Über die Repräsentation von Bisexualität in Medien der Fiktion

Der Blog „Alpakawolken“ hat zu einer kooperativen Beitragsreihe zum Thema Repräsentation aufgerufen: https://alpakawolken.de/writing-about-us/

In diesem Beitrag schreibe ich über das Thema Bisexualität, da ich mich selbst damit identifiziere, und wie diese in Medien wie Büchern, Filmen, Serien dargestellt wird.

Zunächst ein paar persönliche Worte: Ich selbst habe erst mit Mitte Dreißig herausgefunden, dass ich bisexuell bin, weil ich bis dahin populären Irrtümer über die sexuelle Orientierung geglaubt habe, z.B. die folgenden:
„Das ist nur eine Phase. Früher oder später wird einem klar, dass man eigentlich hetero- oder homosexuell ist”
„Man muss sich zu gleichen Teilen zu Männern und Frauen hingezogen fühlen, um als bisexuell zu gelten.”
„Man muss mindestens einmal eine Beziehung/und/oder Sex zu einem Mann und einer Frau gehabt haben, um sich als bisexuell identifizieren zu können.”
Erst ein Artikel der amerikanischen Organisation GLAAD hat mir diesbezüglich die Augen geöffnet: https://www.glaad.org/blog/celebrate-bisexuality-glaad-dispels-common-myths-and-stereotypes

Nun ist es so, dass auch heute noch immer mal wieder Vorurteile über Bisexuelle in Medien verbreitet werden, was früher noch ausgeprägter war. Zum Beispiel gab es lange Zeit den Trope des „depraved bisexual”, in dem entsprechende Charaktere oft mit Stereotypen dargestellt werden, z.B. als hypersexuell, promiskuitiv, manipulativ oder, um des Dramas willen, sogar als gefährlich oder mörderisch.

Ein weiteres negatives Trope ist „Bury your gays” , von dem nicht selten auch bisexuelle Charaktere betroffen sind. An dieser Stelle möchte ich gern den „Lexa Pledge” erwähnen, der sich seit 2016 im englischsprachigen Raum für eine bessere Repräsentation von lesbischen und bisexuellen Frauen einsetzt. Diese Initiative geht zurück auf den Tod des Charakters Lexa aus „The 100” zurückgeht. Dieser wiederum steht in der traurigen Tradition des oben genannten Tropes. Das bedeutet, dass queere Charaktere in Filmen, Serien und anderen Medien häufig gewaltsam sterben, in erster Linie, um Drama zu erzeugen. Oftmals wird dieses Handlungsmuster auch verwendet, um die Charakterentwicklung des (heterosexuellen) Protagonisten voranzutreiben. Dieser Trope ist besonders dann schädlich, wenn in einer Geschichte ausschließlich einer oder mehrere queere Charakter sterben, während die heterosexuellen Charaktere überleben. Denn wer selbst queer ist, kann angesichts solcher Geschichten fast den Eindruck bekommen, dass queere Menschen meistens ein besonders schweres Schicksal haben, das selten gut endet.

Bisexuelle müssen sich von Heterosexuellen oft anhören, sie seien zu queer. Von Homosexuellen wiederum kommt häufig der Vorwurf, sie seien zu feige, um sich als homosexuell zu outen. Letzteres basiert auf den Vorurteilen, dass Bisexualität eigentlich gar nicht existiere oder lediglich eine Phase sei. Ein weiteres Problem, mit dem Bisexuelle oft zu kämpfen haben, ist ihre relative Unsichtbarkeit: Eine Person in einer gegengeschlechtlichen Beziehung wird als heterosexuell gelesen. Eine Person, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ist, wird von ihrem Umfeld als homosexuell gesehen. Wer also von sich aus nicht erklärt, er sei bisexuell, wird so u. U. gar nicht als solcher wahrgenommen.

Diese Form von Unsichtbarkeit ist auch in vielen Medien zu finden und wird im englischsprachigen Raum auch als „Bisexual erasure” bezeichnet: Also ein Ausradieren der eigentlichen sexuellen Orientierung.
Ein Beispiel hierfür: Willow aus „Buffy – Im Bann der Dämonen” ist zunächst mit einem Mann (Oz) zusammen, später mit einer Frau (Tara). Das Wort Bisexualität wird in diesem Zusammenhang nie erwähnt, Willow äußert auch nie entsprechende Gedanken gegenüber anderen. Stattdessen beschreibt sie sich selbst als lesbisch. Nun gibt es durchaus Menschen, die sich zunächst unsicher sind, was ihre Sexualität betrifft, aber in Willows Fall würde das quasi bedeuten, dass die längerfristige Romanze mit Oz nicht echt war, wenn sie sich eigentlich als lesbisch sieht.

Weitere Filme, in denen Charaktere nie auch nur ansatzweise über Bisexualität sprechen, obwohl es dazu einige Gründe gebe, sind z.B. „The kids are alright”, „Freier Fall” und „Chasing Amy”. Und noch ein Beispiel: Der Comic-Charakter Constantine ist in den Comics offen bisexuell, jedoch nicht in der Verfilmung von 2005 und auch nicht in der Adaption von NBC aus dem Jahr 2014. In beiden wird er als heterosexuell dargestellt. Ähnliches gilt für den Comic-Charakter Deadpool (der in den Comics offiziell pansexuell ist). Einige englischsprachige Artikel zum Thema Bisexual erasure sind am Ende des Artikels verlinkt.

