meint der Earl of Westminster. »Mein Mund ist ganz trocken.«

Ester nickt. »Dann lege ich gleich mal los. Earl of Westminster, sind Sie auf der Suche nach der Dame fürs Leben? Oder sind Sie gar schon verlobt?«

Der Earl of Westminster errötet. »Dieses Thema breite ich eigentlich nicht in der Öffentlichkeit aus. In Wahrheit habe ich meine Gedanken dazu erst einem Menschen anvertraut. Aber ich verstehe, dass Ihr die Information für Eure Recherche benötigt. Darum vertraue ich Euch an, ich habe das Thema Heirat für mich abgeschlossen. Offen gesagt ist mir bewusst, einer Ehefrau nicht die Verbundenheit bieten zu können, die sie verdient hat. Ich glaube nicht, dass Liebe in einer Ehe unbedingt eine Rolle spielen muss. Doch meine dunklen Gelüste … In Eurer Zeit ist so etwas tatsächlich nicht verboten? Es fällt mir dennoch schwer, es zu gestehen. Ich fühle mich zu Männern hingezogen. Ich wäre nicht in der Lage, mit einer Frau zusammenzusein. Im biblischen Sinne. Ich könnte keinen Nachfahren zeugen. Warum sollte ich also eine Frau an mich binden und sie damit unglücklich machen?«

Amalia kommt mit dem Tee zurück und stellt ihn auf dem Tisch ab. Bevor sie vier Tassen vollschenkt und weiterreicht. »Earl of Broomfield, ich hörte, Sie haben eine Schwäche für Kunst. Mögen Sie etwas darüber erzählen?«

Earl of Broomfield: »Ich liebe die Arbeiten Devonos, genauso wie der Earl of Westminster, wenn ich Euch darauf hinweisen darf. Wir haben gemeinsam eine Ausstellung dieses außergewöhnlichen Künstlers besucht. Seine Werke … Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Sie berühren mein Herz, wärmen mich bis in die Fingerspitzen. Ich male selbst, müsst Ihr wissen. Mir fehlt es an Talent, um mich mit Devonos zu vergleichen. Ich bemühe mich um größtmöglichen Realismus. Dennoch fürchte ich, dass meine Kunst nicht ausreicht, um andere Menschen dadurch zu erreichen.«

Der Earl of Westminster legt dem Earl of Broomfield eine Hand auf die Schulter. Wärme leuchtet in seinem Blick. Ein sanftes Lächeln liegt auf seinem Gesicht. »Deine Gemälde strahlen eine unglaubliche Kraft aus. Die Bilder, die du von mir gemalt hast … ich habe mich niemals so lebensfroh, so weich, so perfekt gesehen wie auf deinen Kunstwerken. Du schaffst damit etwas Besonderes. Zweifle niemals an dir.«

Earl of Broomfield: »Dein Vertrauen in mich macht mich zu einem besseren Künstler. Aber ich glaube, so genau wollte die junge Lady das gar nicht hören.«

Link zu Bettina Kiralys Veröffentlichungen:
http://bettina-kiraly.at/veroeffentlichungen/

Amalia: »In unserer Zeit dürfen Homosexuelle ihre Orientierung frei ausleben. Wenn man als Gentleman solche Tendenzen bei sich selbst entdeckt, muss das wohl ein wahrer Schock sein. Wie habt Ihr herausgefunden, wonach es Euch verlangt? Könnt Ihr Eure Bedürfnisse auf irgendeine Art und Weise ausleben?«

Nicholas Aldersmith nimmt einen Schluck vom Tee: »Nun, einen Schock würde ich es nicht nennen. Ich meine, man wacht schließlich nicht eines Tages auf und stellt fest, dass man sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt, nicht wahr? Es war für mich eine längere Entwicklung, Beobachtungen meiner Gefühle über Wochen und Monate hinweg – reichlich Gefühlsverwirrungen in meiner Jugendzeit. Irgendwann wurde mir schließlich klar, dass ich anders bin als andere Männer. Ich bin ein rationaler, praktisch veranlagter Mensch. Ich sah für mich zwei Möglichkeiten. Entweder konnte ich mich nun mein Leben lang dafür martern, dass ich nicht wie andere Männer bin. Oder das Beste daraus machen. Ich habe mich für Letzteres entschieden.  Und ich habe bald festgestellt, dass ich nicht allein bin mit solchen Gefühlen und auch zu meiner Zeit gibt es bereits Wege, diese etwas andere Sexualität auszuleben, wenn auch im Verborgenen. In meinem Fall war das zum Beispiel ein Molly House

