Interview mit Saskia Dreßler

Im Interview zeige ich auch Bücher von Saskia, die they veröffentlicht bzw. mit herausgegeben hat.
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Hallo Saskia, danke, dass du dir die Zeit nimmst für ein Interview.

Du bist als Autor*in und Herausgeber*in tätig und bietest auch Workshops an. Außerdem machst du die wöchentliche Mitmachaktion #Queergelesen (auf Instagram und im Fediverse) zu verschiedenen Themen rund um Queerness in der Literatur. Was gefällt dir an diesen Tätigkeiten besonders?

Ich glaube, das sind zwei Aspekte, die mir bei allen Tätigkeiten besonders gefallen:
Der erste Aspekt ist der Kontakt mit Menschen – sei es live oder online. Ich mag es mich mit anderen über Themen auszutauschen, die mir wichtig sind. Sei es, dass ich bei Workshops mein Wissen weitergeben kann und auch etwas dazu lerne. Oder sei es, dass ich neue Texte durch das Herausgeben von Anthologien kennenlerne und Erfahrungen bei #Queergelesen teilen kann. Auch im Schreiben haben wir Kontakt mit Menschen auf verschiedenen Ebenen, den ich nicht missen möchte.
Der zweite Aspekt ist für mich eher ein ideeller. Ich finde es wichtig Geschichten zu schreiben oder aufzuklären über Marginalisierungen, die mich betreffen. Natürlich finde ich es auch wichtig, dass wir Figuren in Geschichten haben, die nicht alle unsere Marginalisierungen teilen – aber der Umgang mit einem Sensitivity Reading ist etwas anderes. Beim Schreiben meiner Marginalisierung geht es mir vor allem darum auch unterhaltend Aspekte meiner Marginalisierung der lesenden Person näher zu bringen. Hier können sich betroffene Personen wiederfinden, während alle anderen eine neue Sichtweise kennenlernen können – und damit sind wir wieder beim Kontakt und der Kreis zwischen den Aspekten, die mir bei allen verschiedenen Tätigkeiten gefallen.

Erzähl uns bitte etwas über dein neues Buch. Wann und wo erscheint es, und wie bist du auf die Idee dazu gekommen?

Mein neuestes Buch »Geisterfall« ist Band 1 einer vierbänden Yokai-Punkreihe (Fußnote 1). Das Buch erscheint Mitte/Ende Mai beim Weltenruder Verlag und die Geschichte spielt in den 1920ern in Tokyo. Es ist eine Geschichte, die sich zu großen Teilen an der realen Geschichte und realen Gegebenheiten der Zeit orientiert – aber eben nur zum Teil. Es gibt eine enge Verflechtung mit der japanischen Mythologie und einen etwas veränderten Technikstand.
Die Idee der Geschichte begleitet mich seit 2021. Witzigerweise kam mir zuerst die Idee für das Prequel, was 1870 spielen sollte – aber an die Geschichte habe ich mich nicht getraut. Stattdessen habe ich gedacht, dass es leichter wäre 4 Bände zu schreiben. Kleiner Spoiler: Ist es natürlich nicht.
Am Anfang der Idee standen für mich drei Dinge: Erstens meine Faszination für die japanische Geisterwelt und den spannenden Hintergründen dazu und zweitens ein Gesellschaftskonzept, was ich gerne erzählen wollte. Und drittens hatte ich die letzte Szene zuerst bildlich im Kopf – bevor ich meine Figuren oder irgendwas wirklich kannte. Von dieser Szene und meinen theoretischen Ausgangsgedanken zum Gesellschaftskonzept, bin ich dann weitergegangen und alles hat sich entwickelt.

Klappentext:
Vor Jahren hat ein Pakt das Verhältnis der japanischen mythologischen Wesen Yōkai und Yūrei zu den Menschen neu geregelt – aber nicht alle halten sich daran.
Der berühmte Schriftsteller Nakahara-san wird von der jungen Sai tot aufgefunden. Noch bevor sie den Fund melden kann, wird sie von einer Gruppe Yōkai und Yūrei entführt.
Deren Detektivbüro Himitsu glaubt an eine übernatürliche Einmischung und möchte den Fall aufklären – kann dabei aber keine menschliche Einmischung gebrauchen. Doch ein mächtiger Kami hat andere Pläne. Er trägt Sai auf, als Vermittlerin zwischen Himitsu und den Menschen zu dienen. Das ist auch notwendig, denn der totgeglaubte Schriftsteller ist wieder sehr lebendig.
Spannende Urban Fantasy in einem technisch alternativen Tōkyo der 1920er – mit einem sprechenden Kater.
Das Buch erscheint am 28. Mai 2026 im Weltenruder Verlag.


Welche Figur im Roman, abgesehen von deinen Hauptfiguren, magst du besonders, und warum?

