Rund um den Roman „Hexen in Hamburg: Vergoldet“

Davon handelt er:
Der queere Student Fabian hat die bipolare Störung und gerät in eine manische Phase. Das ist aber nicht sein einziges Problem: Der nordische Gott Loki, den er verehrt, lässt sich schon seit Längerem nicht blicken. Fabians Freund Stefan ist außerdem in den Dunstkreis einer sektenartigen Gruppe rund um die charismatische Vera geraten. Fabian forscht nach, auch gemeinsam mit seinem Hexenfreundeskreis. Denn mit einer App, die Vera kostenlos für ihre Follower anbietet, scheint etwas faul zu sein …

Eine ausführliche Leseprobe (die ersten 2 Kapitel als PDF) gibt es hier.

In „Hexen in Hamburg: Vergoldet“ beschäftige ich mich mit mehreren ganz verschiedenen Themen: die bipolare Störung, Aromantik, den nordischen Gott Loki und eine sektenartige Gruppierung. Für die bipolare Störung bin ich own voice und konnte eigene Erfahrungen mit manischen Phasen einfließen lassen. Was Aromantik betrifft, dafür fehlt mir die Lebenserfahrung. Eine aromantische Freundin von mir hat freundlicherweise ein Sensitivity Reading für mich gemacht, das mir sehr weitergeholfen hat.

In diesem Zusammenhang zeige ich euch hier die Sachbücher, die ich für Recherchen und darüber hinaus gelesen habe und sehr empfehlen kann – vier davon erwähne ich auch im Buch:

Laura Tempest Zakroff: Sigil Witchery
Misha Magdalene: Outside the Charmed Circle: Exploring Gender & Sexuality in Magical Practice
Dagulf Loptson: Pagan Portals: Loki – Trickster and Transformer
Katharina Kroschel, Annika Baumgart: (un)sichtbar gemacht – Perspektiven auf Aromantik und Asexualität
Thomas Bock: Achterbahn der Gefühle – Mit Manie und Depression leben lernen
Fabian Maysenhölder: Die Spur des Bösen – Wenn Fanatismus tödlich endet. Wahre Sektenverbrechen

Das folgende Meme finde ich wunderbar, deshalb habe ich es in den Roman mit eingebaut, weil Fabian wie ich auch davon träumt, so resilient wie die Löwenzahnpflanze zu werden. Darüber hinaus wird der Löwenzahn im modernen Heidentum auch in Verbindung mit dem nordischen Gott Loki gebracht. Im Buchcover habe ich eine Makrofotografie einer Löwenzahnblüte mit eingebaut.

Fabian hört im Roman in einem Club den Song „Girls just wanna have fun“, in einer Cover-Version von Emilie Autumn. Emilie hat wie Fabian die bipolare Störung und geht offen damit um. Das kann man auch auf ihrer Wikipediaseite lesen.

Hier ihre Version von „Girls just wanna have fun“ bei YouTube.

Im Roman steht der Song symbolisch auch für Fabians manische Phase, in der er sehr sorglos und risikobereit wird, außerdem einfach nur Spaß haben will.

Eine Inspiration für „Hexen in Hamburg: Vergoldet“

Im Roman treffen der Protagonist Fabian und ein guter Freund von ihm auf die charismatische Vera, die den Besucher*innen ihrer Kurse verspricht, dass ihre selbstentwickelte Methode „Golden Angel Flow“ für alles Mögliche gut sei, vor allem auch gesundheitlich und in Sachen Mental Health.

Vera hat außerdem eine sektenartige Struktur um sich geschaffen. Die Inspiration dafür kam durch New-Age-Esoterik-Werbungen, die mir im Internet aufgefallen sind, sowie durch kritische Dokus, z.B. über spirituelle Life Coaches.

Da gibt es selbsternannte spirituelle Lehrer*innen (nicht selten mit hochtrabenden, aber frei erfundenen oder geklauten Titeln), die eine Methode entwickelt haben, die Wunder wirken soll. Häufig basieren diese Methoden allerdings auf schon real existierenden, z.B. Yoga.

Oft geht es da auch um angebliche Heilmethoden, die aber nicht evidenzbasiert sind, zu denen auch keine medizinischen Studien existieren, und die gefährlich sein können. In mehr als einer Doku habe ich z.B. von Fällen gehört, bei denen die Betroffenen eine potenziell tödliche Erkankung hatten, dann eine mehr als fragwürdige Methode ausprobiert haben statt evidenzbasierter Medizin … und nicht überlebt haben.

Und all das hat mich inspiriert, Vera und ihre angeblich Wunder wirkende Methode zu schreiben und das kritisch zu beleuchten.

Vorbestellaktion für das Taschenbuch von „Hexen in Hamburg:Vergoldet“

Ihr möchtet eine eher unbekannte, queere, mehrfach marginalisierte Autorenperson unterstützen, die Selfpublishing macht?

Ihr mögt Cosy Urban Fantasy, mit modernen paganen Hexen? Dann habe ich etwas für euch, ich mache wieder eine Vorbestell-Aktion, diesmal für das Taschenbuch von „Hexen in Hamburg: Vergoldet“. Das ist Band 4 der Reihe, aber wie alle anderen ist er unabhängig von den vorherigen lesbar.

Details zur Vorbestellung:

Schreibt mir eine DM oder eine E-Mail an amaliazeichnerin(at)gmx.de dass ihr das Taschenbuch bestellen möchtet.

Darin nennt mir bitte folgendes: Eure Postadresse für den Versand.
Wenn ihr eine Signierung wünscht, für wen (Name) soll ich das Buch signieren?