Jacob Ealing: »Nennen Sie mich gern Jay, wenn Sie möchten. In meinem Fall ist es noch komplizierter. Ich habe erst durch meine Begegnung mit Nicholas begriffen, dass ich mich nicht nur zu Frauen, sondern auch zu Männern hingezogen fühlen. Bis wir uns kennenlernten, war das nie ein Thema für mich. Ich meine, natürlich gab es Männer, die ich mochte, z.B. andere Matrosen auf den Schiffen, auf denen ich zur See gefahren bin. Aber ich habe das immer für rein freundschaftliche Gefühle gehalten. Oder vielleicht habe ich auch verdrängt, dass vielleicht mehr dahinterstecken könnte. Ich war sehr naiv, fürchte ich. Aber dass zwei Männer einander lieben können, das ist zu unserer Zeit etwas, über das nicht gesprochen wird. ich hatte also niemanden, mit dem ich jemals über meine verwirrten Gefühle sprechen konnte. Bis ich Nicholas getroffen habe.«

Earl of Westminster: »Für mich hat es einen echten Schock dargestellt, als ich gemerkt habe, dass ich mich in meinen jungen Jahren in meinen besten Freund verliebt habe. Ich habe es erst nicht verstanden, habe dagegen angekämpft und mich für diese Verwirrung gehasst. Es war von Anfang an klar, dass dieser andere Mann nicht das Gleiche für mich empfindet. Doch später habe ich jemanden gefunden, der mir erklärt hat, wie und wo ich meine Gelüste ausleben kann. Es existieren Häuser, in denen sich Männer für Geld dafür zur Verfügung stellen. Erst in letzter Zeit ist mir klargeworden, dass das nicht ansatzweise mit der Nähe zu einem Menschen zu vergleichen ist, der einem etwas bedeutet.«

Earl of Broomfield: »Ich dachte, ich hätte mich in Lady Rose verliebt. Ich bin davon ausgegangen, eine Ehefrau an meiner Seite wäre mir vorbestimmt. Aber dann habe ich den Earl of Westminster näher kennengelernt. Wir haben Zeit miteinander verbracht, weil ich von ihm die Erlaubnis wollte, um seine Schwester zu werben. Sobald Lucian, also der Earl of Westminster, sich mir gegenüber nicht mehr ablehnend verhalten hat, haben wir festgestellt, wie viel wir gemeinsam haben. Ich habe begonnen, ihn zu mögen. Und schließlich wurde aus unserer Zuneigung noch etwas Größeres. Ich kann mich unendlich glücklich schätzen, diese Erfahrung mit ihm teilen zu dürfen.«

Ester: »Vielen Dank, meine Herren, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben.«

Amalia springt auf. »Müssen Sie schon gehen? Wie schade! Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich mit Ihnen zu unterhalten. Vielleicht können Sie noch ein wenig bleiben?«

Nicholas Aldersmith: »Es ist an der Zeit. Auch wenn wir Ihre Gastfreundschaft sehr genossen haben.«

Earl of Westminster: »Sie beide sind sehr interessante Damen. Natürlich dürfte ich so etwas in der Vergangenheit nicht aussprechen. Aber wenn ich nach Ihren enthusiastischen, lebhaften Charakteren gehe, ist das in Ihrer Zeit anders.«

Ein Poltern lässt Amalia herumfahren. Vor dem Haus scheint ein Unwetter zu toben. Warum hat sie das Toben des Sturms zuvor noch nicht wahrgenommen? »Ich hätte noch so viele Fragen. Haben Sie vielleicht noch ein paar Augenblicke, damit ich mich nach Ihren Zukunftsplänen erkundigen kann?«

Der Earl of Broomfield schüttelte den Kopf. Er wirkt nervös. »Es ist Zeit für unseren Aufbruch. Ich wünschte tatsächlich, wir können in dieser Zeit der unendlichen Möglichkeiten für Männer wie uns noch ein wenig bleiben. Doch das können wir leider nicht in die Realität umsetzen.«

Jacob Ealing: »Möglicherweise gelingt es uns, Ihnen den Fortgang unserer Geschichte irgendwie zu übermitteln. Auch wenn unser Besuch nur kurz gedauert hat, so hat er dennoch bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Vielen Dank für die Hoffnung, die Sie uns für die Zukunft gemacht haben.«

Amalia will sich bei den Männern noch für ihre Offenheit bedanken, doch das Unwetter wird stärker. Das Heulen des Windes ist nun so laut, dass sie nichts anderes als das Klopfen ihres Herzens hören kann. Die vier Männer nickten sich zu und gehen Richtung Ausgang. Sie öffnen die Tür und lassen einen kalten Luftstoß ins Haus.