Ich möchte vier Nebenfiguren euch mitgeben, die ich besonders gerne mag und ich zähle sie mal in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Buch auf: Da haben wir die Vermieterin von Sais Schlafplatz (Sai ist dabei unsere menschliche Hauptfigur) Frau Yamada. Diese ist für mich so nahbar. Sie lästert gerne und hat ein bisschen eine konservative Lebensauffassung, aber genau das macht sie als Figur mich so lebendig.
Und dann möchte ich noch meinen zweiköpfigen Tanuki Makoto hervorheben. Dey wäre gerne ein Tanuki, der große Erfindungen machen würde – doch leider schlägt das immer … ein bisschen fehl.
Außerdem habe ich Keiko als Figur (hier bleibe ich mit Absicht ein bisschen vage) so ins Herz geschlossen, dass sie in anderen Teilen definitiv wieder vorkommen wird. Keiko ist als Figur einfach wunderbar direkt und kämpft für ihren eigenen Platz im Leben und in der Gesellschaft. Außerdem ist sie eine der Figuren, die Sai in Tokyo relativ offen aufnimmt – wo es sonst eher Probleme gibt.

Was steht als nächstes für dich an? Auf Instagram und auf deiner Webseite hast du eine ganze Reihe an Buchprojekten vorgestellt, an denen du arbeitest – schreibst du an mehreren parallel, oder eines nach dem anderen, wenn du das verraten magst?

Das ist eine gute Frage! Ich habe ja bei Schreibprojekten immer das Problem mit der Motivation. Das hängt sehr eng mit meiner Neurodivergenz bzw. den Neurodivergenzen zusammen. Bei Kurzgeschichten ist das nicht so ein großes Problem, aber je länger ein Projekt dauert, desto mehr muss ich mir Strategien überlegen, um am Projekt zu bleiben. Parallel arbeiten funktioniert bei mir nur bedingt. Eine Kurzgeschichte dazwischen zu schieben, ist immer möglich – bei längeren Projekten müssen die in unterschiedlichen Zuständen sein. Beispielsweise schreibe ich an einem die Rohfassung und versuche beim anderen einen Teil zu überarbeiten.
Im Moment gerade warte ich noch auf eine Verlagsrückmeldung für ein Projekt. Für dieses gebe ich einfach das Stichwort »Pirat*innen«. Sonst habe ich am Anfang des Jahres eine Abstimmung auf Patreon gemacht. Diese war für alle zugänglich und es konnte entschieden werden, welches meiner Projekte gerade am interessantesten ist. Hier hat – mit weitem Abstand – mein Arcanepunk-Gerichtsdrama gewonnen. Hier muss ich noch ein bisschen etwas am Weltenbau arbeiten, aber es freut mich schon sehr ein Gerichtsdrama zu schreiben. So was habe ich in der Phantastik noch nicht so oft gelesen.

Du gibst auch manchmal Workshops für Autor*innen. Was für Erfahrungen hast du damit gemacht? Schreibe auch gern, wo man deine Workshops finden kann.

Mit den Schreibworkshops habe ich im letzten Jahr begonnen. Meine kleine Premiere hatte ich auf der Leipziger Autor*innenrunde, bei der ich über die Darstellung von neurodivergenten Figuren und Mental Health in Geschichten gesprochen habe. Daraus hat sich mein erster Workshop »Neurodivergenz & Schreiben« entwickelt.
Mir hat die Erfahrung super viel Spaß gemacht. Ich kenne Lehre bisher vor allem im Studiumsumfeld und es ist schon ein kleiner Unterschied, ob ich vor Studierenden einen Lehrinhalt halte oder vor Autor*innen. Ich war echt überrascht, dass es doch einige Personen gab, die sich für meinen Themenbereich interessieren.

In diesem Jahr gibt es bei mir drei neue Workshops zu den Themen »Mental Health Repräsentation«, »Let’s get Punk – Ein Überblick über Punkgenre« und »Anime und Manga: Was können wir von ihnen vom Schreiben lernen?«, und dazu kommt die Wiederholung des Workshops »Neurodivergenz & Schreiben«. Die Workshops sind alle etwas unterschiedlich aufgebaut und für mehr Informationen würde ich meine Webseite (siehe unten) empfehlen. Die Terminabstimmung für die Workshops beginnt im April, und wer sich davor bei mir per E-Mail auf die Interessent*innenliste gesetzt hat, kann beim Termin mitbestimmen. Der offizielle Anmeldungsstart ist im Mai – und ich freue mich natürlich über alle, die sich für die Themen interessieren!

Sprechen wir kurz über progressive Phantastik und Diversität. Was hat sich aus deiner Sicht in den vergangenen paar Jahren diesbezüglich auf dem Buchmarkt verändert? Ist die Phantastik zumindest teilweise progressiver geworden oder war mehr Diversität in der Literatur nur eine Art kurzer Trend?

Ich glaube, dass gleichzeitig viel Gutes und viel Negatives passiert. Ich sehe positive Trends in Bezug auf Awareness und das Aufkommen von diversen Figuren und Plots in der Kleinverlagsebene und bei Selfpublishenden. Auf der anderen Seite sind Großverlage, meiner Meinung nach, noch sehr hinterher. Da ist der englische Buchmarkt uns meilenweit voraus. Unsere Wirtschaftslage und unser Konsumverhalten zieht das Problem mit sich nach, dass die Gruppen, die progressiver sind (eben die Kleinverlage und Selfpublishenden) sehr große Probleme haben zu überleben. Viele müssen irgendwann aufgeben, weil die Kapazität (sowohl finanziell wie auch mental) nicht mehr reicht. Diese Entwicklung sehe ich sehr kritisch – und hier habe ich noch gar nicht begonnen über die Verwendung von KI in der Buchbranche zu reden.