Gelegentlich wird Bisexual erasure auch für Queerbaiting ausgenutzt, so zum Beispiel in der Serie „Supernatural”. Dean Winchester ist auf der einen Seite mehr oder weniger ein Womanizer, auf der anderen Seite hat er eine so innige Freundschaft mit dem Engel Castiel, dass diese schon als deutlich mehr erscheint. Zumindest wird entsprechendes immer wieder angedeutet und sei es nur über den Subtext. Aber dabei bleibt es, aus ihrer Beziehung wird nie eine richtige Romanze und keiner von ihnen outet sich.

An der Frage, ob Dean bi ist, scheiden sich die Geister im entsprechenden Fandom und das Shipping „Destiel” ist so beliebt, dass es nicht nur unzählige Fanfictions zu diesem Thema gibt, sondern 2016 sogar eine Destiel-Convention.

Im Artikel „Supernatural’s Scariest Monster: Bi Erasure” schreibt der Verfasser: „In gewisser Weise zieht die Serie Vorteile aus dem bi erasure und benutzt es als Brennstoff für ihr Queerbaiting-Feuer”.

Und wie sieht es in der Literatur aus?
Bei einer Suche nach Büchern, in denen Bisexuelle vorkommen, stieß ich als erstes auf Erotik-Literatur, die häufig Dreiecksbeziehungen oder -Affären abbildet, wie schon auf den Covern zu sehen ist. Also ein weiteres Klischee über Bisexuelle – dass sie nur in einer Dreiecksbeziehung mit beiden Geschlechtern glücklich sein könnten.

In der Belletristik fand ich den Begriff „bisexuell” fast nie direkt im Klappentext, obwohl das eigentlich hilfreich wäre oder zumindest Andeutungen in dieser Richtung.

Im Bereich der deutschsprachigen Lesbian und Gay Romance Bücher tauchen hin und wieder offen bisexuelle Charaktere auf, aber im Vergleich mit lesbischen oder schwulen Charakteren sind sie eher selten. Wie es im englischsprachigen Raum aussieht, kann ich nicht beurteilen.

Wie kann denn nun eine gute Repräsentation von Bisexualität aussehen?
Eine gute Repräsentation würde meiner Meinung nach damit anfangen, dass entsprechende Charaktere offen bisexuell sind und auch darüber mit anderen sprechen. Oder sich – für den Anfang – zumindest schon mal darüber Gedanken machen, was ja auch in Form innerer Monologe geschehen kann. Ebenso wäre ein Verzicht auf Vorurteile und eine klischeefreie Darstellung wünschenswert. Oder aber, dass bisexuelle Charakter auf Vorurteile, mit denen sie konfrontiert werden, adäquat reagieren.
Außerdem sollten sie nicht allein über ihre Sexualität definiert werden und, wie andere Charaktere auch, über einzigartige Eigenschaften, Stärken, Schwächen, Macken etc. verfügen, so dass es keine blassen Figuren sind, sondern lebensechte Menschen.
In dem Zusammenhang finde ich auch diesen Artikel des Blogs „Stürmische Seiten“ lesenswert.

Leider kenne ich selbst nur wenige Beispiele, bei denen diese Repräsentation gut gelungen ist. Das ist zum Beispiel der Fall in der in der Serie „Crazy Ex-Girlfriend”, in dem ein bisexueller Charakter (Darryl Whitefeather) sogar ein Lied über seine Orientierung singt und dabei auch gleich mit einigen Vorurteilen aufräumt: https://www.youtube.com/watch?v=5e7844P77Is

Selbst in Serien, in denen es mehrere queere Charaktere gibt, sind offen bisexuelle eher selten zu finden. Da mir selbst so wenige positive Beispiele eingefallen sind, habe ich bei Twitter eine Umfrage gemacht nach offen bisexuellen Charakteren, die möglichst klischeefrei dargestellt werden.

Diese hier wurden mir genannt – eine Liste, die natürlich nicht vollständig sein kann:

Jack Harkness aus „Doctor Who” und „Torchwood”
Stella Gibson in „The Fall“
Kelly in „Black Mirror: San Junipero“
Edie und Russell aus „Six Feet Under“
Sadie im gleichnamigen Thriller von Courtney Summers
Leliana und Zevran Arainai aus „Dragon Age: Origins“
In „Dragon Age 2“: alle vier Companions (Anders, Fenris, Isabela und Merrill)
In „Dragon Age: Inquisition“: Iron Bull (bzw. eigentlich pansexuell) und Josephine Montilyet
Kyra Hare aus „Der Schleier der Welt” von R.A. Prum und S.C. Kreuer mehrere Charaktere im geschriebenen Webserien-Projekt „Mosaik”, ebenfalls von R.A. Prum und S.C. Kreuer
Toni Topaz aus der Serie „Riverdale”
Korra und Asami aus „Legend of Korra”
Amalia in der Sookie Stackhouse-Reihe, sowie Pam in der TV-Adaption „True Blood”
H.G. Wells in der Serie „Warehouse 13”
Bo aus „Lost Girl”
Magnus Bane aus „Shadowhunters”
Zeyn aus der „Sternenbrand”-Dilogie von Annette Juretzki
Askar und die Rote Dame aus „Opfermond” von Elea Brandt.
Rosa aus der Serie „Brooklyn 99”
Myoujin Araya aus dem Manga „Act-Age”
Mitsuri Kanroji aus „Kimetsu No Yaiba“
Sara Lance aus „Arrow“/ „Legends Of Tomorrow“
Waverly Earp aus „Wynonna Earp“
Henry Marley aus dem Manga „Java Bonds“ von Nana Yaa Kyere
Stephen Stills aus den „Scott Pilgrim“-Comics
Leah aus „Leah on the Offbeat“
Viola Davis in „How to get away with murder“
Amy aus „Faking it“
Zakia aus „Sense8“
Außerdem wurde das Spiel „Mass Effect” in diesem Zusammenhang erwähnt.

In meinen eigenen Büchern gibt es ebenfalls mehrere bisexuelle Charaktere.

Gerade in den letzten Jahren ist das Thema Bisexualität deutlich präsenter geworden und das lässt hoffen, in der Zukunft mehr bisexuelle Charaktere in Filmen, Serien, Büchern etc. vertreten zu finden, die ohne die gängigen Klischees und Stereotypen dargestellt werden.
Übrigens: In den USA gibt es mittlerweile einen jährlichen Preis für die Repräsentation von bisexuellen Menschen in der Literatur, den „Bisexual Book Award” (siehe: http://www.biwriters.org/)

So etwas wäre auch im deutschsprachigen Raum wünschenswert, nicht nur für bisexuelle, sondern generell für queere Charaktere in der Literatur.

Wie sieht es in Sachmedien aus?
Mittlerweile gibt es zahlreiche Artikel, die mit Vorurteilen und Klischees über Bisexualität aufräumen. Ein Own Voices Medium ist das Magazin Bijou. Blogger und Youtuber befassen sich ebenfalls mit dem Thema.
Vor wenigen Jahren noch konnte man stattdessen hier und da den Eindruck gewinnen, Bisexualität sei ein neuer „Trend“. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass sich eine Reihe an Prominenten als bisexuell geoutet haben und damit diese sexuelle Orientierung öffentlicher gemacht haben.

Einige Links:

deutschsprachig:
https://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2012-12/leserartikel-bisexualitaet-comingout

https://www.zeitjung.de/bisexualitaet-liebe-menschen-vorurteile-bisexualitaet/

https://gleichheitunddifferenz.wordpress.com/2015/10/28/bisexuelle-sind-das-nicht-die-die-alles-vogeln/

https://sexualitaetundmedien.wordpress.com/2018/06/15/das-ist-nur-eine-phase-%c2%ad-bisexual-erasure-in-orange-is-the-new-black/

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/bi-visibility-day-warum-bisexuelle-auch-von-homos-diskriminiert-werden/12352558-2.html

Englischsprachig:

https://www.theodysseyonline.com/bisexual-erasure-in-media-needs-to-stop

https://www.gaystarnews.com/article/9-worst-offenders-bisexual-erasure-tv-film-and-books220914/

https://bisexual.org/supernaturals-scariest-monster-bi-erasure/


Starke Frauencharaktere – zum Weltfrauentag

Heute ist Weltfrauentag.
Und aus diesem Anlass habe ich mal geschaut (auch durch eine Anregung aus einer Büchergruppe auf Facebook), in welchen meiner Bücher es starke Frauencharaktere gibt. Diese stelle ich nun kurz vor.

„Der Stern des Seth“
Die einzige Frau in der Expeditionsgesellschaft, Gemma Hawthorne, ist eine Journalistin, die unabhängig sein möchte und ihren Beruf sehr mag. Heiraten und Kinder kriegen? Das kann sie sich nicht vorstellen, denn es würde wohl bedeuten, dass sie ihren Beruf aufgeben müsste.

„Die mysteriösen Fälle der Miss Murray“
Miss Josephine Murray ist eine etwas ungewöhnliche Frau, die im viktorianischen London als Groschenromanautorin arbeitet und sich gelegentlich als Amateurdetektivin versucht.

„Berlingtons Geisterjäger“
Die irische Hexe Fiona O’Reilly und die Künstlerin Veronica „Nica“ Chester werden schon bald ein Paar. Fiona hat zu Beginn der viktorianischen Urban Fantasy Buchreihe mit so manchen Unsicherheiten zu kämpfen, obwohl sie einiges an Fähigkeiten hat. Nica ist selbstbewusster und ähnlich wie Gemma Hawthorne liebt sie ihren Beruf, die Kunstmalerei.