Während einer nach dem anderen nach draußen tritt, kneift Amalia die Augen zum Schutz vor dem Sturm zusammen. Plötzlich wird sie von einem Lichtstrahl von draußen geblendet. Er ist viel zu hell, um von einer Straßenlaterne zu stammen. Sie dreht den Kopf weg.

»Tut mir leid«, hört sie Bettinas Stimme sagen. »Ich wollte dich nicht wecken. Leider habe ich den falschen Lichtschalter erwischt.«

Amalia blinzelt gegen das Licht. Plötzlich sitzt sie wieder auf der Couch und entdeckt Bettina an der Wohnzimmertür. Der Autorenkollegin ist das schlechte Gewissen deutlich anzusehen. »Kein Problem. Ich hatte gerade einen seltsamen Traum.«

»Hoffentlich habe ich dich nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt geweckt.«

»Wie man es nimmt.« Amalia lächelt. »Unsere Helden haben mich besucht. Ich konnte mich mit deinen Earls und mit Jacob und Nicholas unterhalten. Gerne hätte ich noch länger mit ihnen über ihr Leben geplaudert. Aber ich glaube, ich darf von Glück sagen, sie überhaupt persönlich getroffen zu haben.«

»Jetzt bin ich tatsächlich etwas neidisch.« Bettina dimmt das Licht und kommt wieder zur Couch. »Eigentlich sollten wir ja schlafen gehen. Es ist kurz vor vier. Vermutlich kann ich jedoch kein Auge zutun. Erzählst du mir von deiner Begegnung?«

»Sehr gerne. In meinem Traum warst du bei dem Gespräch anwesend. Schade, dass du dich nicht mehr daran erinnern kannst.«

»Stimmt. Aber du bist eine tolle Geschichtenerzählerin. Ich bin mir sicher, in wenigen Minuten habe ich das Gefühl, tatsächlich dabei gewesen zu sein.«

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Zur Zeit gibt es übrigens bei Lovelybooks eine Verlosung mit Taschenbüchern zu „Frei und doch verbunden“.

Gewinnspiel zur Neuveröffentlichung „Die Rolle seines Lebens“

Mein neuer Roman „Die Rolle seines Lebens“ erscheint am 28. September.

Esteban, ein amerikanischer Schauspieler mit mexikanischen Wurzeln, zieht zu seinem Freund nach London. Dieser trennt sich allerdings von ihm, da er mit Estebans Depressionen nicht zurechtkommt. Esteban hat erst mal die Nase voll von Beziehungen, doch dann lernt er den englischen Schauspieler Oliver kennen…

Eine Leseprobe gibt es hier, als herunterladbares PDF:
http://amalia-zeichnerin.net/wp-content/uploads/2018/09/Die-Rolle-seines-Lebens-Leseprobe.pdf

Gewinnspiel mit Buchstabenrätsel
Unter allen richtigen Einsendungen verlose ich 4 E-Books im Wunschformat (epub oder mobi).
Um teilzunehmen, löse bitte das folgende Buchstabenrätsel und sende mir eine E-Mail mit der Lösung an: amaliazeichnerin(at)gmx.de
oder schreibe mir eine Nachricht mit der Lösung an meine Facebook-Autorenseite: https://www.facebook.com/pg/amaliazeichnerin/

Einsendeschluss: Samstag, 13.10.2018, Mitternacht.
Teilnahme ab 18. Deine E-Mail-Adresse wird von mir ausschließlich für dieses Gewinnspiel verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.


Buchstabenrätsel

Unterstreiche oder notiere dir die jeweiligen Buchstaben, die vor den richtigen Lösungen stehen. Bei jeder Frage gibt es nur eine richtige Lösung. Aus allen so erhaltenen Buchstaben kannst du das Lösungswort bilden, wenn du die Buchstaben dafür in die richtige Reihenfolge bringt.