Was die verschiedenen Facetten von Diversität betrifft, habe ich das Gefühl, dass es bestimmte Facetten gibt, die akzeptierter sind als andere. Allein im queeren Spektrum sehen wir dieses Phänomen: So sind Geschichten mit schwulen Protagonisten (jetzt mal die Darstellung davon herausgenommen) relativ weitverbreitet. Schwieriger wird es da schon mit Geschichten mit lesbischen Figuren und von weiteren Aspekten des queeren Spektrums will ich da gar nicht anfangen. Ähnliches lässt sich auch auf andere Arten von Diversität übertragen. Ich glaube, dass wir auf einen guten Weg sind, aber insgesamt gibt es doch noch einiges zu tun.

Wenn du zwei Wünsche frei hättest, was würdest du dir von Leser*innen und dem deutschsprachigen Buchmarkt wünschen?

Ich glaube, mein erster Wunsch ist »Offenheit« und das auf verschiedenen Ebenen. Ich wünsche mir die Offenheit von Lesenden sich auf Geschichten einzulassen, die vielleicht diverser oder jenseits von Erzählkonventionen sind, die wir kennen. Außerdem wünsche ich mir die Offenheit von Verlagen, dass sie Autor*innen und Literatur, die divers sind, fördern. Wagt doch etwas, denn nur so kann sich langfristig die Literaturlandschaft ändern.

Und mein zweiter Wunsch ist speziell an Lesende gerichtet: »Euer Konsumverhalten bestimmt den Markt mit«. Ich glaube nämlich, dass das ein Punkt ist, der sehr vergessen wird. Wir sind nicht einfach den Verlagen ausgeliefert. Mit unserem Kaufverhalten, den Trends, auf die wir aufspringen, oder die Bücher und Verlage, die wir supporten, werden gesehen, und Verlage passen sich daran an. Feiert doch einfach mal diverse Geschichten und zeigt, dass wir so etwas lesen wollen!

Gibt es noch etwas, was du gern ansprechen möchtest?

Tatsächlich möchte ich allgemein erwähnen: Wenn ihr diverse Literatur sucht, dann schaut euch die Kleinverlagslandschaft und Selfpublishende an. Gebt den Büchern eine Chance und unterstützt diesen Personenkreis. Da reicht es schon, wenn ihr einen Social Media-Beitrag teilt oder kommentiert. Ich glaube, wer sich da ein bisschen rein wagt, kann da ziemlich gute Bücher entdecken!

Wo kann man dich online finden?

Hier meine kleine Auflistung:
Webseite: https://saskiadressler.com/
Mastodon: @seitenweiser.literatur.social
Bluesky: @ seitenweiser.bsky.social
Instagram: @dresslersaskia
Twitch: https://www.twitch.tv/saskiadressler

Kann man dich in diesem Jahr irgendwo auf Lesungen, Messen, Conventions treffen?

Es ist zwar noch ein bisschen in der Bewegung, aber auf folgenden Veranstaltungen könnt ihr mich treffen:

16.05. & 17.05.: FaRK
29.05. – 31.05.: DoKomi (hier aber wahrscheinlich nur Samstag und Sonntag)
31.10. & 01.11.: Buch Berlin

Sonst ist noch in der Planung:
01.08. & 02.08.: Krähenfee
22.08 & 23.08.: Contaku Magdeburg

Alles weitere – auch was Lesungen betrifft – wird sich wohl noch ergeben. Da findet ihr in meinem Newsletter oder auf Social Media dann die aktuellen Informationen.

Fußnote:
(1) Yokai: Yōkai (japanisch 妖怪) sind Figuren des japanischen Volksglaubens, die mit unerklärlichen Geschehnissen und Phänomenen assoziiert werden. Sie sind mit Dämonen, Kobolden, Gestaltwandlern, Gespenstern und Geistern im deutschen Volksglauben vergleichbar. Heutzutage ist Yōkai ein Oberbegriff für übernatürliche Wesen.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Y%C5%8Dkai)

Kleines Lexikon für Newbie-Autor*innen und alle, die es werden wollen

Lesedauer (ohne die verlinkten Blogbeiträge): 15 Minuten

A
Anthologie
Ein Buch, bei dem mehrere Autor*innen Texte eingesendet haben. Häufig handelt sich um Kurzgeschichten oder Essays, aber auch andere Textformen sind möglich, z.B. Gedichte.
Anthologie werden häufig, nicht immer von Verlagen ausgeschrieben, mit bestimmten Kriterien für das Thema und Bedingungen für die Einsendung (z.B. ein Zeichen- oder Wortlimit). Anthologien werden von einer oder mehreren Personen herausgegeben (siehe -> Herausgeber*in)

Auflage
Bezeichnung für eine Menge an Büchern, die von einem bestimmten Titel gedruckt werden.
In Kleinverlagen sind die Auflagen meistens deutlich niedriger als in Großverlagen.

B
Benefizanthologie
Anthologie, deren Erlöse für einen gemeinnützigen Zweck gespendet werden, häufig an eine oder mehrere entsprechende Organisationen.

