Einige Erfahrungen mit Armut, bzw. Existenzminimum

(This post in English)

Lesezeit: 5 Minuten

Die Menschen lieben Erfolgsgeschichten, nicht wahr? Vom Tellerwäscher zum Millionär. Menschen, die sich aus Armut herausgekämpft haben. Dies basiert lose auf der sehr neoliberalen Erzählung, dass „jeder seines Glücks Schmied ist“. Grüße auch vom Kapitalismus.

Aber was, wenn das Glück einfach nicht kommt oder verschwindet? Du verlierst deinen Job. Oder du erkrankst an Long Covid und bist nun dauerhaft arbeitsunfähig. Dein Partner verlässt dich und du bist plötzlich alleinerziehend. Du hast einen schweren Unfall oder eine schwere Krankheit und bleibst mit einer schweren Behinderung zurück, die nie wieder ganz heilen wird. Du leidest seit Langem an einer chronischen Krankheit oder hast seit deiner Geburt eine Behinderung. Du wirst obdachlos, weil du durch alle sozialen Sicherheitsnetze fällst.

Ich bin privilegiert aufgewachsen. Meiner Familie hat es materiell an nichts gefehlt. Ich konnte studieren und dann eine Ausbildung machen, auch dank der finanziellen Unterstützung meiner Eltern. Aber: Ich habe eine Behinderung und eine chronische psychische Erkrankung. Nachdem ich etwa 15 Jahre lang versucht hatte, irgendwo langfristig Fuß zu fassen, musste ich erkennen, dass ich einfach nicht belastbar genug für eine Vollzeitstelle oder sogar für bestimmte Formen von Teilzeitarbeit bin.

Ein weiteres Problem war, dass ich aufgrund meiner Neurodiversität Schwierigkeiten habe, mich über viele Stunden hinweg intensiv zu konzentrieren, aber in meinem früheren Arbeitsbereich (Grafikdesign) muss man sehr präzise arbeiten und selbst kleinste Details in Layouts erkennen und jederzeit korrekt gestalten können. 8 Stunden am Tag oder länger. Das war mir einfach nicht möglich. Das wurde mir während des Studiums nicht bewusst, sondern erst später, während einiger Praktika.

Während einer Gesprächstherapie wegen meiner psychischen Erkrankung empfahl mir die Therapeutin, einen sicheren, aber unspektakulären Job zu suchen. Sie war der Meinung, dass es in einem solchen Job einfacher wäre, mit der psychischen Erkrankung umzugehen. Einige Zeit später schlug mir ein Jobcoach eine Ausbildung zur Bibliothekarin vor, da ich Bücher liebe. Als ich mich jedoch in zwei verschiedenen Städten für eine entsprechende Ausbildung bewarb, wurde ich abgelehnt.

Und hier bin ich nun. Trotz aller Privilegien, die ich als Kind, Teenager und junge erwachsene Person hatte, lebe ich jetzt mit Existenzminimum, und selbst meine selbstständigen Tätigkeiten, denen ich ein paar Stunden pro Woche nachgehen kann, ändern daran nichts.

Warum schreibe ich das alles? Ich möchte zeigen, dass Armut aufgrund einer Kette unglücklicher Umstände jeden treffen kann – selbst wenn man irgendwann in seinem Leben Privilegien hatte.

Im Moment komme ich über die Runden, aber ich habe Angst vor meiner Zukunft. Vor allem angesichts möglicher politischer Veränderungen in Deutschland. Wenn die rechtsextreme Partei an die Macht kommt, könnte sie mir die staatlichen Leistungen wegnehmen, auf die ich teilweise angewiesen bin, um meine Miete, Lebensmittel und andere Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Oder sie könnte die Leistungen so stark kürzen, dass ich in ernsthafte Schwierigkeiten geraten würde.

Oh, und übrigens: Eine Behinderung ist teuer. Ich brauche spezielle Schuhe, die schwer zu finden und nicht billig sind. Irgendwann in meinem Leben werde ich sicherlich einen Rollator oder einen Rollstuhl brauchen. Ich brauche eine Brille wegen meiner Kurzsichtigkeit. Außerdem muss ich täglich Medikamente einnehmen und einen Teil dieser Kosten selbst tragen (im Falle der Brille sogar die gesamten Kosten). Ich war seit sechs Jahren nicht mehr beim Augenarzt, weil ich Angst habe, dass er mir gesagt wird, ich bräuchte eine neue Brille, oder dass mir zusätzliche Untersuchungen nahegelegt werden, die für Menschen meines Alters empfohlen, aber nicht von meiner Krankenkasse bezahlt werden.

Ich habe nur sehr wenig Ersparnisse, die ich für Notfälle aufhebe – zum Beispiel, wenn mein Computer, mein Handy, mein Backofen, mein Drucker, meine Waschmaschine oder mein Kühlschrank ersetzt werden müssen. Ich musste meinen Computer sowie den Bildschirm und mein Handy ersetzen, was ein ziemliches Loch in meine Ersparnisse gerissen hat.
Seit 2019 habe ich keinen Urlaub mehr gemacht – nicht einmal einen kurzen, und ich habe solche Angst, dass ich das Geld von meinem Sparkonto für einen weiteren Notfall brauchen könnte, dass ich es nicht wage, es für etwas zu verwenden, das mir Spaß macht, wie ihr euch vorstellen könnt.

Ich habe Freund*innen und Familie. Manche Menschen haben es natürlich noch schwerer als ich, sie sind ganz allein.

Früher dachte ich, ich sei eine Last für alle um mich herum. Grüße vom verinnerlichten Ableismus.

Jahrelang hatte ich Schuldgefühle wegen des Geldes, das ich von meinen Eltern bekam – für mein Studium, für meine weitere Ausbildung. Ich machte Pläne, es ihnen eines Tages zurückzuzahlen. Eines Tages, so stellte ich mir vor, wenn ich endlich erfolgreich im Beruf wäre und Karriere gemacht hätte. Denn „jeder ist Schmied seines eigenen Glücks“, oder?

Ich komme immer wieder auf ein Zitat zurück, das ich einmal in den sozialen Medien gelesen habe, von Melanie Lau:
„In westlichen Kulturen glauben wir, dass wir aus einem bestimmten Grund leben müssen. Um zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Einige indigene Kulturen glauben, dass wir genauso leben wie die Natur: Um hier zu sein, um schön und seltsam zu sein. Wir müssen nichts erreichen, um als Menschen valide zu sein.“

Der Kapitalismus und der Neoliberalismus lassen uns alle glauben, dass es unsere moralische Pflicht ist, erfolgreich zu sein und Karriere zu machen. Viele Menschen richten ihr ganzes Leben danach aus. Es gibt seit Jahrhunderten religiöse Traditionen, zum Beispiel den Calvinismus, die diese Idee ebenfalls stark unterstützen.