1. Was ist der oder die Emmy?

B – eine Abkürzung für Emmentaler Käse
O – ein amerikanischer Preis für Fernsehserien
G – der Spitzname von Emma Watson
H – die Abkürzung für English Music Media Youth (Award)

2. Welcher dieser Stadtteile ist nicht in Los Angeles?

C – Hollywood
D – Granada Hills
P – Staten Island
I – Westwood

3. Was gibt es immer bei Filmpremieren?

F – ein Spalier, durch das die Gäste hindurchgehen
M – einen Sektempfang
N – zu Beginn wird die Landeshymne gesungen
E – einen roten Teppich

4. Welcher dieser Schauspieler hat sich als schwul geoutet?

N – Jake Gyllenhaal
A – Richard Dean Anderson
E – Neil Patrick Harris
Y – Ethan Hawke

5. In welchem Londoner Stadtteil steht der Turm Big Ben?

S – Westminster
C – Chelsea
V – Southwark
A – Kensington

6. Was gibt es im Hyde Park? (nur eines ist richtig)

N – Madison Square Garden
F – Speaker‘s Corner
S – eine Seilbahn
B – einen Friedhof

7. Welches der folgenden Gerichte ist nicht mexikanisch/spanisch?

C – Tortillas
R – Lasagne
K – Quesadillas
E – Burritos

8. Welcher dieser Begriffe stammt nicht aus dem Schauspielbereich?

V – Method acting
L – Improvisation
P – Komparse
N – NSC

9. Welcher dieser Titel gehört nicht zu einem Musical?

I – Breakfast at Tiffany‘s
V – Into the woods
M – My fair Lady
O – Rent

10. Welcher dieser Filme oder Serien hat schwerpunktmäßig ein queeres Thema?

M – Call the midwife
W – Margin Call
D – The Call
E – Call me by your name

Warum Weltenbau in der Phantastik so wichtig ist

Neulich las ich einen Low Fantasy Roman, der in einer eigenen Welt angesiedelt ist. Die Geschichte war spannend, die Charaktere hatten ihre Ecken und Kanten und es gab überraschende Wendungen. So weit, so gut. Aber wenn es um die Welt an sich ging, geriet ich ins Schwimmen. Oder vielleicht sollte ich sagen, ich tappte quasi im Nebel herum.
Ich bin mir sicher, der Autor hat sich einiges an Gedanken gemacht zu dieser Welt. Allerdings hat er es nicht geschafft, mir diese wirklich nah zu bringen. Orte wurden genannt, ohne sie näher zu beschreiben. Es ging unter anderem um einen Orden, über dessen Hintergrund man jedoch kaum etwas erfuhr. Hier und da wurde ein König erwähnt, aber dabei blieb es dann auch.

Wer sich schon die Mühe macht, eine eigene Welt zu kreiieren, der sollte sie dem Leser so anschaulich wie möglich machen. Zum Beispiel kann man sich folgenden Fragen widmen:

Wie ist das Regierungssystem in dieser Welt?
Ich schätze, in circa 90 % der Low und High Fantasy ist dies ein feudales, mit einem König oder einer Königin an der Spitze. Das hängt häufig damit zusammen, dass hier das europäische Mittelalter als Vorbild genommen wird. Ich habe aber auch schon Fantasyromane gelesen, in denen es andere Regierungssysteme gibt, z.B. mit verschiedenen Parteien.

Städte und Dörfer
Gibt es in dem Fantasyland große Städte, oder eher kleinere, oder fast nur Dörfer? Wie sind die Transportwege zwischen unterschiedlichen Orten? Gibt es größere Flüsse, die auch befahren werden.

Die Völker
Gibt es „nur“ Menschen, oder auch Fantasyrassen? Und wie kommen diese untereinander und mit anderen Völkern zurecht? Haben die Völker jeweils eigene Führungspersönlichkeiten oder unterstehen sie alle einem König, oder gibt es eine andere Regierungsform? Und wie sehen die Menschen in dieser Welt aus?
In vielen Fantasyromanen, die sich am europäischen Mittelalter orientieren, sind die Menschen weiß. Und zwar alle. Das muss aber nicht sein, zumal man ja auch verschiedene menschliche Völker erfinden könnte, die eventuell aus verschiedenen Gegenden stammen.

Religion
Nicht in jedem Fantasy-Roman spielt Religion überhaupt eine Rolle. Falls sie es tun soll, kann man sich Gedanken über den Gott oder die Götter machen, über ihre PriesterInnen, über Tempel oder andere Gebäude, in denen die Gläubigen zusammen kommen. Auch über Gebete, Festtage, Rituale und Jenseitsvorstellungen kann man sich Gedanken machen. Viele Fantasy-Religionen sind mehr oder weniger an reale Religionen angelehnt, aber das muss nicht so sein. Wer Spaß daran hat, hat hier etwas ganz Eigenes kreiieren.