Der Preis beträgt 13 € mit 2,70 € Versandkosten, also insgesamt 15,70 €.
Dazu lege ich für euch noch einige gratis Goodies dazu: einen dekorativen Bleistift, Sticker und Tee. Ihr erhaltet das vorbestellte Taschenbuch im Juni als Warensendung, eine Rechnung füge ich mit bei (den Betrag bitte erst nach dem Erhalt des Buches bezahlen).

Hier gehts es zur Buchreihe, auch mit Leseproben.

Inhaltshinweise und Inhaltswarnungen zum Roman „Vergoldet“:

Inhaltshinweise
Freundschaft, Magie, Hexenkunst, Heidentum, moderne Hexen, aromantische Hauptfigur

Inhaltswarnungen
Alkohol, problematischer Umgang mit der eigenen Mental Health (manische Phase), Erbrechen, Gruppe mit sektenartigen Zügen, Sucht, Mobbing, Misgendering (wenig). Folgendes wird erwähnt, nicht näher geschildert: Krebserkrankung, Verlust von geliebten Menschen, Unfall, Suizid, Fehlgeburt, Vergewaltigung, Traumata

Der Grufti-Treff im Nyctophilia (Hamburg)

Foto: von mir, eines der Schaufenster des Nyctophilia

Lesezeit: ca. 3 Minuten.
Seit rund zwei Jahren gehe ich fast jeden Monat zu diesem monatlichen offenen Treffen für Goths und Interessierte. Mir gefällt diese Veranstaltung sehr, deshalb möchte ich sie heute einmal vorstellen.

Wann?
Der kostenlose Treff findet jeden 2. Samstag im Monat statt, von 15 bis 19 Uhr. Das hängt auch damit zusammen, dass die langjährig etablierte Goth-Party „Return of the Living Dead“ (oder abgekürzt: die „Return“) ebenfalls jeden 2. Samstag im Monat in der Markthalle (Nähe Hauptbahnhof) stattfindet. So kann man bei Interesse den Treff-Besuch und die Party gut miteinander verbinden.

Wer?
Willkommen sind Goths bzw. Gruftis und alle, die sich für die Goth Subkultur und Verwandtes interessieren, also auch Newbies/Baby Bats. Ich habe dort auch schon mehrere Leute getroffen, die eher Punk oder Metal hören, oder auch viele verschiedene Genres, nicht nur die Goth-Subgenres.
Aus meiner Sicht ist der Treff außerdem ein Safer Space: Auch Queers sowie anderweitig marginalisierte Menschen sind gern gesehen und das ist nach meiner Erfahrung nicht einfach so dahingesagt. Ich trage dort übrigens (als Risikopatientin, was Covid betrifft) immer noch eine FFP2-Maske und habe in dieser Hinsicht noch nie abwertende Kommentare oder Blicke bekommen.

Was?
Der Treff ist vor allem eine Möglichkeit, sich entspannt mit anderen auszutauschen. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele der Anwesenden offen sind, auch mit Leuten, die sie noch nicht kennen, ins Gespräch zu kommen. Bei solchen Gelegenheiten frage ich z.B. gern, welche Musik jemand besonders gern hört. Daraus haben sich schon einige interessante Gespräche ergeben und ich habe einen Haufen Musiktipps bekommen.
Einige bringen gern Karten- oder andere Spiele mit.* Ich habe auch schon einige Leute über Tarotkarten fachsimpeln gehört. Andere bringen ihre kreativen Projekte mit (z.B. Häkeln, Stricken, Skizzenbücher zum Zeichnen oder anderes) und arbeiten daran, während sie sich unterhalten. Und wer mag, kann einen Eintrag im Gästebuch des Ladens schreiben oder etwas darin zeichnen.

Im Nyctophilia gibt es mehrere Sitzgelegenheiten und Tische, außerdem gibt es Limonaden zu kaufen. Beim Grufti-Treff gibt es auch kostenlos Kaffee und häufig Kekse (alles vegan). Für den Kaffee gebe ich etwas in die „Kopfgeld“-Kasse. Das ist gern gesehen, aber kein Muss.

Apropos kein Muss: Der Shop hat während des Treffs ganz regulär geöffnet, also eine gute Gelegenheit zum Stöbern, für Fragen oder das Anprobieren von Kleidung, Schmuck oder Accessoires. Es gibt aber weder einen Kaufs- noch einen Verzehrzwang.

Für mich als Buchmenschen ist außerdem die Bücherecke besonders interessant: Dort gibt es Bücher, DVDs und CDs. Einige davon kann man gegen eine Spende erwerben, andere gehören dem Laden und sind zur Ansicht/zum Hineinlesen da. Bei Interesse am besten beim Team des Nyctophilia fragen. Auch von mir gibt es einige Bücher in der Bücherecke (sie bleiben im Laden).

Wo?
Die Adresse des Nyctophilia ist Landwehr 5, 22087 Hamburg.
Das ist gut zu Fuß erreichbar, über die U-Bahnstation Wartenau, die S-Bahnstation Landwehr, bzw. auch Bushaltestellen in der Nähe.

Die Webseite: https://nyctophilia-shop.de/

Nyctophilia auf Instagram: https://www.instagram.com/nyctophilia_shop/

Nyctophilia auf Facebook: https://www.facebook.com/NyctophiliaShopHamburg

Fußnote
* Im Nyctophilia gibt es übrigens auch immer mal wieder Spielnachmittage, bei denen vor allem düstere, morbide, schwarzhumorige oder anderweitig Gothic-mäßige Spiele gern gesehen sind. Weitere Veranstaltungen sind ein Tatoo und Piercing Walk-In-Day, Community-Flohmärkte, Kunsthandwerksmärkte (z.B. für Frühling und Winter) und gelegentlich auch abendliche Vorträge (z.B. über Fledermäuse)