Wenn ich mich selbst mit den Augen des Patriarchats, des Kapitalismus und des Neoliberalismus betrachte, habe ich völlig versagt. Ich habe keine Karriere gemacht. Ich arbeite ein paar Stunden pro Woche als Autor*in und Lektor*in, weil das die einzige Arbeit ist, die ich langfristig ausüben kann, ohne wieder ernsthaft krank zu werden. Aber davon kann ich nicht leben. Ich habe mich bewusst gegen Kinder entschieden, also habe ich keinen weiteren Menschen in die Welt gesetzt, der im Patriarchat und Kapitalismus leben muss (wenn diese Systeme nicht irgendwann in den kommenden Jahrzehnten abgeschafft werden).

Ich habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass ich trotz alledem nicht versagt habe. Ich bin hier. Ich bin schön und seltsam. Und ich muss nichts erreichen, um als Mensch valide zu sein. Trotzdem arbeite ich gerne. Ich mag es, Dinge zu erreichen. Aber ich leite meinen Wert als Mensch nicht mehr aus meinen Leistungen ab.

Deutschsprachige Phantastik ohne Romance und Spice, von FLINTA* Autor*innen

Romantasy ist überall, aber was ist eigentlich mit deutschsprachiger Phantastik ohne Romance und Spice? Oder nur mit ganz wenig Romance, in Nebenhandlungen? Darum ging es kürzlich auf Bookstagram. Ich tauschte mich mit einigen Leuten aus, fragte nach Empfehlungen, aber nicht für die „üblichen Verdächtigen“ – sehr erfolgreiche cis-männliche Autoren. Stattdessen fragte ich nach FLINTA* Autor*innen, die entsprechende Bücher veröffentlicht haben.
Ich habe in diesem Beitrag rund 30 Bücher und Buchreihen ganz ohne Spice und Romance gesammelt, sowie einige, die einen geringen Romance- oder Spice-Anteil haben (als Nebenhandlung, Subplot).
Bitte beachten: Bis auf einige habe ich nicht alle diese Bücher selbst gelesen. Schaut sie euch näher an, wenn ihr mögt, bildet euch gern selbst eine Meinung darüber.
Ich habe nicht alle Buchcover herausgesucht, sondern eine zufällige Auswahl getroffen, die keine Wertung darstellt. Die Webseiten oder Instagram-Profile der Autor*innen sind ebenfalls verlinkt, sofern es mir möglich war.

Patricia Eckermann: „Elektro Krause“ (Urban Fantasy)

Roxane Bicker: In den Buchreihen „Herren des Schakals“ und „Gezeitenwechsel“ gibt es queere romantische Subplots, aber keinerlei Spice.

Iva Moor: „Die Alchemie des Träumens“ (Dark Fantasy) und „Liminal Creatures“ (Dark Fantasy), letzteres enthält Spice mit Succubi-Figuren, aber keine Romance.
https://ivamoor.carrd.co

Lena Richter: „Dies ist mein letztes Lied“ (Science-Fiction)

https://lenarichter.com/veroeffentlichungen-2/dies-ist-mein-letztes-lied/

Melanie Vogltanz: „Wolfswille“ (1. Band der Reihe „Weißer Wolf“) und „Road to Ombos“

Freya Peterson: “Die Mutter der Masken” von Freya Petersen
(Sci-Fi Fantasy mit sehr wenig Romance)
https://linktr.ee/petersenfreya

Saskia Dreßler: Sternenleuchten (Fantasy-Novelle)
https://saskiadressler.com/novellen/

Kathrin Tordasi: „Nightowls. Boten der Dämmerung“ (Urban Fantasy)
https://kathrintordasi.de/meine-buecher-kathrin-tordasi/

Sophie Grossalber: „Blut und Dunkelheit“ (Fantasy-Novelle)

Lumen Milites: „Remoire – Echos der Vergessenen“ (Dark und High Fantasy), ganz ohne Romance, der erste Band einer Dilogie.
https://www.alealibris.de/produkt/remoire-echos-der-vergessenen-lumen-milites/

Evelyne Aschwanden: „Die Diebe von Alderport“ (Fantasy, viktorianisch inspiriert)
https://www.evelyneaschwanden.ch/die-diebe-von-alderport

Noah Stoffers: „A Midsummer’s Nightmare“ (Urban Fantasy, Dark Academia)
mit einem Romance-Subplot, der nicht im Fokus steht.
https://wonderl.ink/@noahstoffers

Tessa Maelle: „Der Riss im Traumnetz“ (High Fantasy)
https://www.instagram.com/tessa.maelle

C. I. Ryze (Christine Ina Ryze): „Spirits of Violence“ (Science Fiction Fantasy, Einzelband) „Splitter der Unendlichkeit“ (Fantasy mit Drachen, Trilogie)
https://www.ciryze.de/buecher

Jamie Enderlein: „Schmiedefeuer“ Trilogie (High Fantasy)
https://www.jamie-enderlein.com/linktree

Desiderius M. Rainbow: Buchreihe „Mânil“ (Academy Fantasy/ Contemporary-Fantasy/ Low Fantasy)
https://desideriusrainbow.jimdofree.com


Katja Jansen: „Nach dem Reset“ (dystopische Fantasy mit SciFi Elementen) und „Schatten über Yagrolor“ (Portalfantasy), beides Einzelbände.

Dee van Lux: „Das Erbe von Elvendahl“ (Buchreihe, Dark High Fantasy)
https://www.instagram.com/deevanlux/

Nadja Fischlin: „Jawra“ (Buchreihe)
https://www.novumverlag.com/onlineshop/belletristik/science-fiction-fantasy/jawra.html

I.R. Leys: „Chroniken der Gefallenen“ (Buchreihe, Dark Fantasy)
https://wonderl.ink/@irleys

Alessandra Reß: „Spielende Götter“ (GameLit), „Die Türme von Eden“ (Space Fantasy), „Sommerlande“ (High Fantasy) und „Liminale Personae“ (Postapokalypse)
https://www.instagram.com/fragmentansichten/

Dorothee Zürcher: „Der schwarze Garten“ (Urban Fantasy)
https://www.dorothe-zürcher.ch

Myra Çakan: „Hier kommt die Flut – When The Music’s Over“ (Science Fiction)

Ria Winter: „Sonnenerben“ (Urban Fantasy, Einzelband), die Protagonistin ist aro-ace.
https://riawinter.de/sonnenerben/

Amrei Lafort: „Weitezeit“ (Fantasy, ab 12 Jahre, All Age)
https://www.instagram.com/lyrik.a.l/


Ein passendes Buch von mir: „Vanfarin – Von Untoten und Totems“ (High Fantasy, Einzelband), komplett ohne Romance und Spice.

Mini-Vorschau auf 2026
Saskia Diepold: „Und in mir die Nacht“ (erscheint im März 2026)
https://www.instagram.com/frl.chaos/

Von mir erscheint:„Hexen in Hamburg: Vergoldet“ (im Juni 2026), mit einem aromantischen Protagonisten. Keine Romance, kein Spice. Das ist Band 4 dieser Urban-Fantasy-Reihe.

#Phantastikprompts September 2025

Für den September 2025 stelle ich die Phantastikprompts, eine Aktion im Fediverse, bereit.
Bitte beachten: Ich stelle sie nur bereit und beantworte sie auch selbst, ich teile im Fediverse aber nicht sämtliche Beiträge dazu.