Magie
Falls es in der Welt Magie gibt, zieht das mehrere Fragen nach sich. Wie funktioniert die Magie? Basiert sie auf Elementen, oder etwas Anderem? Welche Stellung haben Magier in der Welt, werden sie verachtet, gefürchtet oder sind sie im Gegenteil angesehen? Oder werden sie gar gejagt oder auf andere Weise bedroht. Gibt es Magier-Akademien, oder lernen angehende Magier bei einem Meister oder einer Meisterin? Sind magische Fähigkeiten angeboren, oder kann man sie erlernen?
Können Menschen überhaupt Magie wirken, oder ist das anderen Fantasyrassen vorbehalten?

Handel und Handwerk
Auch hierzu kann man Gedanken machen. Gibt es Gilden oder Zünfte? Womit wird gehandelt, welche Handwerke sind besonders wichtig? Wie lernen angehende Handwerker? Bei einem Meister, oder anders? Gibt es reisende Händler oder große Handelsstraßen. Welche Stellung haben Handwerker und Händler in der Gesellschaft?

Die Landschaft(en):
Ist diese eher gleichförmig, oder gibt es verschiedenes, z.B. Gebirge, Sümpfe, Wälder, Brachland, Weiden, Meer, Seen…

Flora und Fauna
Gibt es besondere Tiere und Pflanzen in dieser Welt? Haben einige davon eine wichtige Bedeutung für die Handlung? Was gibt es für Haus- oder Nutztiere?

Wie ist das Klima?
Auch hier orientieren sich viele Romane an Europa, es gibt aber auch andere, die zum Beispiel ein eher subtropisches bis tropisches Klima als Vorbild nehmen. Und in diesen Zusammmenhang sind auch Stürme und andere Unwetter interessant, sofern sie für die Handlung eine Rolle spielen. Oder auch Naturkatastrophen wie zum Beispiel Erdbeben.

Wie sind die gesellschaftlichen Normen?
Auch hier orientieren sich viele am europäischen Mittelalter. Oftmals, aber nicht immer, haben Frauen eine schlechtere Stellung als Männer, und sei es nur, dass sie typische „Frauenarbeit“ verrichten, anstatt zum Beispiel als Kriegerin in die Schlacht zu ziehen. Häufig haben eine oder mehrere Religionen eine starke Bedeutung. In manchen Fantasyromanen wird Rassismus behandelt, oft anhand von Fantasyrassen wie Elfen, Zwergen, Orks oder anderen. Auch Sexismus oder Homophobie mag eine Rolle spielen.
Aber auch ein utopisches Gegenteil mag auftreten, so habe ich schon Gay Fantasy gelesen, in denen es in der entsprechenden Welt völlig normal und akzeptiert war, dass zwei Männer (oder zwei Frauen) heiraten. Gesellschaftliche Normen lassen sich meistens gut durch die Interaktion verschiedener Charaktere verdeutlichen. Weitere Fragen hier können sein: Wie ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen? Welche Beziehungsformen gibt es?

Der Info-Dump
Wenn es um den Weltenbau geht, gibt es allerdings ein Problem, über das manche Autoren stolpern – den sogenannten „Info-Dump“. Der Info-Dump vermittelt mitten im Text einen Haufen an Informationen, ohne gleichzeitig die Handlung weiter voran zu bringen. Bei den meisten Lesern kommt das nicht gut an, außerdem besteht die Gefahr, dass man aus dem Fluss der Handlung gerissen wird. Es ist eine hohe Kunst, Wissenswertes zur Welt dosiert einzubringen, so dass sich der Leser nicht erschlagen fühlt von all den Fakten.

Einige andere Möglichkeiten:
Ein kurzer geschichtlicher Abriss zur Welt, der dem eigentlichen Text vorangestellt wird, ähnlich wie ein Prolog.
Zwei Charaktere unterhalten sich und in diesem Gespräch wird einiges über die Welt deutlich. Zum Beispiel könnte sich ein Charakter über Rassismus beschweren, über die hohen Zölle, mit denen Waren belegt werden, über den unfähigen König. Oder jemand schwärmt von den Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt. Und das sind nur einige Beispiele.
Darüber hinaus kann man wohldosierte Beschreibungen auch zwischendurch erklärend im Text einfließen lassen, oder vielleicht denkt ein Charakter über etwas entsprechendes nach.