Betalesen -> siehe Testlesen

Belletristik
Umfasst Literatur, die fiktiv ist, also keine Memoiren, Biografien, Sachbücher und Fachliteratur im Bildungsbereich. Belletristik meint sowohl -> Genreliteratur als auch „ernsthafte Literatur“ (letztere mit einem hohen künstlerischen Anspruch).

Bookie
Englischer Ausdruck für einen Mensch, der sich für Bücher begeistert, z.B. Leserin, Autory, Buchbloggende, Verleger, Buchhändlerin, Bibliothekar*in … Der Begriff hat sich auch im deutschsprachigen Raum eingebürgert.

Book Boyfriend/Girfriend/Friend Person

Das Phänomen, dass manche Figuren aus Büchern so attraktiv, knuffig oder allgemein liebenswert wirken, dass einige Lesende diese Figuren gern als Boyfriend, Girlfriend, Friend Person hätten, und sei es nur in ihren Tagträumen. In diesem Zusammenhang sei auch auf das Phänomen hingewiesen, dass sich manche Menschen in fiktive Figuren verlieben.
Dafür gibt es auch das Mikrolabel „Fiktosexualität“, was z.B. hier erklärt wird.

Bookstagram
Der Teil von Instagram, der sich mit Büchern beschäftigt. Wird gern als Hashtag verwendet, in Deutschland auch als #BookstagramDeutschland, #BookstagramGermany oder ähnlich.

BookTok
Der Teil von TikTok, der sich mit Büchern beschäftigt, vor allem entsprechende Buchblogger*innen. BookTok ist in den letzten so populär geworden, dass auch der Buchmarkt Trends und Hypes von dort aufgreift.

BookTube
Der Teil von YouTube, der sich mit Büchern befasst, vor allem Buchbloggende, die dort aktiv sind.

Buchclub
Kleine oder größere Interessensgemeinschaft, die sich vor Ort oder online trifft, um über ein bestimmtes Buch zu sprechen, das vorher innerhalb eines vereinbarten Zeitraums (z.B. ein Monat) gelesen wurde. Einige Buchclubs sind dabei auf bestimmte Genres spezialisiert, auf Klassiker oder Gegenwartsliteratur mit hohem künstlerischem Anspruch.

Buchmesse
Größere und kleinere Veranstaltungen mit Autor*innen, Verlagen vor Ort, die dort Verkaufsstände und/oder Lesungen haben oder Workshops, Panels u.ä. halten. Auf den meisten Buchmessen können von Verlagen und Autor*innen Stände gemietet werden. Die größten Buchmessen in Deutschland sind die Leipziger Buchmesse (im März) und die Frankfurter Buchmesse (im Oktober).

Buchsatz
Layout eines Buches, präzise Platzierung von Text und eventuellen Illustrationen bezogen.
Bei E-Books gibt es in der Regel etwas weniger Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Bereich.

C
Coverdesign
Die Gestaltung eines Buchcovers. Viele Grafikdesigner*innen und Mediengestalter*innen haben sich auf Buchcover spezialisiert. Dabei kann unterschieden werden in ganz individuelle, maßgeschneiderte Designs und sogenannte „Premades“ – bei letzteren ist das Covermotiv schon vorgegeben und mehr oder weniger ausgestaltet, auch die Schriftarten von Titel, Untertitel (falls vorhanden) und Autor*in. Die Titel, Untertitel und Autor*innennamen werden dann individuell eingefügt. Teilweise gibt es auch bei Premades noch weitere Wahlmöglichkeiten.

Con, z.B. Phantastik-Convention oder Comic-Convention
Veranstaltung zu einem übergeordneten Thema, bei der auch teilweise Autor*innen und Verlage anwesend sind, mit Ständen, Lesungen, Panels, Workshops o.ä.

Content Notes -> siehe Inhaltswarnungen

Cozy (amerikanisches Englisch, im britischen Englisch „cosy“)
Bedeutet soviel wie gemütlich und hat sich für einige Subgenres etabliert, z.B. Cozy Krimis und Cozy Fantasy. In entsprechenden Geschichten steht für die Figuren nicht allzu viel Dramatisches auf dem Spiel. Z.B. findet in der Cozy Fantasy eher kein „Wir gegen den Rest der Welt/Wir müssen unsere ganze Welt retten“-Plot statt, stattdessen geht es um kleinere Probleme oder Konflikte. In Cozy Krimis ermitteln fast immer clevere Laien als Amateurdetektiv*innen (das wohl berühmteste Beispiel ist Agatha Christies „Miss Marple“) und häufig, nicht immer, sind sie etwas schrullig oder exzentrisch. Die entsprechenden Krimis sind oft humorvoll und bestechen durch viel Lokalkolorit, z.B. das Leben in einer Kleinstadt oder auf dem Land.

D
Drabble
sehr kurzer Prosatext, mit exakt 100 Worten

Druckkostenzuschussverlag
Kurz gesagt: Nicht illegal, aber unseriös. Bitte lasst euch nicht auf solche Verlage ein. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

E
E-Book
Elektronisches Buch, bzw. eine Datei, die ein gesamtes Buch enthält. Es gibt teilweise Apps für Handy, mit denen sich E-Books lesen lassen, außerdem spezielle E-Book-Reader, in Deutschland, z.B. von Tolino und Kindle (Amazon). Ein übliches E-Book-Dateiformat ist epub.