Hier sind die Prompts
(am Ende dieses Beitrags auch downloadbar als PDF und als Bild)

#Phantastikprompts 1.9. Stell uns dein aktuelles Projekt vor (oder, falls du aktuell keines hast, eines, an dem du gern arbeiten würdest).

#Phantastikprompts 2.9. Wie gehst du mit Kritik um? Hast du Tipps?

#Phantastikprompts 3.9. Was war das letzte Thema, das du recherchiert hast? (Und wo hast du recherchiert?)

#Phantastikprompts 4.9. Liest du oft das/die Subgenre/s der Phantastik, das/die du selbst schreibst, oder eher nicht?

#Phantastikprompts 5.9. Welches Phantastikwerk hat dich am meisten beeinflusst?

#Phantastikprompts 6.9. Ein Blick in die Speisekarte: Beschreibe eines deiner Bücher oder WIP so, als ob es eine leckere Speise wäre.

#Phantastikprompts 7.9. Deine Hauptfigur(en) macht/machen Urlaub auf einer einsamen Insel, in einem abgelegenen Wald oder ähnlich. 3 Gegenstände, die sie auf jeden Fall mitnehmen?

#Phantastikprompts 8.9. Wie reagiert dein Umfeld darauf, dass du Phantastik schreibst?

#Phantastikprompts 9.9. Welchen Anfänger*innenfehler hast du mal gemacht?

#Phantastikprompts 10.9. Gibt es ein Subgenre der Phantastik, das du gern mal schreiben möchtest, aber du bist bisher noch nicht dazu gekommen?

#Phantastikprompts 11.9. Wenn du die Gelegenheit und die Zeit hättest, deine allererste Geschichte/dein erstes Buch grundlegend zu überarbeiten, würdest du das machen?

#Phantastikprompts 12.9. Gibt es etwas, das du durch das Schreiben fürs Leben gelernt hast?

#Phantastikprompts 13.9. Hast du einen Rat für Nachwuchs-Autor*innen?

#Phantastikprompts 14.9. Hast du schon mal eine Figur geschrieben, die dir selbst sehr fremd war und wie bist du damit umgegangen?

#Phantastikprompts 15.9. Was ist dir bei einem Klappentext besonders wichtig?

#Phantastikprompts 16.9. Deine antagonistische Figur geht in Rente oder setzt sich zur Ruhe. Gibt es etwas, das sie bereut?

#Phantastikprompts 17.9. Dein Rezept gegen Schreibblockaden, oder andere Probleme beim Schreiben?

#Phantastikprompts 18.9. Worauf achtest du bei deinem Weltenbau besonders?

#Phantastikprompts 19.9. Wenn du eine Geschichte planst oder Ideen dafür hast, was kommt bei dir zuerst? Der Plot? Der Weltenbau? Die Figuren? Etwas anderes?

#Phantastikprompts 20.9. Was ist für dich der schwerste Aspekt beim Schreiben und wie gehst du damit um?

#Phantastikprompts 21.9. Was war bisher für dich die schönste Rückmeldung zu einem Text von dir?

#Phantastikprompts 22.9. Herbstanfang. Zeige uns eine herbstliche Szene aus deinem Buch. Falls es keine gibt – was verbindest du mit dem Herbst?

#Phantastikprompts 23.9. Wenn dich die Nachwelt nur für ein einziges Werk in Erinnerung behalten sollte, welches sollte es sein (wenn du darauf Einfluss hättest)?

#Phantastikprompts 24.9. Bringst du in deinen Geschichten/Büchern auch andere Kunstformen in irgendeiner Weise unter, z.B. Musik, Tanz, Kunst … ?

#Phantastikprompts 25.9. Zeige uns eine kurze Szene aus deinem aktuellen Projekt – das Thema der Szene kannst du dir frei aussuchen.

#Phantastikprompts 26.9. Welcher Ratschlag für Autor*innen hat dir bisher am meisten weitergeholfen?

#Phantastikprompts 27.9. Schreibst du „nur“ humanoide Phantastikwesen oder auch eher tierähnliche? Oder vielleicht sogar mit ganz anderen Vorbildern?

#Phantastikprompts 28.9. Vorschlag von Petra Hartmann: Gibt es Wörter, die du hasst?

#Phantastikprompts 29.9. Frei nach einem Vorschlag von Anna Saultron: Werde kreativ, wenn du magst. Wähle eines oder mehrere dieser Worte und schreibe eine kleine Mikrofiction:
Kühlschrank – entrüstet – Raumstation – Nachtwächter – Feuer

#Phantastikprompts 30.9. Wenn dein Buch/deine Geschichte ein Lied wäre, welches Musikgenre hätte es und warum?

Hier geht es zum Download als PDF:
https://amalia-zeichnerin.net/wp-content/uploads/2025/08/Phantastik-Prompts-September-2025.pdf

Dieses Bild darf frei verwendet werden:

Pride ist das ganze Jahr

Progressive Pride Flagge

Im Juni ist wie jedes Jahr Pride-Month. Aber für queere Menschen ist das ganze Jahr Pride. Deshalb hier einige Empfehlungen, die euch auch in den kommenden Monaten begleiten können.

Buchiges
Hier sind drei queere Verlage:
Dead Soft Verlag (spezialisiert auf Gay Romance in zahlreichen Genres)
https://deadsoft.de

Ylva Verlag (spezialisiert auf Sapphic Romance, ebenfalls mehrere Genres)
https://ylva-verlag.de/

Quer Verlag (schwule und lesbische Literatur)

Vielleicht gibt es in eurer Nähe auch eine queere oder queerfreundliche Buchhandlung? Oder schaut mal online. Eine Auflistung queerer und queerfreundlicher Buchhandlungen gibt es z.B. hier vom Quer Verlag: https://www.querverlag.de/buchhandlungen/

Sehr empfehlenswert finde ich auch den Shop https://www.transfabel.de/ – dort gibt es nicht nur queere Sach-, Kinder- und Jugendbücher sowie queere Belletristik, sondern auch Schmuck, Buttons/Pins, Pride-Flaggen und noch einiges mehr.

In den meisten meiner Bücher gibt es ebenfalls queere Figuren, oft auch einen Romance-Plot oder entsprechenden Subplot.

Ihr sucht noch mehr queere Buchtipps? Stöbert gern mal bei Elina, in ihrem Linktree gibt es eine sehr ausführliche Liste mit deutschsprachigen LGBTIAQ+ Büchern (verschiedene Genres): https://linktr.ee/lit_elina

Die Webseite und Social Media Präsenzen von https://www.wir-schreiben-queer.de/

präsentieren ebenfalls queere Literatur, Buchbloggende und Autor*innen.

Ihr wollt euch über queere Themen informieren?
Wenn ihr in Social Media seid, folgt am besten queeren Aktivist*innen, die ihr z.B. über passende Hashtags finden könnt.

Einige weitere Anlaufstellen:
Queer Lexikon
Bundesverband Trans
100% Mensch
ALL OUT
Nichtbinär Wiki

Zum Thema Agender/Genderless habe ich ein gratis Buch herausgegeben: Agender/Genderless Interviews. Dies könnt ihr hier dauerhaft aus meiner Dropbox als E-Book oder PDF herunterladen (das ist ohne Anmeldung oder Registrierung möglich).