Zuviel des Guten
Manchmal übertreiben es Autoren mit ihren Beschreibungen zur Welt. Dann wird seitenweise erzählt über die wunderbaren Speisen, die es in der Taverne XY gibt, oder es gibt ellenlange Beschreibungen der Landschaft, die aber nichts zur Handlung beitragen. Oder ein Autor denkt sich sämtliche Tiere neu aus, die es in seiner Welt gibt und beschreibt sie in aller Länge und Breite, obwohl sie nur kurz an den Protagonisten vorbeihuschen. Und das sind nur einige Beispiele.
Entsprechende Romane wirken dann in der Regel langatmig, da Beschreibungen meistens wie gesagt die Handlung nicht voranbringen.

Und es gibt noch eine andere Gefahr: Man kann sich im Weltenbau unter Umständen verlieren. Ich kenne z.B. eine angehende Autorin, die seit ein Jahren einen Roman schreiben möchte. Als ich neulich traf, war sie immer noch in der Phase Weltenbau, hatte sich aber noch kaum Gedanken zum Plot ihrer Geschichte gemacht. Das ist vielleicht ein Extrembeispiel, aber es zeigt, dass Weltenbau aufwändig ist und manche es damit eventuell übertreiben.

Mehr zum Thema Weltenbau und Gesellschaftsentwürfe gibt es übrigens im kommenden Jahr auf dem Branchentreffen des Phantastik Autoren Netzwerks e.V.:
http://phantastik-autoren.net/root/news/news2018-09/4_pan-branchentreffen_2019.de.html

Genres in einem Satz erklärt

Auf diese Idee brachte mich ein Zitat aus dem Horrorfilm „Sinister“ (siehe unten).

Liebesroman
Sie lernen sich kennen, haben ein paar Probleme und stellen fest, dass sie einander lieben.

Krimi
Gute Menschen kommen ums Leben und am Ende wird aufgeklärt, wer sie umgebracht hat.

Thriller
Guten Menschen passieren allerhand gefährliche Dinge und eventuell kommen einige ums Leben.

Horror
Guten Menschen passieren furchtbare Sachen (ein Zitat aus dem Film „Sinister“).

High Fantasy
Die Helden müssen die Welt retten und am Ende gibt es eine große Schlacht.

Urban Fantasy
Die Helden müssen die Stadt vor bösen Kreaturen retten.

Dark Fantasy
Die Antihelden müssen ihre düstere Welt vor einer finsteren Bedrohung retten.

Steampunk
Verrückte Erfindungen sorgen für Fortschritt, aber auch allerhand Turbulenzen.

Science Fiction
Sie kamen mit ihrem Raumschiff, sahen fremde Planeten und siegten.

Dystopie
Guten Menschen passieren abenteuerliche oder fürchterliche Dinge in einer fernen Zukunft und sie müssen ums Überleben kämpfen.

Drama
Guten Menschen passieren tragische Dinge.

Komödie
Skurrilen Menschen passieren allerhand lustige oder peinliche Dinge.

Entwicklungsroman/Coming-of-Age
Er oder sie wird erwachsen, was sich schwierig gestaltet.

Dreifach-Verlosung zur „Berlingtons Geisterjäger“-Trilogie

Bei Lovelybooks mache ich Verlosungen zu allen drei Teilen der viktorianischen Urban Fantasy Trilogie, als E-Books im Wunschformat epub oder mobi:

Verlosung zu Teil 1, „Anderswelt“:
https://www.lovelybooks.de/autor/Amalia-Zeichnerin/Berlingtons-Geisterjäger-1-Anderswelt-1406526763-w/buchverlosung/1644141052/1644268523/

Verlosung zu Teil 2, „Mördernächte“:
https://www.lovelybooks.de/autor/Amalia-Zeichnerin/Berlingtons-Geisterjäger-2-Mördernächte-1502544675-w/buchverlosung/1644141056/

Verlosung zu Teil 3, „Die Türme von London“:
https://www.lovelybooks.de/autor/Amalia-Zeichnerin/Berlingtons-Geisterjäger-3-Die-Türme-von-London-1546622160-w/buchverlosung/1644141059/1644335820/

Die Verlosungsfrist endet am Samstag, den 28.07.2018 um Mitternacht.