Exposé
Vorstellung eines Romans, zur Einreichung bei Verlagen oder Literaturagenturen: Mit dem Pitch oder einem Entwurf für den Klappentext, Genre, Zielgruppe (z.B. „für Fans von …“), einer Kurzvorstellung der wichtigsten Figuren (auch Antagonist*innen, sofern vorhanden) und dem gesamten Handlungsverlauf, auch dem Ende/der Auflösung (z.B. im Krimi oder Thriller).
Einen guten Überblick über eine gelungene Gestaltung eines Exposés gibt es z.B. bei der Autorin Sandra Florean:
https://sandraflorean-autorin.blogspot.com/2014/03/das-expose-so-hab-ich-es-gemacht.html

F
Fanfiction
Im Gegensatz zu Originalfiktion befasst sich Fanfiction mit bereits existierenden Figuren, Welten und Handlungsmustern aus schon existierenden Werken. Das können Klassiker der Weltliteratur ebenso sein wie moderne Literatur, Games, Filme, Serien, Comics, Graphic Novels, Mangas, Animés und noch mehr. Fanfiction darf nicht kommerziell verbreitet werden, das würde gegen das Urheberrecht verstoßen. Eine der größten Fanfiction-Plattformen ist das aus meiner Sicht empfehlenswerte unabhängige Archive Of Our Own. Hier gibt es Millionen Fanfictions in verschiedenen Sprachen (wobei Englisch am häufigsten verwendet wird). Manchmal verwandeln Autor*innen Fanfictions in Originalfiktion, z.B. um diese kommerziell nutzen zu können. Einige Beispiele: „Fifty Shades of Grey“ von E. L. James war ursprünglich eine Fanfiction zur „Twilight“-Reihe von Stephenie Meyer, „Alchemised“ von SenLinYu beruht auf einer düsteren Fanfiction zur „Harry Potter“-Reihe von J. K. Rowling.
Eine Variante der Fanfiction ist „Alternative Universe“ (Abkürzung: AU). Das bedeutet, dass entscheidende Dinge oder auch Details aus dem Originalwerk verändert werden. Hier einige Beispiele: übernatürliche Figuren werden zu Menschen oder umgekehrt, das Genre wird verändert, die Figuren werden in ein völlig anderes Setting versetzt, sind deutlich jünger oder älter, oder noch andere Änderungen.

Farbschnitt
Druckverfahren, bei dem drei Seiten eines Buches farbig bedruckt werden, meistens mit dekorativen Motiven, die zum Buchcovermotiv passen. In den letzten Jahren sind Farbschnitte vor allem in der -> Genreliteratur sehr beliebt geworden.

Fluff
Umgangssprachlicher Ausdruck für Szenen, Handlungen oder Beschreibungen, die zwar wenig oder gar nichts zur Handlung beitragen, aber eine angenehme, gemütliche, entspannende oder ruhige Atmosphäre kreieren. In sehr actionreichen Geschichten mit schnellen -> Pacing, können Fluff-Szenen den Figuren (und auch den Leser*innen) helfen,
ein bisschen „herunterzukommen“, bzw. eine Verschnaufpause zu haben, bevor es wieder mitten in die Action geht. Fluff ist ansonsten insbesondere beliebt in -> wholesome und -> cozy Geschichten.

G
Generative KI (abgekürzt meistens gen. KI)
Mit gen. KI können ganze Texte, Bilder, Videos und Musik erstellt werden, oft in kürzester Zeit. In buchigen Diskursen ist der Einsatz von gen. KI umstritten. Einige Autor*innen lehnen diese strikt ab für ihre Texte, haben aber keine Probleme damit, Social-Media-Beiträge, Charakterkarten oder auch Buchcover mit gen KI zu erstellen. Meine Meinung dazu: Das ist gegenüber Illustrator*innen und Buchcoverdesigner*innen, die ohne KI arbeiten, nicht fair. Zwei Blogbeiträge von mir zum Thema.
„No to AI: Warum KI nichts der Kunst verloren haben sollte“
„Alternativen zu KI generierten Bildern“

Genre
Umschreibt die grundlegende Art einer Geschichte, einer Novelle, eines Romans, bezogen auf typische Themen. Besonders bekannte Genres sind -> Phantastik, Romance, Krimis, Thriller. Zu jedem Genre gibt es -> Subgenres, die das Buch noch näher eingrenzen können, z.B. High Fantasy, Romantic Thriller.

Großverlag
Auch Publikumsverlag genannt. Großverlage sind die großen Player auf dem Buchmarkt, mit hohen Auflagen, Bestseller-Autor*innen und oft auch höheren Werbebudgets. Ohne eine -> Literaturagentur kommt man als unbekannte*r Autor*in kaum in einen solchen Verlag hinein.

H
Herausgeber*in
Person, die Einsendungen für eine Anthologie sichtet, liest und teilweise auch lektoriert.

Hybridautor*in
Autor*innen, die sowohl im Selfpublishing als auch in Verlagen veröffentlichen.