Rund um den Roman „Hexen in Hamburg: Verbrannt“

Davon handelt der 3. Band dieser Reihe:
Als bei der Hexe Alannah eingebrochen wird, rätseln sie und ihre Lebensgefährtin, wer dafür verantwortlich ist, denn es wurden nur Hexengegenstände gestohlen. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen kaum voran, sodass Alannah mit ihrem Hexenfreundeskreis und zwei weiteren Hexen selbst Nachforschungen anstellt. Schon bald gibt es mehrere Verdächtige, darunter auch ein spiritueller Coach, der Hexenkunst hasst und ein ehemaliger Kollege von Alannah, der sie gern daten würde und sie nicht in Ruhe lässt.

Wie die beiden Bände vorher ist „Verbrannt“ unabhängig von den anderen lesbar.

Die Hauptfigur
Alannah ist schon länger als pagane Hexe aktiv und arbeitet als Physiotherapeutin. Sie verehrt die keltischen Gottheiten Brigid und Dian Cécht. Alannah ist auf dem asexuellen Spektrum und hat eine langjährige Beziehung mit Franziska, die atheistisch ist – was übrigens nicht zu Konflikten führt. Stattdessen gibt es andere Probleme, mit denen sich Alannah herumschlagen muss. Sie trifft sich außerdem gern mit Fabian, den sie über Hennys Hexenladen kennengelernt hat, zum gemeinsamen Meditieren.

Textschnipsel

Hexen und New Age Esoterik?
Hexen und pagane Leute werden nicht selten mit gefährlichen Strömungen der Esoterik in einen Topf geworfen, häufig aus Unwissenheit. Mit gefährlich meine ich, dass sich diese Strömungen, oft aus dem New Age Bereich, vermischen mit antidemokratischen, rechtsextremen, rassistischen oder noch anderen menschenverachtenden Weltanschauungen und/oder mit Verschwörungserzählungen und Wissenschaftsfeindlichkeit.
Ich persönlich möchte mit solchen gefährlichen Strömungen nichts zu tun haben und so geht es auch anderen Hexen und paganen Leuten, die ich kenne.

Hier habe ich einen interessanten kurzen Beitrag gefunden: »Esoterik und Spiritualität in Deutschland – eine schwierige Diskussion« von Kocku von Stuckrad:
https://www.counterpointknowledge.org/esoterik-und-spiritualitat-in-deutschland-eine-schwierige-diskussion/

Auf das Thema New Age Esoterik und moderne Hexen bin ich auch in diesem Blogbeitrag eingegangen: Moderne Hexen: Was sie sind und was nicht, Vorurteile und noch mehr.

Meine Hauptfigur Alannah bekommt es mit einem spirituellen Lehrer aus der New-Age-Szene zu tun … und das sorgt für einige Probleme.

Das Element Feuer

Feuer spielt eine nicht unwichtige Rolle im Roman, u.a. in einem von mir frei erfundenen seltsamen TikTok-Trend. Es gibt auch immer wieder Anspielungen auf Feuer und Brände. Am Ende singen Alannah und ihr Hexenfreundeskreis den Chant „Fire Transform Me“.

Im Hexenglauben steht Feuer unter anderem häufig für Folgendes: Schöpfung, Zerstörung, Kraft, Energie, Tod und Wiedergeburt, Gleichgewicht, Hitze, Leichtigkeit, schnelle Bewegung, Aktivität, Inspiration, Leidenschaft. Es wird teilweise gern eingesetzt bei Bann- und anderen Zaubern.

Dazu muss ich sagen, je nach Tradition und Überlieferungen können die Bedeutungen dieses Elementes abweichen. Eines der Symbole für das Element Feuer ist ein Dreieck, dessen Spitze sich oben befindet.

Kleine Mindmap zum Roman:

Veröffentlichung am 22. März 2025.
Bereits überall vorbestellbar, wo es E-Books gibt.
Das Taschenbuch erscheint im März 2025.
226 Seiten
Leseprobe (das 1. Kapitel als PDF, zum Herunterladen oder online Lesen)

Link zur Buchreihe: https://amalia-zeichnerin.net/hexen/

Rund um den Roman „Francis und das Gasthaus der Geister“


Eine Geistergeschichte im Dezember, die nichts mit Weihnachten zu tun hat? Wie der Protagonist Francis bin ich ein Goth … und für uns ist im Grunde das ganze Jahr über Geistersaison. Oder Halloween. Vielleicht lest ihr ja auch gern im Winter Geistergeschichten? In den kommenden Tagen gibt es mehrere Beiträge zu diesem Roman, der im Dead Soft Verlag erscheint. Es ist übrigens kein Horrorroman, auch wenn es darin ein paar gruselige Elemente gibt. Davon handelt der Roman:

Als Francis Bailey ein altes Gasthaus in Yorkshire erbt, beschließt er, seine Zelte in London abzubrechen, um ein Bed & Breakfast zu eröffnen. Doch bald muss er feststellen, dass es in dem alten Haus spukt. Eine Zumutung für ihn – und für potenzielle Gäste.
Dazu kommt, dass einer der Geister sich offenbar zu ihm hingezogen fühlt, was es noch komplizierter macht.
Als Francis den Handwerker Aaron kennenlernt und die beiden sich näherkommen, droht die Situation zu eskalieren. Doch was soll Francis tun, wenn sich die Geister nicht vertreiben lassen?

Die Verlagsseite des Buches (es kann auch direkt dort bestellt werden, oder im Buchhandel)
https://deadsoft.de/products/francis-und-das-gasthaus-der-geister

Die Hauptfiguren

Die drei Charakterportraits habe ich selbst gemalt.


Francis ist ein Goth aus London, der selbständig als Grafikdesigner im Home Office arbeitet. Auf Umwegen kommt er zu einem Gasthaus in Yorkshire und beschließt, es zu betreiben, sowie in Teilzeit weiter als Grafikdesigner zu arbeiten. Francis hat Probleme mit sozialen Ängsten (auch bekannt als Sozialphobie). Er hat sich auf schmerzhafte Weise mit dem Thema Tod auseinandersetzen müssen. Außerdem hat er einen Hund und ist Veganer – letzteres möchte er auch für das Gasthaus umsetzen.

Aaron arbeitet in einem Handwerksberuf, auf diesem Weg lernt er Francis kennen. Schon sein ganzen Leben lang lebt er in der (fiktiven) Kleinstadt Barrowsfield in Yorkshire und hat dort einen kleinen, aber feinen Freundeskreis, mit dem er sich regelmäßig zu Spielabenden trifft. Wie Francis ist er Veganer. Aaron hat schlechte Erfahrungen mit Beziehungen gemacht und dies wirkt noch nach. Ob das wohl für die beiden zu Problemen führt, oder nicht? Das könnt ihr im Roman lesen.

Edward ist ein Geist aus der edwardianischen Ära (ja, der Vorname ist Programm). Aus bestimmten Gründen findet er keine Ruhe. Mehr verrate ich nicht über ihn, wegen Spoilergefahr. 😉

Textschnipsel

Francis wagt sich in den Keller des Spukhauses…

Die erste Begegnung von Francis und Aaron …

Francis hat eine unheimliche Begegnung …

Das Medium Cecilia spricht mit einem Geist und Francis …

Aaron und Francis kommen sich näher …

Francis und sein „Angstinator“ …

Warum eigentlich Gay Romance mit einer Geistergeschichte?