Gewinnspiel: Ein Quiz zum Buch “Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Cleveland Street”

  • 1. Wo befindet sich die Cleveland Street?
  • I) in Cleveland, Ohio
  • N) in London
  • S) in Cardiff, Wales
  • 2. Was war 1889 in London nicht illegal?
  • B) Prostitution
  • A) Homosexualität
  • V) Rauchen in der Öffentlichkeit
  • 3. Was ist Hammersmith?
  • C) eine Stadt im Südwesten von England
  • T) ein Londoner Stadtteil
  • E) der Name eines bekannten Londoner Revuetheaters
  • 4. Wer war 1889 König oder Königin in England?
  • L) Edward VII.
  • I) Victoria
  • K) Elizabeth
  • 5. Mit welchem Schreibgerät schreibt Miss Murray ihre Romane? Siehe Leseprobe: http://amalia-zeichnerin.net/wp-content/uploads/2018/06/Miss-Murray-Cleveland-Street-Leseprobe.pdf
  • M) Mit einer Feder und Tinte
  • I) Mit einer Schreibmaschine
  • Z) gar nicht, sie diktiert es.
  • 6. Miss Murray schreibt … (siehe Leseprobe):
  • E) Groschenromane für den Verlag Bostwick & Sons
  • B) Wirtschaftsmeldungen für die Times
  • D) Boulevardnachrichten für den Daily Telegraph
  • 7. Außerdem schreibt Miss Murray in ihrer Freizeit…
  • A) schlüpfrige Limericks
  • N) schöngeistige Gedichte
  • E) Tagebuch
  • 8. Schau dir bitte noch einmal die Leseprobe an. Miss Murray hat eine Begegnung mit…
  • A) einem Telegrammboten, der ihr ein Telegramm aus Übersee bringt
  • Ö) einem Hutmacher, der sie zu einer Teeparty einlädt
  • K) einer Dame, die von einem Betrunkenen angemacht wird
  • 9. Wie heißt der Ermittler in dem Krimi, den Miss Murray schreibt?
  • N) Chief Inspector Abberline
  • D) Detective Inspector Gleeson
  • S) Constable Wilkes
  • 10. Welches reale Mordopfer erwähnt Miss Murray in ihrem Tagebuch?
  • I) Mary Ann Nichols
  • T) Mary Jane Kelly
  • B) Martha Tabram
Lös das Rätsel.
Sieh dir die Buchstaben an, die jeweils vor den richtigen Lösungen stehen. Aus diesen Buchstaben kannst du ein Wort bilden. Vielleicht musst du dazu die Reihefolge der Buchstaben verändern. Welches Wort ist es? Schreib mir eine E-Mail an amaliazeichnerin(at)gmx.de mit der Lösung.
Unter allen richtigen Einsendungen verlose ich dieses Printbuch mit Rezepten für die Teatime.
Teilnahmeschluss: Sonntag, 01.07.2018 – 17 Uhr
Das Kleingedruckte: Teilnahme ab 18. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für die Versendung des Gewinns benötige ich die Postadresse des Gewinners oder der Gewinnerin. Die Adresse wird von mir ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Kurzer Bericht vom Nordcon 2018

© Marco Ansing

Wow, was für ein Nordcon! So viele interessante Gespräche, z.B. über Bücher und über Steampunk, Spaß mit AutorenkollegInnen, außerdem habe ich endlich mal Leute „live und in Farbe“ getroffen, die ich bisher nur via Facebook kenne, darunter Christian und Judith Vogt, die mit ihrem Rollenspiel Scherbenland den Deutschen Rollenspiel-Preis auf der Abschlussveranstaltung der Nordcon entgegen nehmen konnten.

Außerdem habe ich mich ein bisschen fortgebildet mit dem Workshop „CSI Viktoriana“ von Ulrike Pelchen über Kriminal-Ermittlungsmethoden im 19. Jh. – was dann wohl auch weiteren viktorianischen Krimis zugute kommen wird.

Dankeschöns vom Crowdfunding für das Rollenspielsystem Seelenfänger hab ich auch abgeholt am Stand der Redaktion Phantastik. Der Soundtrack von Erdenstern dazu, IMMORTALIS, ist sehr hörenswert, finde ich.

Für meine Mutter habe ich bei Autor Tom Daut außerdem ein passendes Geschenk gefunden – die von Anja Bagus herausgegebene Anthologie „Mütter“, die in der Edition Roter Drache erschienen ist und der er ebenfalls eine Geschichte beigesteuert hat.