„Orangen und Schokolade“
Sarah ist Plus-Size Trägerin, backt für ihr Leben gern und bloggt darüber, außerdem ist sie Genießerin aus Überzeugung. Letzteres ist gar nicht so einfach heutzutage, denn Gesundheit ist für manche fast schon zur Religion geworden. Anstatt wie viele Frauen permanent mit ihrem Gewicht zu hadern, ist sie eine Verfechterin von Body Positivity.

Was für ein Held oder eine Heldin bist du?

Ein Quiz just for fun: Mit welchem Charakter aus meinem High Fantasy Roman „Vanfarin – von Untoten und Totems“ hast du am meisten gemeinsam?

Bitte zähle zusammen, wie oft du jeweils A, B,C,D oder E angekreuzt hast.

1. Deine Freunde und du werdet von einer Horde Untoten angegriffen.
Wie verteidigst du dich?

A) Gar nicht. Ich verdrücke mich an den Rand des Gemetzels.
Aber sicherlich werden später meine Heilkünste vonnöten sein.

B) Ich werfe mit Feuerbällen. Brennt, ihr scheußlichen lebenden Leichen!

C) Mit allem, was ich zur Hand habe – am liebsten mit meinem Anderthalbhänder.Aber ich nehme zur Not auch Äxte, Dolche oder Stangenwaffen.

D) Kämpfen, ich? Ich nutze lieber meinen guten Orientierungssinn, um mich zu verstecken.

E) Was soll die Frage? Ich bin gerüstet und gut bewaffnet, und meistens nicht nur auf dem Schlachtfeld.

2. Deine Meinung zu den Untoten, die das Land Vanfarin seit vielen Monaten plagen? Bzw. generell zu Untoten?

B) Ich habe Angst, dass sie nicht nur den Menschen und anderen Wesen schaden, sondern auch der Natur.

E) Gräßlich! Die möchte ich alle einen Kopf kürzer machen!

D) Woher kommen sie? Sind sie wirklich dem Tode nahe? Wie kann es dann sein, dass sie so schnell sind? Ach, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte, um mich gründlich mit diesem Phänomen zu befassen!

C) Wehe, wenn die in mein Heimatdorf kommen!

A) Ob die wohl an einer Krankheit leiden, oder steckt etwas anderes dahinter?

3. Wenn du die freie Wahl hättest, wo würdest du gern wohnen?

D) In einer großen Stadt mit viel Kultur und interessanten Möglichkeiten, sich zu weiterzubilden.
E) Mir egal, ich bin da zu Hause, wo mein Bett steht.
A) Als Nomade, mal hier, mal dort, wo es mich halt hinzieht.
B) In einer Hütte im Wald. Ich liebe Wälder.
C) In einem kleinen Dorf am Rande eines Gebirges

4. Welches dieser Tiere gefällt dir am besten?

B) Libellen oder Schmetterlinge
E) Bär
D) Fuchs
A) Adler, oder ein anderer Greifvogel
C) Wolf

5. Was darf bei dir nicht fehlen, wenn du auf Reisen gehst?

D) Ein gutes Buch
E) ich bin da ganz flexibel, auf jeden Fall praktische, wetterfeste Kleidung
B) Mein Lieblingstee, den ich selbst aus Kräutern hergestellt habe
C) Eine Flasche Met oder anderer Alkohol (oder ich kaufe ihn unterwegs)
A) eine Decke, auf die ich mich zum Meditieren setzen kann oder die ich
als Unterlage für schamanische Reisen verwende

6. Freunde sind für dich…

C) sehr wichtig, ich halte zu ihnen, was immer auch passiert
D) Ich bin ein Eigenbrötler und habe nicht viele Freunde.
B) Wir sind füreinander da, auch in schwierigen Lebenslagen
A) Freunde und Familie sind mir sehr wichtig, auch wenn ich sie in letzter Zeit nicht oft sehe
E) Wenn ich mich auf meine Freunde nicht verlassen kann, sind es keine Freunde.

7. Du hast einen Tag oder Abend nur für dich. Was machst du am liebsten?

E) Ich mache ein Workout, bei dem ich so richtig schön ins Schwitzen gerate.
A) Ich genieße die Ruhe, meditiere oder mache andere Versenkungs- oder Achtsamkeitsübungen.
C) Ich besorge ein, zwei Flaschen Met oder anderen Alkohol und lade ein paar Freunde ein.
D) Ich lese ein gutes Sachbuch, um mich weiterzubilden oder experimentiere mit meinem Chemie-Baukasten.
B) Ich mache einen ausgiebigen Waldspaziergang (oder anderswo im Freien), um den Kopf freizukriegen.

Auflösung

A) Du hast ein Interesse an Wellness und Gesundheitsthemen, meditierst gern oder machst vergleichbare Übungen. Möglicherweise gehst du einem heilenden Beruf nach und bist schon öfter umgezogen, weil es dich mal hierhin und mal dorthin ziehst. Du ähnelst damit dem Schamanen und Heiler Talahko, der aus einem Nomadenvolk stammt.

B) Du bist naturverbunden, Umweltschutz liegt dir am Herzen und du verbringst gern viel Zeit im Freien. Möglicherweise isst du lieber Gemüse als Fleisch und bist besonders gern im Wald. Damit ähnelst du der Elfenmagierin Gheal.