Die kurze Antwort ist: Ich habe eine Schwäche für Geistergeschichten. Die lange Antwort: Ich habe früher viel Contemporary Gay bzw. Queer Romance gelesen, bis ich mich irgendwann daran „überlesen“ habe. Mittlerweile interessiert mich diese Form von Romance nur noch, wenn sie mit einem weiteren Thema verbunden wird, das mich auch abseits der romantischen Inhalte interessiert, z.B. Schauspiel, Musik, Kunst, (Cosy-)Krimis, Thriller, Mental Health Themen oder Formen von Diversität, die über „gay“ hinausgehen, bestimmte Schauplätze, Phantastik oder eben Geistergeschichten. Nachdem ich einiges in der Richtung gelesen habe, wollte ich gern selbst einmal Gay Romance mit einem Spukhaus schreiben.

Lesungsvideo
Schnappt euch ein Heißgetränk, macht es euch gemütlich, wenn ihr könnt und mögt. Viel Spaß beim Reinhören. Das Video ist 8,5 Minuten lang. Warum ich so leichenblass wirke? Das ist Absicht, weil es zur gelesenen Szene passt. 😉
https://www.youtube.com/watch?v=vJTyN-bOUoI

Der Schauplatz Yorkshire

Der Roman spielt in Yorkshire, größtenteils in der fiktiven Kleinstadt Barrowsfield. Diese habe ich in der Nähe von Haworth und Keighley platziert (siehe die Karte „Ein Teil von Yorkshire“, dort habe ich einige Orte markiert, die in der Handlung erwähnt werden.)

Die Fotos bieten einen kleinen Eindruck der Landschaften. In einem der Fotos seht ihr das Ribblehead Viadukt, eine Eisenbahnbrücke in Northern Yorkshire. Und nein, ich war nicht selbst vor Ort, ich kann mir Fernreisen nicht leisten.

Geisterglaube in England

Meine Testleserin schrieb mir, sie fände es merkwürdig, dass die meisten Figuren im Roman die Existenz von Geistern einfach so hinnehmen. Aber das ist einfach kulturell in England anders als in Deutschland, dort ist der Glaube an Geister viel stärker verwurzelt als hierzulande.

Ich habe z.B. gelesen, dass Leute in England, die in Häusern leben, in denen es möglicherweise spukt, Gutachten von Ghosthunting-Teams erstellen lassen können, damit sie leichter umziehen oder andere Maßnahmen ergreifen können. (Das ist kein Witz.)

Ich habe die Situation in England unter anderem dem Sachbuch „Ghosthunting – Auf Spurensuche im Jenseits“ von Sebastian Bartoschek und Alexa Waschkau entnommen. In England gab es ja im 19. Jahrhundert auch eine starke Spiritismus-Bewegung und das wirkt wohl teilweise noch deutlich nach.

Ich habe also einige Infos dazu ins Buch eingearbeitet, also dass der Geisterglaube in England so verbreitet ist. Und eine der beiden Hauptfiguren wurde skeptischer als bisher, was Geister betrifft. Aber vielleicht ändert er dann doch noch seine Meinung. Das könnt ihr im Roman lesen.

Im Roman tauchen übrigens auch einige „Paranormal Investigators“ auf, die den Spuk im Gasthaus untersuchen wollen. In dieser Hinsicht hat mir das oben genannte Sachbuch für die Recherchen gut weitergeholfen.


Ihr wollt gern mehr Geistergeschichten in Kombination mit Gay Romance lesen?

Dann kann ich die dreiteilige Reihe „Valley Ghosts“ von B L Maxwell empfehlen, die in deutscher Übersetzung ebenfalls im Dead Soft Verlag erschienen ist.

Jason Thomas hat schon immer davon geträumt, zu beweisen, dass Geister real sind. Bereits als Kind war er besessen von Spukorten, und im Laufe der Zeit wurde seine Leidenschaft immer größer. So schleppte er auch seinen besten Freund Wade in verschiedene Spukhäuser und Hotels, immer in der Hoffnung, einen echten Geist zu sehen.

Wade Rivers hatte es immer geliebt, Zeit mit Jason zu verbringen, auch wenn das bedeutete, dass er einen gruseligen Ort nach dem anderen ertragen musste. Doch je länger sie sich kannten, umso stärker wurden die Gefühle für Jason. Leider wuchs auch seine Angst vor den Orten, die Jason erkunden wollte.

Das große Abenteuer beginnt, als sich die Chance bietet, ein Wochenende allein in einem berühmten Spukhaus zu verbringen. Für Jason die Erfüllung eines Traums, während es für Wade eher ein Albtraum ist. Tapfer versucht er, seine Ängste zu verdrängen.

Doch als merkwürdige Dinge passieren, ist das Eingeständnis seiner Gefühle für Jason plötzlich nicht mehr das Beängstigendste, was Wade passieren kann.

Die Verlagsseite des Sammelbandes als Taschenbuch:
https://deadsoft.de/products/valley-ghosts-1-3

Die E-Books gibt es auch einzeln beim Verlag und überall, wo es E-Books gibt.

Ein weiteres Buch, mit dem ich für den Roman recherchiert habe, ist „ TheWitch’s Guide to the Paranormal: How to Investigate, Communicate, and Clear Spirits“ des amerikanischen Autors J. Allen J. Cross. Dieser ist unter anderem mit einem Team aktiv, das paranormale Untersuchungen macht, dabei aber auch spirituelle Aspekte beachtet. In seinem Buch zeigt der Autor unter anderem verschiedene Arten von Heimsuchungen auf, z.B. das sogenannte „Poltergeist“-Phänomen und noch andere.

In meinem Roman gibt es eine Hexe, die auch als Medium tätig ist und sich mit diesen verschiedenen Formen von Heimsuchungen auskennt. Ob sie Francis helfen kann, die Geister in seinem Gasthaus zu vertreiben? Das könnt ihr im Roman lesen.

Vegan auf Reisen?
Im Roman möchte Francis ein veganes Bed & Breakfast aufziehen. Entsprechend wird es bei ihm vegane Speisen/Getränke zum Frühstück geben. Yorkshire ist mit seinen beeindruckenden rustikalen Landschaften eine beliebte Gegend für den Tourismus, unter anderem für Leute, die gern wandern.

Vegan sein und auf Reisen gehen, das ist oft gar nicht so einfach.

Aber es gibt Webseiten und Apps, die für Reisende vegane Hotels und Restaurants/Cafés anzeigen, z.B. diese (alles unbezahlte Werbung):
https://veganaufreisen.de/

https://www.vegane-hotels.de/land/deutschland

https://love-veggie.com/vegetarisch-vegan-essen-gehen/deutschland

Eine weitere einfache Möglichkeit: Bei Google Maps „vegan Restaurant“ in die Suchleiste eingeben, dann werden euch entsprechende Lokale angezeigt.