I
Illustration
Bild, das etwas in einem Buch veranschaulicht, z.B. eine Figur, einen technischen Gegenstand oder eine Szene. In einigen Genres sind Illustrationen auch als Titelmotiv beliebt.

Impressum
Rechtlich vorgeschriebene Nennung der Adresse eines Verlags oder von Autor*innen.
Das Impressum wird auf deren Webseiten und in Büchern genannt.

Inhaltswarnungen
(auch bekannt als Triggerwarnungen oder Content Notes, Content Warnings) Auflistung an Dingen, die potenzielle Trigger für manche Menschen darstellen können. In diesem Blogbeitrag habe ich mehr darüber geschrieben.

J

K
Klappentext
Gewissermaßen das Etikett zum Buch, das neugierig auf den Inhalt machen soll und
eine kleine Inhaltsangabe bietet – die natürlich nicht wichtige Punkte der Handlung spoilern sollte.

Kleinverlag
Unabhängiger Verlag mit wenig Mitarbeiter*innen, teilweise auch als Kleinstverlag. Kleinverlage sind häufig sehr spezialisiert auf wenige Buchformen bzw. Genres.

Korrektorat
Im Korrektorat werden Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler korrigiert, teilweise auch Schwächen im Sprachstil. Nicht zu verwechseln mit dem -> Lektorat.

Kontinuitätsfehler (auch Anschlussfehler genannt)
Beispiel für einen solchen Fehler: In der ersten Szene hält die Protagonistin einer Tasse Tee in der Hand, kurz darauf aber einen Becher Kaffee (ohne eine logische Erklärung, wie es zu diesem Wechsel kam).

L
Leseprobe
Längerer Auszug aus einem Buch, häufig zu Werbezwecken. Meistens werden dafür die ersten paar Seiten oder ein Prolog und das erste Kapitel verwendet.

Lektorat
Professionelle Bearbeitung eines Manuskript, mit Hinblick auf Schreibstil, eventuelle Logik- oder -> Kontinuitätsfehler, Charakterentwicklung, -> Spannungsbogen, -> Pacing und noch weitere Kriterien.
Lektor*innen machen entsprechende Vorschläge und Anmerkungen in intensiver Zusammenarbeit mit den Autor*innen, teilweise auch mit dem Verlag.
Lektor*innen arbeiten meistens freiberuflich, für Verlage und/oder Selfpublisher*innen.
Nicht zu verwechseln mit einem -> Korrektorat.

Lesung
(wird gelegentlich verwechselt mit dem Begriff „Vorlesung“. Bei dieser handelt es sich allerdings um Unterricht an einer Hochschule, Uni. etc.) Veranstaltung, bei dem Autor*innen vor Publikum aus eigenen Büchern lesen. Das kann auch kreativ gestaltet werden, z.B. als szenische Lesung mit Requisiten und Kostümen, mit mehreren Personen und verteilten Sprechrollen, mit Musikuntermalung oder noch anders. Online gibt es teilweise auch Livestream-Lesungen.

Literaturagentur
Literaturagenturen vermitteln Manuskripte an (Groß-)Verlage. Bei erfolgreicher Vermittlung
bekommt die Agentur eine Provision. Autor*innen müssen sich mit ihren Werken bei Agenturen bewerben und häufig werden nur wenige angenommen. Wer sein Manuskript bei einem -> Kleinverlag unterbringen möchte, kann das in der Regel selbst machen, ohne eine
Literaturagentur.

Literaturfestival
Im Gegensatz zu einer -> Buchmesse kann sich nicht jeder Verlag oder jede*r Autor*in
für solch eine Veranstaltung bewerben, stattdessen haben Literaturfestival meistens ein übergeordnetes Thema und laden gezielt Autor*innen und/oder Verlage ein, die dazu passen.

M
Manuskript
Der Text eines noch unveröffentlichten Buches, handgeschrieben oder am Computer/Laptop getippt als Textdatei.

Marketing
Werbemaßnahmen für Bücher, Verlage und Autor*innen, teilweise auch schon längerer Zeit vor der Veröffentlichung, z.B. für Vorbestellaktionen und Vorabrezensionsexemplare (im Englischen heißen diese ARC – advanced reader copy).

Microfiction
Sehr kurze Geschichte, oft nur wenige Sätze lang

N
New Adult
Geschichten mit Protagonist*innen und Nebenfiguren, die ca. 18 bis 30 Jahre alt sind.
Häufig drehen sich diese Geschichten um die erste oder zweite Liebe, von zu Hause ausziehen, Studium, Ausbildung, erste Berufserfahrungen und weiteres aus dem Alltag
dieser Altersgruppe. New Adult gibt es in mehreren Genres, z.B. auch Romance, Phantastik oder Thriller. Siehe auch -> Young Adult.

Normseite
Eine formatierte Textdatei-Seite mit 30 Zeilen á 60 Zeichen, also 1800 Zeichen. Teilweise gelten aber auch andere Zeichenlimits pro Seite, z.B. 1500. Einige Verlage verlangen bei Manuskripteinsendungen eine durchgehende Formatierung in Normseiten. Bitte beachtet die entsprechenden Kriterien, bevor ihr etwas bei einem Verlag einreicht. Hier könnt ihr eine Vorlage für eine Normseite gratis herunterladen.