C) Du bist deinen Freunden gegenüber loyal und kämpfst nötigenfalls für dein eigenes und ihr Wohlergehen, ähnlich wie ein Wolf für sein Rudel eintreten würde. Du bist furchtlos und mutig, außerdem bist du ein geselliger Typ. Du ähnelst dem Krieger Brynjar aus dem Norden Vanfarins.

D) Sportliche Betätigung ist eher nicht so dein Ding und du bist lieber allein als unter vielen Menschen. Du hast vielleicht nur wenige, aber gute Freunde. Möglicherweise bist du stark an Naturwissenschaften oder einem anderen Wissenschaftszweig interessiert, auf jeden Fall gehst du den Dingen gern auf den Grund. Du ähnelst dem Gelehrten und Alchemisten Hadaschi.

E) Du bist ein sportlicher, ehrgeiziger Typ und gelegentlich von aufbrausendem Temperament. Außerdem bist du in vielen Lebenslagen flexibel. Mut und innere (oder auch äußere) Stärke sind ebenfalls Eigenschaften, die man mit dir in Verbindung bringt. Von deinen Freunden erwartest du, dass du dich auf sie verlassen kannst. Du ähnelst der Ogrra-Kriegerin Gorsic.

Mein erstes Crowdfunding

Ich starte ein kleines Crowdfunding in eigener Sache, um meine Teilnahme an der Buchmesse BuchBerlin im November 2019 zu finanzieren.Ihr könnt mich kostenlos unterstützen, indem ihr auf „Fan werden“ klickt (dazu ist eine Registrierung bei Startnext erforderlich).
Wer in Erwägung zieht, demnächst ein Taschenbuch oder ein E-Book von mir zu kaufen, den bitte ich, dies über das Crowdfunding zu tun. Bei entsprechender Verfügbarkeit ist eine Lieferung auch schon früher möglich als im angegebenen Zeitraum.
Ihr habt auch die Möglichkeit, meine drei neuen Bücher dort auszuwählen („Vanfarin – Von Untoten und Totems“, „An seiner Seite“ und „Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Mörderische Ostern“)

Ihr könnt mich kostenlos unterstützen, indem ihr auf „Fan werden“ klickt (dazu ist eine Registrierung bei Startnext erforderlich).
Wer in Erwägung zieht, demnächst ein Taschenbuch oder ein E-Book von mir zu kaufen, den bitte ich, dies über das Crowdfunding zu tun. Bei entsprechender Verfügbarkeit ist eine Lieferung auch schon früher möglich als im angegebenen Zeitraum.
Ihr habt auch die Möglichkeit, meine drei neuen Bücher dort auszuwählen („Vanfarin – Von Untoten und Totems“, „An seiner Seite“ und „Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Mörderische Ostern“)

Der Link zum Crowdfunding:

https://www.startnext.com/teilnahme-buchberlin-2019

Jahresrückblick – mit Ausblick auf 2019

2018 war für mich in schriftstellerischer Hinsicht ein sehr produktives Jahr. Sieben Bücher sind erschienen: Der historische Gay Romance Sammelband „Frei und doch verbunden“ und das Spinoff „Ein Mann namens Flora“ sowie die Novelle „Maskiert“ (alle hier zu finden).
Außerdem zwei Fälle meiner viktorianischen Gelegenheitsdetektivin Miss Murray,
Berlingtons Geisterjäger 3 – Die Türme von London“ und meine erste Gegenwarts-Gay-Romance „Die Rolle seines Lebens
Desweiteren habe ich eine Neuauflage meines Steampunk-Abenteuer-Romans „Der Stern des Seth“ veröffentlicht.

Lesungen und Veranstaltungen
Anfang des Jahres habe ich zusammen mit Asmodina Tear eine Lesung in der Parallelwelt Kulturbar gemacht, die gut besucht war. Weitere Lesungen folgten auf der Keks-Con in Hannover, der Unicon in Kiel und der Nordcon in Hamburg, sowie auf der Book Oldesloe in Bad Oldesloe.

Im Sommer gab es das von mir organisierte 6. Hamburger Steampunk Picknick, für mich eine schöne Gelegenheit, viele Bekannte wiederzusehen und das bei wunderbar sommerlichem Wetter.

Zusammen mit meinen Autorenkollegen Jan Gießmann habe ich Ende November die Buchmesse Buch Berlin „unsicher“ gemacht, dort haben wir uns einen Stand geteilt. Es war für mich wieder sehr schön, alte und neue Gesichter zu sehen, interessante Gespräche zu führen und einfach die angenehme Atmosphäre zu genießen. Ich hätte mit einigen auch gern länger gesprochen, aber das war im allgemeinen Trubel nicht so gut möglich. Was die Buchverkäufe betrifft, hat es sich nicht nur für mich rundum gelohnt, auch von mehreren anderen AutorInnen und VerlegerInnen habe ich in dieser Hinsicht viel Positives gehört.

Im November habe ich auch zum ersten Mal am NaNoWriMo teilgenommen und einen persönlichen Rekord aufgestellt: Innerhalb von nur zwei Wochen habe ich die Rohfassung zu Miss Murrays drittem Kriminalfall geschrieben.