Ein Rezept zum Buch
Vegane Scones (britisches Teegebäck)

Zutaten
500 g Weizenmehl (je nach Vorliebe Weißmehl oder Vollkornmehl, es geht beides)
1 TL Salz
2 EL Zucker
1 Päckchen Backpulver
60 g Margarine oder 60 ml Pflanzenöl
300 ml veganen Drink, z.B. Haferdrink

Zubereitung
Alle Zutaten gründlich mischen und zu einem glatten Teig verkneten. Diesen im Kühlschrank ca. 15 Minuten ruhen lassen. Dann aus dem Teig die Scones formen (wie kleine Brötchen). In den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene stellen.

Backzeit
Ca. 20 Minuten Elektroherd, Ober- & Unterhitze 220 °C. Bzw. bis die Scones goldbraun sind

Serviervorschlag
Die Scones etwas abkühlen lassen, aber noch warm servieren. Jeweils in zwei Hälften schneiden. Traditionell werden Scones mit Clotted Cream und Marmelade gegessen. Statt Clotted Cream nehme ich gern einen veganen Frischkäse.

Zum Abschluss noch einmal die Verlagsseite des Buches (es kann auch direkt dort bestellt werden, oder im Buchhandel):
https://deadsoft.de/products/francis-und-das-gasthaus-der-geister

Joy of Missing Out – Ein Beitrag zum Disability Pride Month

Abbildung vom Verlag Ohne Ohren

Der Verlag Ohne Ohren feiert den Disability Pride Month und gibt einen ersten Satz vor. Und ich schreibe nun etwas dazu, circa in der Länge einer Instagram-Caption:

„Wir sehen uns, wenn du genug Löffel hast.“
Da war er. Der Satz, den ich befürchtet hatte. Nachdem ich meinem Freundeskreis, meiner Familie und Bekannten die Löffeltheorie erklärt hatte, sprachen sie mittlerweile öfter von „meinen Löffeln“ und fragten, wie es darum bestellt sei.
Und nun hatte ich das Treffen mit zwei Freundinnen absagen müssen. Eigentlich hatten wir uns in einem schicken Büchercafé treffen wollen, das hatte wir schon vor drei Wochen geplant, pünktlich zu dessen Neueröffnung.
Aber meine Mental Health wollte da nicht mitmachen. Diese verdammten sozialen Ängste. Heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich mich kaum traute, das Haus zu verlassen. Der Gang zum Briefkasten war schon das höchste der Gefühle, aber selbst da betete ich im Stillen, dass mir keine Nachbarn über den Weg liefen.

„Es tut mir leid“, textete ich.
„Kein Problem“, kam Stefanies Antwort kurz darauf. „Ich treffe mich dann allein mit Caro. Ich schick dir Fotos vom Café. Und von unserem Essen.“ Ein Zwinkersmiley folgte. Und prompt bekam ich FOMO. Fear of Missing Out. Ich war sauer. Enttäuscht. Nicht so sehr von Stefanie und Caro, sondern mir selbst gegenüber. Ich machte eine Therapie, aber auch die konnten die Sozialphobie nur lindern, nicht völlig heilen.

Eine halbe Stunde später begann es draußen zu donnern und starker Regen setzte ein. Das Café hatte auch draußen Plätze, aber daran war bei diesem Wetter nicht zu denken. Blitze erhellten mein Wohnzimmer und die Regentropfen prasselten unermüdlich gegen die Scheiben. Meine FOMO wanderte gelangweilt zur Tür hinaus. Mit einem Mal war ich ganz froh, dass ich zu Hause geblieben war. Klar, wieder eins zu null für die Sozialphobie. Andererseits wäre ich wohl selbst mit Regenjacke oder Schirm ziemlich nass geworden auf dem Weg zum Café. Ich kuschelte mich in die weiche Decke auf dem Sofa und griff nach einem spannenden Roman, den ich endlich zu Ende lesen wollte. Das war wohl ein Fall von „Joy of Missing out“…

Buchtipps zum Trans Visibility Day



Hier einige deutschsprachige Bücher (teilweise auch ins Deutsche übersetzt) mit trans Hauptfiguren (oder trans und nonbinary):

Im Februar 2024 habe ich „A Midsummer’s Nightmare“ von Noah Stoffers gelesen und kann den Roman sehr empfehlen. Meine Rezension gibt es u.a. hier bei Lovelybooks.

Neu auf meiner Wunschliste:
„Muskeln aus Plastik“ von Selma Kay Matter, mit einer trans Hauptfigur, die Long Covid hat. Dieser Roman wurde mir empfohlen.

Falls ihr Lust habt, euch weitere passende Buchempfehlungen anzuschauen, stöbert gern mal auf diesen Seiten:

Empfehlungen von Linus Giese:
http://buzzaldrins.de/2018/04/01/bucher-zum-thema-trans-meine-empfehlungen/

Bücher mit trans Themen in der Lili-Elbe Bibliothek:
https://lili-elbe.de/bestaende/alle-trans-inter-buecher/

Schaut auch mal in euren Social Media nach dem Hashtag #transreadathon,
da gibt es jedes Jahr viele Buchempfehlungen für trans Autor*innen und deren Bücher.

Unbezahlte Werbung:
Wenn ihr gern in einem queeren Shop zum Thema trans stöbern möchtet,
kann ich Trans*Fabel sehr empfohlen, dort gibt es nicht nur Bücher, sondern auch Pins, Schmuck, Pride-Flaggen und noch einiges mehr. Siehe:
https://www.transfabel.de/index.php?main_page=advanced_search_result&search_in_description=1&keyword=trans

Und last but not least: Trans Rights are Human Rights. Trans Women are Women. Trans Men are Men. Trans nonbinary people are trans nonbinary people.

Belletristik mit Figuren, die vegan leben

Auf die Idee zu diesem Beitrag kam ich durch einen Austausch mit Simon, danke dafür. Mein persönlicher Bezug zum Thema Veganismus: Ich bin seit ca. 1994 Vegetarierin, kaufe und esse aber mittlerweile, soweit es mir möglich ist, vegan. Das gilt nicht nur fürs Essen, sondern auch für Haushaltsmittel, Kosmetik und Kleidung.

Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen sich Vegetarier*innen und Veganer*innen ständig Witze oder herablassende Kommentare über ihre Lebensweise anhören mussten. Ich frage mich, ob Entsprechendes früher auch in der Belletristik zu finden war, habe aber keine entsprechenden Geschichten gelesen, bzw. kann mich nicht daran erinnern.

Nach und nach gab es dann immer mehr vegane Produkte in Supermärkten, Drogerien und anderen Geschäften. Zum Glück ist das bis heute so. Mittlerweile haben auch die Witze und abwertenden Kommentare nachgelassen, zumindest ist das meine Erfahrung. Bzw. ich bewege mich nun wohl offline und online mehr in „Bubbles“, die veganfriendly sind. Aber es gibt immer noch viele Leute, die sich schon allein durch das Stichwort Veganismus provoziert fühlen, bzw. in ihrer omnivoren Lebensweise angegriffen fühlen. Dazu muss man sich nur mal entsprechende Kommentarspalten im Internet ansehen. (Spoiler: Kann ich nicht empfehlen, es sei denn, ihr habt Lust auf Diskussionen mit beratungsresistenten Menschen.)