Novelle
Literaturwissenschaftlich gesehen, lassen sich Novellen (Prosatexte von kurzer oder mittlerer Länge) oft nicht klar abgrenzen von Kurzromanen, siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Novelle

O
Own Voice
Autor*in, die mit dem, über das sie schreibt, eigene Lebenserfahrung hat. Zum Beispiel ein behinderter Autor, der eine Figur mit seiner Behinderung schreibt, eine queere Person, die queere Figuren schreibt. Weitere typische Own Voices Themen sind Bi_PoC (Black, Indigenous, People of Colour), Neurodiversität, religiöse und ethnische Minderheiten, chronische Erkrankungen, Mental Health oder auch Subkulturen.


P
Pacing
Das Erzähltempo einer Geschichte. Im Allgemeinen wird z.B. dazu geraten temporeiche, actionlastige Szenen auch sprachlich „schnell“ zu gestalten, z.B. durch kurze oder verknappte Sätze, während ruhige Szenen auch ruhig bzw. langsam gestaltet werden können. Einige Autor*innen neigen zu einem sehr ausführlichen Stil, z.B. mit vielen Beschreibungen, oder Füllerszenen und viel „Fluff“. Das passt nicht gut für jede Szene oder jedes Genre und kann langatmig wirken.


Phantastik
Überbegriff für alle Genres mit übernatürlichen oder hochfiktiven Elementen, z.B. Magie, übernatürliche Wesen, Außerirdischen oder Techniken und Technologien, die in der Realität in dieser Form nicht existieren. Zu den Genres zählen alle Formen von Fantasy, Science-Fiction, Dystopien, Utopien, verschiedene -punk Genres (z.B. Solarpunk, Hopepunk, Cyberpunk, Steampunk) sowie Horror.

Pitch
Eine sehr kurze, möglichst prägnante Vorstellung des eigenen schriftstellerischen Projekts, typischerweise in einem bis zwei Sätzen. Ein Beispiel, was ich meine: Meinen Roman „Berlingtons Geisterjäger 2 – Mördernächte“ umschreibe ich gern als „Jack the Ripper meets Fantasy meets Steampunk“.
Variante: Der Elevator-Pitch
Stell dir vor, du machst eine Fahrt mit einem Aufzug (englisch: elevator) und hast nur 5 Minuten Zeit, dein schriftstellerisches Projekt vorzustellen. Wie würdest du es dann beschreiben?


Printing-on-demand
Drucken nach Nachfrage. Es gibt mehrere Anbieter für diese Dienstleistung. Dabei wird keine größere -> Auflage gedruckt, sondern immer nur, wenn Bedarf ist, z.B. durch aktuelle Buchbestellungen. Auf diese Weise können Selfpublishing-Autor*innen verhindern, dass sie auf den Kosten von vielen gedruckten Büchern sitzenbleiben, falls nicht alle verkauft werden können.

Pseudonym (geschlossen und offen)
Auch bekannt als Künstlername. Bei einem geschlossenen Pseudonym geben die Autor*innen nicht preis, wie ihr eigentlicher Name ist, bei einem offenen Pseudonym durchaus. Es gibt verschiedene Gründe, ein Pseudonym zu verwenden. Eine Person, die im öffentlichen Dienst arbeitet und nebenbei Erotik veröffentlicht, möchte vielleicht vermeiden, dass Kolleg*innen oder Kundschaft von diesen Büchern erfahren.
Manche Autor*innen schreiben verschiedene Genres und wählen für jedes Genre zur gezielteren Vermarktung ein eigenes Pseudonym.

Q
Queere Literatur
Es ist in der Buchbubble umstritten, ob queere Literatur ein eigenes Genre darstellt oder nicht (mit zahlreichen Subgenres, z.B. Phantastik, Krimis, Romance, Thriller…). Ebenfalls
umstritten ist, was queere Literatur – wenn man sie denn als eigenes Genre betrachten will – beinhalten muss. Reichen queere Figuren? Casual Queerness? Muss es um eine queere Beziehung gehen? Und was ist mit dem Worldbuilding und der Sprache? Zu all diesen Fragen gibt es unterschiedliche Ansichten.

R
Rezension
(wird gern verwechselt mit Rezession)
Bewertung eines Buches in Textform. Dabei gehen die Rezensent*innen auf beliebig viele oder wenige Punkte ein, die ihnen wichtig sind. Sie beschreiben, wie ihnen das Buch gefallen hat. Typische Punkte hierbei sind die Figuren, die Charakterentwicklung, die Spannung, die Atmosphäre, Beschreibungen, das Hervorrufen von Emotionen beim Lesen oder noch anderes.

Romantasy
Zusammengesetzter Begriff aus Fantasy und Romance. Romantasy ist in den letzten paar Jahren zunehmend beliebt geworden. Es handelt sich um ein Subgenre, bei dem eine oder mehrere romantische Beziehungen zwischen den Figuren eine entscheidende Rolle für die Handlung spielen. Im Gegensatz dazu gibt es Romantic Fantasy oder Romance Fantasy: In entsprechenden Bücher gibt es zwar ebenfalls romantische Beziehungen, aber „nur“ als Nebenhandlung, die für die Haupthandlung weniger entscheidend ist.