Ausblick auf 2019

Mein nächstes Buch steht bereits in den Startlöchern: „Orangen und Schokolade“ erscheint am 17. Januar 2019 und hiermit begebe ich mich auf Neuland in dreifacher Hinsicht – es ist meine erste Hetero-Romanze, ich verwende hier abwechselnd für die beiden Hauptfiguren die Ich-Perspektive und das Buch spielt in meiner Wahlheimat Hamburg.

Für das Frühjahr habe ich die Veröffentlichung von Miss Murrays dritten Kriminalfall geplant, der gerade bei Testleserinnen ist.

Außerdem wird 2019 mein erster High Fantasy Roman erscheinen, der zur Zeit
ebenfalls noch bei Testleserinnen ist.

Zur Zeit schreibe ich auch an einer Fortsetzung für „Die Rolle seines Lebens“.

Außerdem wird es auch einen vierten, in sich abgeschlossenen Band zu „Berlingtons Geisterjäger“ geben, eventuell Ende 2019 oder Anfang 2020.

Die Buchcover und Titel für diese vier neuen Bücher sind bereits fertig, aber die sind noch streng geheim. 😉

Wenn alles klappt, könnt ihr euch euch also 2019 auf mindestens vier oder fünf neue Bücher von mir freuen und ich werde wahrscheinlich auch wieder auf mehreren Veranstaltungen anzutreffen sein.

Und sonst?
Da bei mir immer wieder Plotbunnys vorbeihoppeln – diese kleinen oder auch größeren Ideen, die sich vielen AutorInnen aufdrängen, während sie gerade an einem ganz anderen Text schreiben – plane und schreibe ich bereits an mehreren weiteren Projekten, über die ich jetzt aber noch nicht mehr verraten möchte.

Kommt gut ins Neue Jahr, feiert schön und bleibt gesund!

Genres in einem Satz erklärt

Auf diese Idee brachte mich ein Zitat aus dem Horrorfilm „Sinister“ (siehe unten).

Liebesroman
Sie lernen sich kennen, haben ein paar Probleme und stellen fest, dass sie einander lieben.

Krimi
Gute Menschen kommen ums Leben und am Ende wird aufgeklärt, wer sie umgebracht hat.

Thriller
Guten Menschen passieren allerhand gefährliche Dinge und eventuell kommen einige ums Leben.

Horror
Guten Menschen passieren furchtbare Sachen (ein Zitat aus dem Film „Sinister“).

High Fantasy
Die Helden müssen die Welt retten und am Ende gibt es eine große Schlacht.

Urban Fantasy
Die Helden müssen die Stadt vor bösen Kreaturen retten.

Dark Fantasy
Die Antihelden müssen ihre düstere Welt vor einer finsteren Bedrohung retten.

Steampunk
Verrückte Erfindungen sorgen für Fortschritt, aber auch allerhand Turbulenzen.

Science Fiction
Sie kamen mit ihrem Raumschiff, sahen fremde Planeten und siegten.

Dystopie
Guten Menschen passieren abenteuerliche oder fürchterliche Dinge in einer fernen Zukunft und sie müssen ums Überleben kämpfen.

Drama
Guten Menschen passieren tragische Dinge.

Komödie
Skurrilen Menschen passieren allerhand lustige oder peinliche Dinge.

Entwicklungsroman/Coming-of-Age
Er oder sie wird erwachsen, was sich schwierig gestaltet.

Turbulenzen in Liebesromanen

Abbildung: Pixabay

Romanzen folgen fast immer einem bewährten Muster. Zwei lernen sich kennen, mögen sich anfangs nicht oder aber schon, doch es stehen ihnen verschiedene Probleme im Weg, die erst beseitigt werden müssen, bis das Happy End eingeläutet werden kann. Gelegentlich – aber nicht immer – endet es mit einer Hochzeit.

Und hier sind einige typische Turbulenzen, die man in manchen Romanzen findet:
(Ich mische hier übrigens bunt Hetero- und queere Paare.)