Last but not least hatte ich am Sonntagabend eine schöne, teilweise interaktive Lesung und durfte ein weiteres Mal nicht nur mein eigenes Buch sondern auch Steffi Foitziks „Galway Hunters: Feuertaufe“ vorstellen.

Auf der Nordcon gab es wie jedes Jahr natürlich noch Dutzende weitere Programmpunkte,
aber da ich fast ausschließlich im „Skriptorium“ bei den anderen AutorInnen war, konnte ich mir nicht mehr ansehen.

Wie häufig war ich mal wieder ohne eigene Kamera unterwegs und kann diesen Bericht deshalb nicht mit Bildern füttern. Dank Marco Ansing hab ich aber ein „Beweisfoto“, das ich da war.

Fazit: Es war mir ein Fest und ich freue mich schon auf die nächste Nordcon.

Coverrelease: „Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Cleveland Street“

© Amalia Zeichnerin

„Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Cleveland Street“ ist ein viktorianischer Kurzkrimi
mit queeren Charakteren. Miss Murray taucht auch in der Buchreihe Berlingtons Geisterjäger auf und hat mit diesem Krimi ihr eigenes Spin-off bekommen.
Weiteres zum Buch folgt demnächst.

Turbulenzen in Liebesromanen

Abbildung: Pixabay

Romanzen folgen fast immer einem bewährten Muster. Zwei lernen sich kennen, mögen sich anfangs nicht oder aber schon, doch es stehen ihnen verschiedene Probleme im Weg, die erst beseitigt werden müssen, bis das Happy End eingeläutet werden kann. Gelegentlich – aber nicht immer – endet es mit einer Hochzeit.

Und hier sind einige typische Turbulenzen, die man in manchen Romanzen findet:
(Ich mische hier übrigens bunt Hetero- und queere Paare.)

  • Eine Frau zwischen zwei Männern – ihr Exfreund will sie unbedingt zurückerobern.
  • Sie können einander nicht leiden. Oder sind Konkurrenten um etwas. Wenn da nur nicht diese unerklärliche Anziehungskraft zwischen ihnen wäre…
  • Er lernt gleichzeitig zwei faszinierende Männer kennen. Für welchen der beiden soll er sich nur entscheiden? (In polyamoren Settings fällt diese Entscheidung eventuell weg, aber auch der Weg dahin ist möglicherweise lang.)
  • Sie ist noch jung (oder auch nicht) aber bereits Witwe und kann den Verlust ihrer besseren Hälfte nicht überwinden. Oder doch?
  • Er hat die Nase voll von Beziehungen und will einfach nur unverbindlichen Sex.
  • Er ist verliebt, aber sie hat ein Kind aus einer früheren Beziehung. Wird diese Patchwork-Familie funktionieren?
  • Wie aus heiterem Himmel taucht seine Ex wieder auf, für die er noch immer Gefühle hat.
  • Sie glaubt nicht mehr an die große Liebe, das ist doch nur was für hoffnungslose Romantiker!
  • Er hat (aus Gründen welcher Art auch immer) psychische Probleme und hat deshalb Angst vor Nähe oder Bindungsangst.
  • Aus speziellen Gründen muss sie die Stadt verlassen, aber ihre Flamme bleibt. Ob das gut geht mit einer Fernbeziehung?
  • Er ist bi. Sein neuer Freund geht davon, dass er sich früher oder später doch für eine Frau entscheiden wird, was für Streitigkeiten sorgt.
  • Sie möchte polyamor leben, er nicht. Oder doch?
  • Sie wurde von ihrem Mann betrogen und ließ sich scheiden. Nun hat sie Schwierigkeiten, Männern zu vertrauen, wenn es um die Liebe geht.
  • Beziehungstatus: Es ist kompliziert. A will mehr als B. B ist das zuviel. Oder andere Beziehungsstatuskomplikationen.
  • Er hat Probleme mit seiner sexuellen Orientierung. Sein Freund ist da schon weiter. Wird er sich trauen, sich zu outen?
  • A hat B mit C betrogen. C stellt fest, dass sie sich zu beiden hingezogen fühlt.
  • A hatte einen unvergesslichen One Night Stand mit B. Jahre später ist er/sie mit C zusammen, doch dann taucht B wieder auf…
  • Zum Schluss noch ein Klassiker:
    A liebt B, doch ihre Familien sind dagegen (das gab es  schon bei Shakespeare…)