Nun möchte ich euch gern einige Bücher mit Figuren vorstellen, die vegan leben. Bitte beachten: Ich habe die meisten dieser Bücher (noch) nicht selbst gelesen, sie wurden mir empfohlen. In drei Fällen kann ich aber Rezensionen von mir verlinken. Ich verlinke auch die Seiten der Autor*innen oder Verlage, wo es möglich ist. Es sind verschiedene Genres dabei, darunter einiges an Romance und verschiedene Subgenres der Phantastik.


„A Kind (of) Demon“ von Simon Rhys Beck
(Urban Fantasy) Der gefallene Engel Daraqael ist im Himmel durch unbequeme Fragen unangenehm aufgefallen und hat sich für Tierschutz eingesetzt, z.B. war er gegen Tieropferungen in der Antike. Das Thema Veganismus und Tierschutz kommt im Roman mehrfach vor. Der Autor beschreibt den Roman auch als „Engel/Dämon Rom Com“
und das finde ich sehr passend, weil das Buch viel Humor bietet.

Meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Simon-Rhys-Beck/A-Kind-of-Demon-12270855919-w/rezension/12485008667/
Die Verlagsseite des Buches: https://www.deadsoft.de/detail/index/sArticle/582

Ergänzung im Mai 2024: In „Liebe auf den zweiten Zufall“ von Anja Slauf
lebt eine der Hauptfiguren vegan und auch das Sortiment der Bäckerei,
in der sie arbeitet ist komplett vegan.
Die Verlagseite des Buches:
https://www.digital-publishers.com/de/romane/liebe-auf-den-zweiten-zufall-liebe-ebook

Die Buchreihe „Umwege“ von Sonja Bethke-Jehle erzählt von mehreren Figuren, die alle vegan leben und das spielt auch für die Handlung eine wichtige Rolle.
https://www.sonja-bethke-jehle.de/ver%C3%B6ffentlichungen/umwege/


„Yadriel und Julian – Cemetery Boys“ von Aiden Thomas
Die Nebenfigur Maritza ist Veganerin und lässt sich auch in Bezug auf ihre spirituelle Praxis als Bruja (eine Art Hexe) nicht davon abbringen. Für Veganer*innen ist der Roman allerdings eventuell schwer zu lesen, denn die übrigen Brujx verwenden häufig Tierblut für ihre magischen Aktivitäten. Aiden Thomas‘ Webseite: https://www.aiden-thomas.com/

„Im Bann der Mondklinge“ von Skalabyrinth hat eine vegane Hauptfigur.
Das Genre beschreibt Skalabyrinth als „Splatter-Erotik-Roman, Dark Funtasy, Morbider Humor“
Link zum Buch: https://www.skalabyrinth.org/books/ImBannDerMondklinge.html

In „Die Schwarze Träumerin“ und „Nicht schon wieder Ragnarök“ von Patricia Eckermann ernähren sich die Hauptfigur Josina und ihre WG-Mitbewohnerin Kamille vegan. Das Genre ist eine Mischung aus Urban Fantasy, Romantasy, High Fantasy verbunden mit nordischer Mythologie, und ich kann diesen Zweiteiler sehr empfehlen.
Meine Rezensionen (auf Lovelybooks):
Die Schwarze Träumerin
Nicht schon wieder Ragnarök
Die Seite der Autorin: https://antagonisten.de/romane-sachbuecher

In „Die Mauern um unsere Herzen“ (Gay Romance) von Celia Jansson
zieht die Hauptfigur in eine vegane WG.
Die Webseite der Autorin: https://celiajansson.blogspot.com/p/texte.html

„Vergiss mein nicht – eine tierisch schöne Liebesgeschichte: Nicht nur für Veganer“ von Katja Hildebrandt. Die Protagonistin Line wird im Laufe der Handlung Veganerin.
Die Webseite der Autorin: https://katjahildebrandt.de/

„Veganes Schnitzel zum Verlieben: Liebesroman“ von Annette Böhler
handelt von der veganen Foodbloggerin Ella.
Link zum Buch: https://www.annetteboehler.com/liebesromane/

Ich habe in der Buchbubble nachgefragt, wer noch passende Bücher kennt.
Folgende wurden mir genannt:

Ich zitiere: „Der Mausbiber Gucky aus „Perry Rhodan“ ist selbstverständlich vegan.“

In dem High Fantasy Roman „Die Melodie der Wünsche“ von Anne Herzel gibt es mehrere vegetarische und vegan lebende Figuren.
Anne Herzels Linktree: https://linktr.ee/wellenbuch

In der Trilogie „Wood Love“ (Band 1 heißt „WOOD High LOVE“) von D.C. Odesza ist die Hauptfigur Lova Veganerin. Das Genre wird beschrieben als düstere, verbotene Liebesgeschichte. Die Webseite der Autorin: https://dcodesza.com/

Die „Anno Initium“-Trilogie von Dinko Skopljak (Band 1 heißt: „Die Gestrandeten“)
Das Genre ist Horror/Postzombieapokalypse. Ich zitiere aus einem Beitrag im Fediverse: „Veganismus ist hier zukunftsweisend und unter den Haupt- und positiven Nebencharakteren absolut normalisiert. Es wird höchstens an einer oder zwei Stellen in einem Konflikt mit omnivor lebenden Menschen thematisiert. Hinterfragenswert ist in dem Fall immer omnivor, nie vegan. (Der Autor schreibt daneben auch entgendert.) In Anbetracht des Genres aber nichts für empfindlichere Menschen.“
Link zum Buch: https://abookalypse.com/de/

„Skye – Götter des Nordens“ von Lea McMoon ist ein Young Adult Fantasy Roman/Romantasy mit einer vegan lebenden Hauptfigur.
Link zum Buch: https://www.elavandemaan.de/young-adult-books-lea-mcmoon/skye-goetter-des-nordens/

Nora Bendzko schrieb mir:
„Ich habe eine wichtigere Figur in „Die Götter müssen sterben“, die auch zentral im Sequel „Die Helden sind tot“ eine Rolle spielt. Der junge Orphiker Kaystros lebt vegan, wie alle in seiner Bruderschaft.“
Die Webseite der Autorin: https://norabendzko.com/mein-schreiben/veroeffentlichungen/die-goetter-muessen-sterben/

Das folgende Buch gibt es nur auf Englisch, ich zitiere Lena Richter:
„The Terraformers“ von Annalee Newitz. „Das spielt in einer weit entfernten Zukunft auf einem Planeten, der über mehrere Generationen terraformt und für Menschen bewohnbar gemacht wird. Da es da ein „Uplifting“ gab, also einen Vorgang, bei dem Tiere ein Bewusstsein entwickelt haben, gilt da selbst das halten von Tieren zum Zweck von Melken usw., unter den dort lebenden Humanoiden als schockierend und falsch, gibt es sogar einen Konflikt zu. (Also weil es unter einigen der sich dort ansiedelnden Menschen einen seltsamen Trend gibt, wieder „traditionell“ leben zu wollen, inklusive Herdentieren. Das wird aber, wie gesagt, als falsch und grausam geschildert, es ist also insgesamt eine Welt, in der veganes Leben (natürlich mit futuristischen (Lebens-)Mitteln) der Normalzustand ist.“
Annalee Newitz‘ Webseite: https://www.techsploitation.com/#/sciencefiction/