  • Eine Frau zwischen zwei Männern – ihr Exfreund will sie unbedingt zurückerobern.
  • Sie können einander nicht leiden. Oder sind Konkurrenten um etwas. Wenn da nur nicht diese unerklärliche Anziehungskraft zwischen ihnen wäre…
  • Er lernt gleichzeitig zwei faszinierende Männer kennen. Für welchen der beiden soll er sich nur entscheiden? (In polyamoren Settings fällt diese Entscheidung eventuell weg, aber auch der Weg dahin ist möglicherweise lang.)
  • Sie ist noch jung (oder auch nicht) aber bereits Witwe und kann den Verlust ihrer besseren Hälfte nicht überwinden. Oder doch?
  • Er hat die Nase voll von Beziehungen und will einfach nur unverbindlichen Sex.
  • Er ist verliebt, aber sie hat ein Kind aus einer früheren Beziehung. Wird diese Patchwork-Familie funktionieren?
  • Wie aus heiterem Himmel taucht seine Ex wieder auf, für die er noch immer Gefühle hat.
  • Sie glaubt nicht mehr an die große Liebe, das ist doch nur was für hoffnungslose Romantiker!
  • Er hat (aus Gründen welcher Art auch immer) psychische Probleme und hat deshalb Angst vor Nähe oder Bindungsangst.
  • Aus speziellen Gründen muss sie die Stadt verlassen, aber ihre Flamme bleibt. Ob das gut geht mit einer Fernbeziehung?
  • Er ist bi. Sein neuer Freund geht davon, dass er sich früher oder später doch für eine Frau entscheiden wird, was für Streitigkeiten sorgt.
  • Sie möchte polyamor leben, er nicht. Oder doch?
  • Sie wurde von ihrem Mann betrogen und ließ sich scheiden. Nun hat sie Schwierigkeiten, Männern zu vertrauen, wenn es um die Liebe geht.
  • Beziehungstatus: Es ist kompliziert. A will mehr als B. B ist das zuviel. Oder andere Beziehungsstatuskomplikationen.
  • Er hat Probleme mit seiner sexuellen Orientierung. Sein Freund ist da schon weiter. Wird er sich trauen, sich zu outen?
  • A hat B mit C betrogen. C stellt fest, dass sie sich zu beiden hingezogen fühlt.
  • A hatte einen unvergesslichen One Night Stand mit B. Jahre später ist er/sie mit C zusammen, doch dann taucht B wieder auf…
  • Zum Schluss noch ein Klassiker:
    A liebt B, doch ihre Familien sind dagegen (das gab es  schon bei Shakespeare…)

Kuriose Kritiken zu meinen Büchern

Vorweg möchte ich sagen: Ich freue mich, wie gewiss alle AutorInnen, über Feedback und Rezensionen zu meinen Büchern, und natürlich auch über konstruktive Kritik. Ich bin jedem Leser dankbar, der sich die Mühe macht und die Zeit nimmt, eine ehrliche Rezension über meine Bücher zu schreiben, denn das ist keinesfalls selbstverständlich. Ebenso bin ich jedem Testleser dankbar, der sich sogar noch mehr Mühe macht und mir einzelne Anmerkungen in die Rohfassung meiner Manuskripte schreibt.

Interessant wird es, wenn es um Kritik in Rezensionen geht, denn gelegentlich wundere ich mich ein wenig über einzelne Kritikpunkte. Oder darüber, wie diese formuliert werden. Mittlerweile ist mir klar, dass AutorInnen es nie, wirklich nie allen LeserInnen recht machen können. Das ist und kann gar nicht mein Ziel sein. Denn oft ist es so – frage zehn verschiedene Leser, und du erhältst zehn verschiedene Meinungen, zu ein und demselben Buch. Das gilt übrigens sogar für internationale Bestseller.

Kunst aller Art, auch Literatur, ist letztendlich eine sehr, sehr subjektive Angelegenheit, und das gilt auch für die Wahrnehmung derselben, also im Literaturbereich eben durch die LeserInnen.

Umgekehrt nehme ich aber auch Kritik ebenfalls zu einem gewissen Teil subjektiv wahr. Mitunter wirken einige Kritikpunkte auf mich etwas kurios. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle einige Kuriositäten dieser Art vorstellen.

Disclaimer: Dieser Blogbeitrag soll keineswegs einer generellen Kritik an Rezensionen dienen und ist auch nicht als Verunglimpfung gedacht, denn wie ich schon oben sagte, freue ich mich, wenn LeserInnen Zeit und Mühe in eine ehrliche Rezension investieren.

Kurioses zu „Berlingtons Geisterjäger 1 – Anderswelt“

Detailfragen

(Zu einer Leseprobe) – Eine Leserin sagte, sie hätte schon während der Leseprobe die Lust am Lesen verloren, denn der Ausdruck „Zimmerpflanze“ sei nicht historisch genug für einen Roman, der um 1887 spielt. Außerdem hätte ich die genaue Pflanzensorte nennen sollen.

In der entsprechenden Szene ging es allerdings weder um einen Pflanzenliebhaber, noch um einen Gärtner, Botaniker oder ähnliches. Die „Zimmerpflanzen“ dienten lediglich der Beschreibung des Raumes und waren für die eigentliche Handlung absolut irrelevant.

Die Länge des Romans

Zwei Rezensentinnen, die auch Autorinnen sind, sagten – übrigens unabhängig voneinander – dass der Roman 100 Seiten länger hätte sein können, wenn ich ausführlichere Beschreibungen von Orten und mehr über die Gefühle und Sichtweisen der Personen geschrieben hätte. Übrigens haben auch weitere Leserinnen angemerkt, dass der Roman länger hätte sein können. Dass ich insgesamt ausführlicher hätte schreiben können, sehe ich inzwischen auch so und arbeite entsprechend an meinem aktuellen Projekt daran, dies zu berücksichtigen.

Aber dass sie mir eine so konkrete Seitenzahl nennen, die angeblich gefehlt hat, kann ich mir eigentlich nur so erklären, dass diese Rezensentinnen sich vermutlich im Stillen gedacht haben, „wenn ich selbst dieses Buch mit diesem Plot geschrieben hätte, dann wäre es bestimmt 100 Seiten länger gewesen“ (zugegeben, das ist nun Spekulation von meiner Seite aus).