S
Schreibprogramm
Abseits von Textprogrammen wie MS Word oder Libre Office gibt es einige Softwares speziell für Autor*innen, z.B. Papyrus und Scrivener. Deren Funktionsumfang und Preise können sich stark unterscheiden, daher lohnt es sich, Erfahrungsberichte und Reviews zu lesen, bevor man sich für ein Schreibprogramm entscheidet.

Selfpublishing
Das Selbstverlegen von Bücher, mit einem eigenen Verlag oder ohne. Im Selfpublishing
übernehmen Autor*innen vieles selbst, auch die Werbung, oder beauftragen Dienstleistende damit. Viele Tipps für Selfpublisher*innen gibt es z.B. in der Selfpublishing-Bibel.
Selfpublishingbücher können z.B. auf der Plattform Indiependables gesucht und auch eingetragen werden (kostenlos und ohne Registrierung).

Sensitivity Reading
Hier habe ich einen Blogbeitrag über dieses Thema geschrieben.

Social Media
Für Autor*innen bieten Social Media die Möglichkeit, sich mit anderen Autor*innen, Buchbloggenden und Verlagen zu vernetzen, den Arbeitsalltag als Autor*in zu zeigen und eigene (oder auch andere) Bücher zu bewerben. Es gibt mehrere kommerziell ausgerichtete Social Media mit Algorithmen: Facebook, Instagram, TikTok, YouTube, Threads, Bluesky sowie das unabhängige, unkommerzielle Fediverse, über das ich einen Blogbeitrag geschrieben habe.

Spannungsbogen
Beschreibt, wie sehr sich die Spannung in einer Geschichte steigert, idealerweise in einem Bogen von niedriger zu hoher Spannung und danach am Ende wieder abfallend.

Spoiler
Häufiges Problem in -> Rezensionen, wenn Rezensent*innen die gesamte Handlung eines Buches wiedergeben. Spoiler verraten wichtige Teile der Handlung, häufig auch das Ende, oder unerwartete Plotttwists. Tipp dazu: Bitte macht das nicht.

Subgenre siehe -> Genre

T
Testlesen
Testlesen wird teilweise auch Betalesen genannt. Testlesende lesen ein Manuskript vor der Veröffentlichungen, schreiben Anmerkungen (z.B. für Verbesserungsvorschläge) oder zumindest ihren allgemeinen Eindruck von der Geschichte. Testlesende sind häufig keine Profis in Sachen Textarbeit. Es gibt aber auch Autor*innen, die für andere Autor*innen testlesen. Im Gegensatz zu Lektor*innen werden Testlesende in der Regel nicht bezahlt, stattdessen sind kleine Dankeschöns teilweise üblich, z.B. ein Exemplar des später veröffentlichten Buches, Goodies oder noch etwas anderes.

Textschnipsel
Kurzes, prägnantes Zitat aus einem Buch, das meistens der Buchwerbung dient. Textschnipsel sind kürzer als -> Leseproben und eignen sich z.B. für Content/Inhalte auf -> Bookstagram oder -> BookTok.

Trope (englischer Begriff)
Beliebte, häufig verwendete Handlungsmuster, z.B. „enemies to lovers“, „forced proximity“, „found family“, „grumpy vs. sunshine“ und noch viele andere. Besonders oft vertreten in Romance und ihren Subgenres, aber es gibt auch noch viele Tropes in anderen Genres.
Die Tropes werden meistens auf Englisch genannt und dienen auch dem -> Marketing.

U
Unterhaltungsliteratur
Damit ist in der Regel -> Genreliteratur gemeint. In der Literaturkritik wird häufig noch unterschieden in Unterhaltungs- und „ernste Literatur“ (Literatur mit hohem künstlerischem Anspruch), allerdings ist diese Unterteilung umstritten, da es auch z.B. Phantastik mit einem hohen künstlerischen Anspruch gibt.

Urheberrecht
Das ist ein komplexes Thema, das ich nicht in diesem kleinen Lexikon umfassend darstellen kann. Ich kann aber diesen Beitrag dazu empfehlen, der auch Verwertungsrechte und Copyright erläutert, speziell für Autor*innen.
https://textgefaehrtin.de/deutsches-urheberrecht-fuer-autoren/

V
Verlag
Verlage verlegen Bücher, siehe auch -> Kleinverlag, -> Druckkostenzuschussverlag
-> Großverlag

W
Warnhinweise
Worauf Autor*innen achten sollten, darüber habe ich hier einen Blogbeitrag geschrieben, auch mit einigen Warnungen: https://amalia-zeichnerin.net/warnhinweise-und-weitere-tipps-fuer-autorinnen/

Werbung -> siehe Marketing

X
Y
Young Adult
Die Protagonist*innen und eventuelle weitere Nebenfiguren in Young Adult Büchern sind üblicherweise ca. 14 bis 18 Jahre alt. Entsprechende Geschichten drehen sich häufig um die Themen Schule und Schulabschluss, Freundschaften, erste Liebe, bei queeren Bücher oft auch Coming Outs. Wie -> New Adult gibt es hier mehrere Genres, wie Phantastik und Romance.

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