Aiki Mira schrieb mir:
„Rain in Titans Kinder lebt vegan, ist aber wie Rains Asexualität kein großes Thema sondern Alltag auf der Erde und auf Titan – vegan zu leben wird aber thematisiert, weil es im Roman um Ethik und Leben geht.“ Das Genre ist Space-Utopie.
Aiki Miras Webseite: https://aikimira.webnode.page/projekte/

„Sanguen Daemonis“ von Anna Zabini
Die Figur Sivan lebt vegan. Das Genre des Buches Dark Fantasy/Urban Fantasy/Queer Fantasy.
Die Verlagsseite: https://www.ohneohren.com/sanguen-daemonis

In dem humorvollen Roman „Alles Tofu, oder was?“ von Ellen Berg geht es um eine vegan lebende Protagonistin, die auch ein veganes Restaurant betreibt.

Die Verlagsseite des Buches: https://www.aufbau-verlage.de/aufbau-taschenbuch/alles-tofu-oder-was/978-3-7466-3128-8

Buchbloggerin Simone nannte mir auf Instagram außerdem die folgenden Bücher:

„Conveniently in Bloom“ von Elise Kennedy (nur auf Englisch erhältlich)
Elise Kennedys Webseite: https://elisekbooks.com/

„All of my Friends are Rich“ von Michael Sarais (nur auf Englisch)
Michael Sarais‘ Webseite: https://www.michaelsarais.com/

„Love on the Brain“ von Ali Hazelwood hat zwei vegane Hauptfiguren.
Ali Hazelwoods Webseite: https://alihazelwood.com/

Im zweiten Band der Queer Romance Reihe „Boyfriend Material“ ( mit dem Titel „Husband Material“) von Alexis Hall ist einer der Hauptcharaktere vegan.
Alexis Hall Webseite: https://quicunquevult.com/

„The Charm Offensive – Wenn die Klappe fällt, beginnt die Liebe“ von Alison Cochrun, das ist ein Debütroman. Alison Cochruns Webseite: https://www.alisoncochrun.com/

Mein Liebesroman „Orangen und Schokolade“: Der Protagonist Thomas ist Fitness-Blogger und Veganer. Das bietet auch der Protagonistin Sarah einige Gedankenanstöße im Laufe der Handlung.

Der Goth Francis aus „Francis und das Gasthaus der Geister“ und sein Love Interest leben beide vegan und Francis zieht ein veganes Bed & Breakfast im ländlichen Yorkshire auf.

In meiner Buchreihe „Hexen in Hamburg“ sind alle sechs Hexen veganfriendly, Alannah und ihre Lebensgefährtin Franziska sind außerdem Veganerinnen. Alannah ist in Band 3 der Reihe (mit dem Titel: „Hexen in Hamburg: Verbrannt“) die Hauptfigur. Dieser Band ist 2025 erschienen.

Und hier noch zwei Infos rund um Veganismus:
Im Januar war wie jedes Jahr der Veganuary, auf der entsprechenden Webseite und darüber hinaus finden sich viele Anregungen, Veganismus auszuprobieren, auch eine Fülle an Rezepten.
Am 1. November ist der Welt-Vegan Tag. Mehr zu diesem Aktionstag gibt es z.B. hier: https://vegan-day.org/de/
Aber natürlich gilt, wie bei allen anderen Aktionstagen oder -wochen: Veganer*innen leben das ganze Jahr über vegan. Entsprechend kann mensch natürlich auch die Tipps von der oben genannten Veganuary-Seite das ganze Jahr über ausprobieren. Wenn ihr das macht, wünsche ich euch viel Freude dabei.

Von einem anderen Umgang mit Social Media: Micro-Journalling

Foto: Diana Polekhina, Unsplash

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Ich lese oft in Social Media Beiträge von Leuten, die sich über etwas aufregen, einen Rant (1) schreiben, wütend, traurig oder frustriert sind oder private Probleme oder Alltagsbeobachtungen teilen. Ich meine damit keine aktivistischen Themen, (z.B. Social Justice), sondern eher sehr persönliche Dinge – wobei ich zugeben muss, dass persönliche Probleme natürlich auch mit Social Justice Themen zusammenhängen können, aber darum geht es mir in diesem Beitrag nicht.

Mit anderen Worten: Viele Menschen, und ich nehme mich da nicht aus, benutzen die Social Media wie eine Art öffentliches Tagebuch. Das habe ich vor allem beobachtet auf Twitter (als ich noch dort war), im Fediverse bzw. auf Mastodon und auf Facebook.

Manchmal sind das ellenlange Beiträge, ohne Fragen oder dem Wunsch nach Ratschlägen. Stattdessen wirken sie oft eher so, als ob die betreffende Person einfach Dampf ablassen wollte. Manchmal sind es nur kurze kryptische Sätze, z.B. »Ich bin frustriert!« oder »Der Tag kann dann auch weg!«, meistens ohne weitere Erklärung.

Ich habe auch schon öfter Probleme aus meinem Privatleben in Social Media geschildert. Und war dann oft teilweise doppelt frustriert, zum einen wegen der Probleme, zum anderen weil manchmal niemand auf den betreffenden Beitrag reagierte. Oder aber es kamen völlig unerwünschte oder unpassende Ratschläge, auch wenn die sicherlich gut gemeint waren.

Ich wollte gern etwas ändern, so wie ich auch schon im letzten Jahr daran gearbeitet habe, meinen Umgang mit Social Media zu ändern. (2)

Dann habe ich dieses kurze Video von Cam (aka struthless) gefunden: »I replaced Social Media with Micro-Journalling for 1 Year« https://youtu.be/mFvdHfhVIsQ

Cam beschreibt darin, wie er statt privater, persönlicher Beiträge in Social Media diese Beiträge ein Jahr lang in einer Notiz-App schrieb, also im Grunde wie in einem privaten Tagebuch. Mit der Zeit hat er mehrere positive psychologische Effekte bei sich beobachtet, die daraus entstanden sind. Er möchte diese Methode deshalb weiterhin nutzen.

Das habe ich mir zum Vorbild genommen. Auf meinem Rechner-Desktop liegt nun eine »Micro Journalling«-Datei, in der ich seit rund einem Monat Einträge mache. Seitdem verspüre ich nicht mehr – oder nur selten – den Drang, Rants (1) und Vents (3) oder andere persönliche Dinge in Social Media zu schreiben. Ich werde mal schauen, wie es damit weitergeht.

Fußnoten
(1) Ein Rant ist ein Text über etwas, das einen aufregt oder wütend macht.

(2) siehe diesen Beitrag: https://amalia-zeichnerin.net/digitaler-minimalismus-von-einem-anderen-umgang-mit-social-media/

(3) Ein Vent ist ein Text, mit dem man sich etwas von der Seele schreiben möchte, bzw. mit dem man Dampf ablassen möchte. Manchmal sind Rants und Vents nicht klar voneinander unterscheidbar.