Ich kann die Kritik an sich verstehen, nur diese sehr konkrete Seitenzahl fand ich ein bisschen seltsam, denn ich finde, letztendlich sollte jeder Autor selbst entscheiden dürfen, wie lang genau sein Buch wird, wo er kürzen möchte und wo er mehr in die Tiefe geht (es sei denn, er hat eine ganz konkrete Vorgabe von einem Verlag).

Heteronormative Erwartungen

Eine Buchbloggerin schrieb, sie hätte erwartet, dass im Buch auch mindestens eine Hetero-Liebesgeschichte vorkommt. Sie war verwundert, dass hier ausschließlich zwei gleichgeschlechtliche Romanzen behandelt werden. In sämtlichen Beschreibungen zum Buch und im Klappentext steht, dass es ein Genremix ist mit Gay/Lesbian Romance. Eine Mann-Frau-Romanze habe ich nirgendswo angedeutet.

Wie darf eigentlich ein Amerikaner in England schimpfen?

Zu dem Amerikaner Eliott schrieb eine Bloggerin:

„Leider konnte ich einen Charakter gar nicht ernst nehmen – ein Amerikaner, der „Bloody Hell“ sagt, ist für mich nicht realistisch. Auch dann nicht, wenn er anecken will. Aber das war nur einer von ein paar Rechercheschwächen.“

Anscheinend hat sie das so sehr beschäftigt, dass sie extra nachgefragt hat, warum ein Amerikaner denn eine britische Beschimpfung verwendet und diese sogar denkt.

Das ist ganz einfach: Er lebt seit mehreren Jahren in London, noch dazu im East End und hat diesen Begriff mittlerweile so oft gehört, dass er ihn verinnerlicht hat. Menschen, die längere Zeit im Ausland leben (ich habe fünf Jahre meines Lebens im Ausland verbracht) werden das vielleicht nachvollziehen können. Irgendwann übernimmt man automatisch Begriffe oder Ausdrücke aus der Gegend, wenn man sie immer wieder hört. Man denkt irgendwann auch gar nicht mehr darüber nach. Noch dazu ist der Ausdruck „Bloody hell“ zu dieser Zeit ganz schön provokativ und ich dachte mir, dass er dem Charakter deshalb gut gefällt. Natürlich muss das niemandem gefallen und niemand muss den Charakter ernst nehmen.

Aber von meiner Seite war es pure Absicht, dass Eliott ständig „Bloody hell“ sagt.

Das habe ich der Bloggerin auch erklärt. Zugegeben, im Roman selbst wird es nicht erklärt, warum er als Amerikaner ein britisches Schimpfwort verwendet. Aber ich finde, man muss nicht immer alles erklären.

Im Übrigen habe ich bei „Berlingtons Geisterjäger“ fleißig historisch Fakten mit frei Erfundenem vermischt. Es ist kein historischer Roman, sondern historische Urban Fantasy mit ein bisschen Steampunk.

Vermeintliche Anachronismen

Last but not least zu „Der Stern des Seth“:

In einer Zwei-Sterne-Rezension wurde bemängelt, ein Kugelschreiber passe nicht in ein historisches Setting (im Jahr 1885). Allerdings schreibe ich wie oben schon erwähnt nun mal keine historischen Romane, sondern Steampunk. In meinem Setting ist es so, dass es Erfindungen gibt, die in der Realität erst später auf den Markt kamen, z.B. Automobile.

Bei Wikipedia kann man folgendes über die Geschichte des Kugelschreibers lesen:

„Bereits Galileo Galilei fertigte eine Skizze an, die eine Art Vorläufer des Kugelschreibers zeigt. Erste Patente zu Schreibgeräten, die ihre eigene Tinte mitführen, gab es im 19. Jahrhundert.

1888 erhielt der Amerikaner John J. Loud ein Patent auf ein kugelschreiberähnliches Gerät, mit dem man Leder markieren können sollte. Slavoljub Eduard Penkala, ein kroatischer Erfinder, patentierte 1906 ebenfalls einen Kugelschreiber-Vorläufer.“

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kugelschreiber#Geschichte)

Wenn man das so liest, kann man sich eigentlich gut vorstellen, dass es in einem Steampunk-Setting in den 1880er Jahren durchaus bereits Kugelschreiber oder ähnliche Geräte geben könnte.

Die Rezensentin hat interessanterweise nur den Kugelschreiber kritisiert und nicht die Automobile. Das könnte nun wiederum daran liegen, dass ich im Nachwort erwähnt habe, dass die Geburtsstunde des Automobils eigentlich erst 1886 war, mit dem Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 vom deutschen Erfinder Carl Benz, ich diese Erfindung aber für meine Geschichte abgewandelt habe. Auf die Erfindung des Kugelschreibers bin ich im Nachwort allerdings nicht eingegangen. Denn wie ich oben schon anmerkte, ich finde, man muss nicht alles erklären.